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31. Juli 2026
Gestern Abend öffnete sich ein effusiver Schlot im Valle del Leone und emittierte einen Lavastrom in das Valle del Bove. Sowohl die strombolianische Aktivität in der Voragine, als auch
die Lavaemission endeten heute bereits wieder. Der Tremor ist kräftig gefallen.
Am Abend des 30. Juli war gegen 22:00 Uhr eine kleine thermische Anomalie an der oberen Nordostflanke des Ätna, im Gebiet des Valle del Leone erkennbar. Rasch vergrößerte sie sich und bald war klar, dass es sich um einen Lavastrom handelte. Dieser schlug eine östliche Richtung ein und bewegte sich schnell hinunter in das Valle del Bove. Der gut genährte Strom war dabei im nördlichen Abschnitt des Valle del Bove, unterhalb der Serra delle Concazze unterwegs. Gegen 01:30 Uhr tauchte die am weitesten fortgeschrittene Front im Gebiet nördlich des Rocca Musarra auf ca. 1650 m Höhe auf. Im Laufe der späteren Morgenstunden ließ die Förderrate offenbar nach, denn ab ca. 08:00 Uhr schwächte sich die, durch die Lava erzeugte thermische Anomalie allmählich ab. Dieser Trend setzte sich am heutigen Tage weiter fort und am Abend wirkte der Strom kaum noch genährt.
An der Voragine ließ in der vergangenen Nacht nach ca. 02:00 Uhr die strombolianische Aktivität deutlich nach. Nach Sonnenaufgang wurde heute nur noch sporadisch etwas graue Asche emittiert. Ansonsten kam es dort nur zur Freisetzung von Gas und Dampf.
Wie das INGV berichtet wurde der Lavastrom von einem effusiven Schlot genährt, der sich am 30. Juli, um 20:49 Uhr im Valle del Leone auf 2700 m Höhe geöffnet hatte. Am Morgen gegen 10:00 Uhr bewegte sich seine Front auf 1700 - 1750 m Höhe, oberhalb des Rocca Capra.
Wie weiter berichtet wird verzeichnete man am Abend des 30. Juli an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 180 Nanostrain. An der klinometrischen Station ECP registrierte man eine Veränderung der Neigung von 2,5 Mikroradiant.
Nach dem Ende der strombolianischen Aktivität an der Voragine, registrierte man heute ab ca. 02:00 Uhr einen rapiden Abfall des Tremors. Die Quelle des Tremors verlagerte sich dabei in Richtung Südostrater auf eine Höhe von 2500 - 2900 m [1] [2].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten heute Morgen, nach einem rapiden Abfall des Tremors, wiederholt kräftige Explosionssignale, sowie einige langperiodische Signale.
Der Tremor, der sich am späten Abend des 30. Juli noch auf sehr hohem Niveau bewegte, fiel nach 02:00 Uhr rapide ab und erreichte niedriges Niveau. Im Laufe des Tages stieg er wieder etwas an und schwankt seitdem um die Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [3].
Am Abend des 30. Juli war gegen 22:00 Uhr eine kleine thermische Anomalie an der oberen Nordostflanke des Ätna, im Gebiet des Valle del Leone erkennbar. Rasch vergrößerte sie sich und bald war klar, dass es sich um einen Lavastrom handelte. Dieser schlug eine östliche Richtung ein und bewegte sich schnell hinunter in das Valle del Bove. Der gut genährte Strom war dabei im nördlichen Abschnitt des Valle del Bove, unterhalb der Serra delle Concazze unterwegs. Gegen 01:30 Uhr tauchte die am weitesten fortgeschrittene Front im Gebiet nördlich des Rocca Musarra auf ca. 1650 m Höhe auf. Im Laufe der späteren Morgenstunden ließ die Förderrate offenbar nach, denn ab ca. 08:00 Uhr schwächte sich die, durch die Lava erzeugte thermische Anomalie allmählich ab. Dieser Trend setzte sich am heutigen Tage weiter fort und am Abend wirkte der Strom kaum noch genährt.
An der Voragine ließ in der vergangenen Nacht nach ca. 02:00 Uhr die strombolianische Aktivität deutlich nach. Nach Sonnenaufgang wurde heute nur noch sporadisch etwas graue Asche emittiert. Ansonsten kam es dort nur zur Freisetzung von Gas und Dampf.
Dieses Foto der Monte Cagliato Wärmebildkamera wurde am heutigen frühen Morgen gemacht und zeigt den Lavastrom aus dem Valle del Leone als thermische Anomalie. Zu diesem Zeitpunkt hatte
der Strom fast schon seine maximale Länge erreicht. Seine Front bewegte sich auf ca. 1700 m Höhe oberhalb des Rocca Capre nördlich des Rocca Musarra:

Foto vom 31.07.2026, 02:24 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.

Foto vom 31.07.2026, 02:24 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.
Wie das INGV berichtet wurde der Lavastrom von einem effusiven Schlot genährt, der sich am 30. Juli, um 20:49 Uhr im Valle del Leone auf 2700 m Höhe geöffnet hatte. Am Morgen gegen 10:00 Uhr bewegte sich seine Front auf 1700 - 1750 m Höhe, oberhalb des Rocca Capra.
Wie weiter berichtet wird verzeichnete man am Abend des 30. Juli an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 180 Nanostrain. An der klinometrischen Station ECP registrierte man eine Veränderung der Neigung von 2,5 Mikroradiant.
Nach dem Ende der strombolianischen Aktivität an der Voragine, registrierte man heute ab ca. 02:00 Uhr einen rapiden Abfall des Tremors. Die Quelle des Tremors verlagerte sich dabei in Richtung Südostrater auf eine Höhe von 2500 - 2900 m [1] [2].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten heute Morgen, nach einem rapiden Abfall des Tremors, wiederholt kräftige Explosionssignale, sowie einige langperiodische Signale.
Der Tremor, der sich am späten Abend des 30. Juli noch auf sehr hohem Niveau bewegte, fiel nach 02:00 Uhr rapide ab und erreichte niedriges Niveau. Im Laufe des Tages stieg er wieder etwas an und schwankt seitdem um die Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [3].
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30. Juli 2026
Seit heute Morgen kommt es an der Voragine zu starker strombolianischer Aktivität, begleitet von kräftigen Ascheemissionen. Der Tremor schwankt auf hohem Niveau.
In der vergangenen Woche kam es an den Gipfelkratern zunächst zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am intensivsten und häufig pulsartig verstärkt. An der Bocca Nuova kam es weiterhin zu sporadischen Emissionen von grauer bis bräunlicher Asche. Die freigesetzten Mengen waren jedoch meist gering und die Emissionen waren nicht mehr so energiereich, wie in den Vorwochen. Am Südostkrater wurde anhaltend Gas auf Fumarolen emittiert. An der Voragine kam es zu anhaltender Gasemissionen aus dem Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, sowie aus Fumarolenfeldern.
Während den heutigen frühen Morgenstunden war dann plötzlich leichter Glutschein über der Voragine erkennbar. Dieser verstärkte sich ab ca. 04:00 Uhr deutlich und bald zeigte sich, dass es zu anhaltender strombolianischer Aktivität kam. Diese war im Bereich der eruptiven Spalte vom 05. Juli lokalisiert. Während den nächsten Stunden steigerte sich die eruptive Aktivität weiter und ab ca. 06:00 Uhr wurde vermehrt dunkle Asche freigesetzt. Gegen 09:00 Uhr stand schließlich eine dunkelgraue Eruptionssäule über der Voragine, die zunächst mehrere tausend Meter aufstieg, bevor sie vom Wind in nordwestliche Richtung verfrachtet wurde. Gegen Mittag verhinderten Wolken die weitere Beobachtung der Eruptionssäule und am Nachmittag, als es wieder auflockerte war der Ascheanteil deutlich geringer.
Heute Abend gegen 19:00 Uhr mischte sich dann wieder deutlich mehr Asche unter die Eruptionssäule und nach Sonnenuntergang waren lebhafte strombolianische Explosionen erkennbar. Diese erfolgten aus mindestens drei verschiedenen, dicht nebeneinander befindlichen Öffnungen. Sie lagen auf einer Linie, die sich über die Voragine in Richtung Nordostkrater zog; genau wie bei der letzten Aktivität Anfang Juli.
Wie das INGV berichtet begann die strombolianische Aktivität heute um 03:30 Uhr und verstärkte sich, begleitet von einem rapiden Anstieg des Tremors rasch. Die Quelle des Tremors lag dabei auf 3000 m Höhe zwischen Bocca Nuova und Voragine. Um 09:59 Uhr wurde ein kleiner pyroklastischer Strom beobachtet, der sich von der Voragine aus in Richtung Valle del Bove bewegte. Die strombolianische Aktivität ging schließlich in die Freisetzung einer Lavafontäne über. Die Eruptionssäule erreichte eine Höhe von 7000 m. Im Gebiet nordwestlich des Ätna kam es zu Ascheregen, so z.B. in Bronte. Ab 10:30 Uhr ging die strombolianische Aktivität deutlich zurück, allerdings wurde weiterhin Asche freigesetzt. Gleichzeitig fiel die Tremoramplitude deutlich ab. Die Quelle des Tremors verlagerte sich in einen Bereich westlich von Bocca Nuova und Voragine. Bei Beginn der Eruption wurde an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 60 Nanostrain registriert. Die klinometrische Station ECP registrierte unterdessen eine Veränderung der Neigung von einem Mikroradiant [4].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine auffälligen Veränderungen.
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 20. bis 26. Juli eine niedrige bis mittlere Anzahl an Ereignissen. Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur gelegentlich die Bocca Nuova. Die Amplitude der Ereignisse lag auf niedrigem bis mittlerem Niveau [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 20. bis 26. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 20. bis 26. Juli zunächst auf mittlerem Niveau, wobei sich ein steigender Trend zeigte und schließlich hohes Niveau erreicht wurde [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich Explosionssignale. Bedingt durch erhöhten Tremor war das Rauschen relativ hoch, so dass nur noch kräftige Signale erkennbar waren.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche relativ stark und näherte sich am 27.07. der Grenze zu hohem Niveau. Nach einem deutlichen Rückgang begann der Tremor am 29. Juli wieder zu steigen und bewegte sich entlang der Grenze zu hohem Niveau. In der vergangenen Nacht begann er dann ab ca. 03:00 Uhr rapide zu steigen. Er erreichte heute Vormittag einen ersten Höhepunkt auf sehr hohem Niveau, fiel dann über den Nachmittag wieder bis fast zur Grenze zu mittlerem Niveau ab und stieg gegen Abend erneut rapide an [2].
Am 25.07. wurde am Monte Grosso (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.5 verzeichnet. Am 25.07. kam es am Rifugio Citelli (Ost-/Nordostflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.7. Am 28.07. wurde am Monte Palestra (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.8 verzeichnet [3].
In der vergangenen Woche kam es an den Gipfelkratern zunächst zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am intensivsten und häufig pulsartig verstärkt. An der Bocca Nuova kam es weiterhin zu sporadischen Emissionen von grauer bis bräunlicher Asche. Die freigesetzten Mengen waren jedoch meist gering und die Emissionen waren nicht mehr so energiereich, wie in den Vorwochen. Am Südostkrater wurde anhaltend Gas auf Fumarolen emittiert. An der Voragine kam es zu anhaltender Gasemissionen aus dem Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, sowie aus Fumarolenfeldern.
Während den heutigen frühen Morgenstunden war dann plötzlich leichter Glutschein über der Voragine erkennbar. Dieser verstärkte sich ab ca. 04:00 Uhr deutlich und bald zeigte sich, dass es zu anhaltender strombolianischer Aktivität kam. Diese war im Bereich der eruptiven Spalte vom 05. Juli lokalisiert. Während den nächsten Stunden steigerte sich die eruptive Aktivität weiter und ab ca. 06:00 Uhr wurde vermehrt dunkle Asche freigesetzt. Gegen 09:00 Uhr stand schließlich eine dunkelgraue Eruptionssäule über der Voragine, die zunächst mehrere tausend Meter aufstieg, bevor sie vom Wind in nordwestliche Richtung verfrachtet wurde. Gegen Mittag verhinderten Wolken die weitere Beobachtung der Eruptionssäule und am Nachmittag, als es wieder auflockerte war der Ascheanteil deutlich geringer.
Heute Abend gegen 19:00 Uhr mischte sich dann wieder deutlich mehr Asche unter die Eruptionssäule und nach Sonnenuntergang waren lebhafte strombolianische Explosionen erkennbar. Diese erfolgten aus mindestens drei verschiedenen, dicht nebeneinander befindlichen Öffnungen. Sie lagen auf einer Linie, die sich über die Voragine in Richtung Nordostkrater zog; genau wie bei der letzten Aktivität Anfang Juli.
Wie das INGV berichtet begann die strombolianische Aktivität heute um 03:30 Uhr und verstärkte sich, begleitet von einem rapiden Anstieg des Tremors rasch. Die Quelle des Tremors lag dabei auf 3000 m Höhe zwischen Bocca Nuova und Voragine. Um 09:59 Uhr wurde ein kleiner pyroklastischer Strom beobachtet, der sich von der Voragine aus in Richtung Valle del Bove bewegte. Die strombolianische Aktivität ging schließlich in die Freisetzung einer Lavafontäne über. Die Eruptionssäule erreichte eine Höhe von 7000 m. Im Gebiet nordwestlich des Ätna kam es zu Ascheregen, so z.B. in Bronte. Ab 10:30 Uhr ging die strombolianische Aktivität deutlich zurück, allerdings wurde weiterhin Asche freigesetzt. Gleichzeitig fiel die Tremoramplitude deutlich ab. Die Quelle des Tremors verlagerte sich in einen Bereich westlich von Bocca Nuova und Voragine. Bei Beginn der Eruption wurde an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 60 Nanostrain registriert. Die klinometrische Station ECP registrierte unterdessen eine Veränderung der Neigung von einem Mikroradiant [4].
Dieses Webcam-Foto zeigt die Eruptionssäule über der Voragine am heutigen Morgen aus südöstlicher Richtung. Die Asche steigt auf bis zu 7000 m Höhe auf, bevor sie vom Wind
in nordwestliche Richtung getragen wird:

Foto vom 30.07.2026, 10:12 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola
Auf diesem Foto, das mir freundlicherweise von Herrn J. Peitz zur Verfügung gestellt wurde, kann man die eindrucksvolle Eruptionssäule von Ost-/Nordost (Rifugio Citelli) aus erkennen:

30.07.2026 © J. Peitz

Foto vom 30.07.2026, 10:12 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola
Auf diesem Foto, das mir freundlicherweise von Herrn J. Peitz zur Verfügung gestellt wurde, kann man die eindrucksvolle Eruptionssäule von Ost-/Nordost (Rifugio Citelli) aus erkennen:

30.07.2026 © J. Peitz
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine auffälligen Veränderungen.
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 20. bis 26. Juli eine niedrige bis mittlere Anzahl an Ereignissen. Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur gelegentlich die Bocca Nuova. Die Amplitude der Ereignisse lag auf niedrigem bis mittlerem Niveau [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 20. bis 26. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 20. bis 26. Juli zunächst auf mittlerem Niveau, wobei sich ein steigender Trend zeigte und schließlich hohes Niveau erreicht wurde [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich Explosionssignale. Bedingt durch erhöhten Tremor war das Rauschen relativ hoch, so dass nur noch kräftige Signale erkennbar waren.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche relativ stark und näherte sich am 27.07. der Grenze zu hohem Niveau. Nach einem deutlichen Rückgang begann der Tremor am 29. Juli wieder zu steigen und bewegte sich entlang der Grenze zu hohem Niveau. In der vergangenen Nacht begann er dann ab ca. 03:00 Uhr rapide zu steigen. Er erreichte heute Vormittag einen ersten Höhepunkt auf sehr hohem Niveau, fiel dann über den Nachmittag wieder bis fast zur Grenze zu mittlerem Niveau ab und stieg gegen Abend erneut rapide an [2].
Am 25.07. wurde am Monte Grosso (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.5 verzeichnet. Am 25.07. kam es am Rifugio Citelli (Ost-/Nordostflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.7. Am 28.07. wurde am Monte Palestra (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.8 verzeichnet [3].
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24. Juli 2026
Auch in der letzten Woche kam es an der Bocca Nuova wiederholt zu Ascheemissionen. Der Tremor ist angestiegen und hat die Grenze zu hohem Niveau erreicht.
In der vergangenen Woche verstärkten sich die Aschefreisetzungen an der Bocca Nuova. Die überwiegend grau bis bräunlichen Aschewolken wurden in unterschiedlicher Intensität und Frequenz aus dem nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova emittiert. An der Voragine wurde im Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, anhaltend Gas emittiert. Am Südostkraterkomplex zeigte sich nur geringe Gasemissionen aus Fumarolen. Am Nordostkrater wurde mäßig Gas emittiert.
Wie das INGV berichtet wurden bei Besuchen der Gipfelkrater am 16. und 18. Juli im Nordostkrater sporadisch Explosionen wahrgenommen. An der Bocca Nuova zeigten sich Aschefreisetzungen am nordwestlichen Schlot. Die Asche war von bräunlicher Farbe. Am 19. Juli wurde um 18:07 Uhr eine energiereiche Ascheemission beobachtet. Dabei wurde graues Material ca. 300 m empor geschleudert [1].
Die Daten der GPS-Stationen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli eine leichte Verstärkung der Veränderung des Abstands zwischen den Stationen Monte Corruccio (ECOR) und Crisimo (ECRI). Dieser Bereich erstreckt sich entlang der Pernicana-Verwerfung (Nordostflanke).
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 13. bis 19. Juli eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Quelle war meist der Nordostkrater, wobei auch einzelne Ereignisse in der Voragine und Bocca Nuova registriert wurden. Die Amplitude der Ereignisse war meist niedrig. Am 16. Juli wurde allerdings ein Ereignis mit hoher Amplitude registriert [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 13. bis 19. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 13. bis 19. Juli auf hohem mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche sporadisch langperiodische Signale. Bedingt durch steigenden Tremor nahm das Rauschen jedoch zu, so dass kleine Signale zunehmend untergingen.
Der Tremor bewegte sich in der letzten Woche auf mittlerem Niveau und unterlag dabei einem steigenden Trend. Heute erreichte er die Grenze zu hohem Niveau [2].
Am 19.07. wurde nordöstlich von Santa Maria di Licodia (Südflanke) ein Beben der Stärke 2.2 registriert. Am 21.07. kam es nördlich von Zafferana (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 24.07. wurde nordöstlich des Monte Minardo (Westflanke) ein Beben der Stärke 2.0 gemessen [3}.
In der vergangenen Woche verstärkten sich die Aschefreisetzungen an der Bocca Nuova. Die überwiegend grau bis bräunlichen Aschewolken wurden in unterschiedlicher Intensität und Frequenz aus dem nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova emittiert. An der Voragine wurde im Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, anhaltend Gas emittiert. Am Südostkraterkomplex zeigte sich nur geringe Gasemissionen aus Fumarolen. Am Nordostkrater wurde mäßig Gas emittiert.
Wie das INGV berichtet wurden bei Besuchen der Gipfelkrater am 16. und 18. Juli im Nordostkrater sporadisch Explosionen wahrgenommen. An der Bocca Nuova zeigten sich Aschefreisetzungen am nordwestlichen Schlot. Die Asche war von bräunlicher Farbe. Am 19. Juli wurde um 18:07 Uhr eine energiereiche Ascheemission beobachtet. Dabei wurde graues Material ca. 300 m empor geschleudert [1].
Auf diesem Webcam-Foto ist eine der stärkeren Ascheemissionen der Bocca Nuova zu sehen, die sich in der letzten Woche ereigneten. Die graue Asche steigt pilzförmig mehrere hundert Meter
empor bevor sie vom Wind in östliche Richtung getragen wird:

Foto vom 21.07.2026, 08:18 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola

Foto vom 21.07.2026, 08:18 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola
Die Daten der GPS-Stationen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli eine leichte Verstärkung der Veränderung des Abstands zwischen den Stationen Monte Corruccio (ECOR) und Crisimo (ECRI). Dieser Bereich erstreckt sich entlang der Pernicana-Verwerfung (Nordostflanke).
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 13. bis 19. Juli eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Quelle war meist der Nordostkrater, wobei auch einzelne Ereignisse in der Voragine und Bocca Nuova registriert wurden. Die Amplitude der Ereignisse war meist niedrig. Am 16. Juli wurde allerdings ein Ereignis mit hoher Amplitude registriert [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 13. bis 19. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 13. bis 19. Juli auf hohem mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche sporadisch langperiodische Signale. Bedingt durch steigenden Tremor nahm das Rauschen jedoch zu, so dass kleine Signale zunehmend untergingen.
Der Tremor bewegte sich in der letzten Woche auf mittlerem Niveau und unterlag dabei einem steigenden Trend. Heute erreichte er die Grenze zu hohem Niveau [2].
Am 19.07. wurde nordöstlich von Santa Maria di Licodia (Südflanke) ein Beben der Stärke 2.2 registriert. Am 21.07. kam es nördlich von Zafferana (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 24.07. wurde nordöstlich des Monte Minardo (Westflanke) ein Beben der Stärke 2.0 gemessen [3}.
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Etna. BOLLETTINO SETTIMANALE. SETTIMANA DI RIFERIMENTO 13/07/2026 - 19/07/2026
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- INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2026.
17. Juli 2026
Während der letzten Woche war die Bocca Nuova schwach explosiv tätig und setzte dabei etwas Asche frei. Der Tremor hielt sich auf mittlerem Niveau.
In der vergangenen Woche zeigten lichtstarke Webcams anfangs noch schwachen, sporadisch auftretenden Glutschein über der Voragine. Später waren lediglich anhaltende, aber schwache Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurde anhaltend mäßig Gas emittiert. Zeitweise wurde vom nordwestlichen Schlot auch etwas bräunliche Asche freigesetzt. Am Südostkraterkomplex setzten Fumarolen im nördlichen Abschnitt des Neuen Südostkraters etwas Gas frei. Am Nordostkrater waren die Gasemissionen meist kräftig.
Wie das INGV berichtet wurde bei einem Besuch der Gipfelkrater am 11. Juli im nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova explosive Aktivität beobachtet. Diese blieb jedoch auf das Innere des Kraters beschränkt. Zeitweise wurde dabei auch Asche emittiert [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli eine Deformation von 0,5 Mikroradiant, die sich am 07. Juli ereignete. An der dilatometrische Station DRUV wurde am 07. Juli eine Kompression von 30 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 06. bis 12. Juli eine stark schwankte Anzahl an Ereignissen, was hauptsächlich durch starken Wind verursacht wurde. Quelle der Ereignisse war meist der Nordostkrater. Bis 07. Juli war auch die Voragine bedingt durch die eruptive Aktivität beteiligt. Am 11. Juli generierte auch die Bocca Nuova verstärkt Infraschallereignisse [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau, unterlagen dabei einem steigenden Trend und erreichten zum Ende des Zeitraums hohes Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 09. Juli bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.65 höher als bei der letzten Messung im Juni. Der Messwert lag weiterhin auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich kräftige langperiodische Signale, sowie mehrfach kurze Phasen von stärkerem Rauschen, sowie schwache Explosionssignale.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche auf mittlerem Niveau [2].
Am 12. und 13. Juli kam es zu mehreren schwachen Beben bei Bronte (Nordwestflanke). Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.6. Am 16.07. wurde westlich von Ragalna (Südflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.8 registriert [3].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die Eruption der Voragine, die am 26. Juni mit der Förderung eines Lavastroms so richtig begann und sich am 05. Juli durch Öffnung einer eruptiven Spalte noch einmal deutlich verstärkte, fand am 07. Juli ein abruptes Ende. Der Tremor fiel rapide ab, was eher ungewöhnlich ist und normalerweise nur bei einem Paroxysmus geschieht. Möglicherweise war die Aktivität vom 05. bis 07. Juli eine Art langgestreckte paroxysmale Phase, die freilich längst nicht so heftig, wie die üblichen Paroxysmen ausfiel. Es wurde zwar ordentlich Asche emittiert, jedoch war das meiste Material alt und dem Umstand geschuldet, dass sich die Spalte durch den Intrakraterkegel von 2024 zog, der aus viel lockerem Material aufgebaut ist.
Da nicht besonders viel frisches Material freigesetzt wurde und der Tremor wieder so rasch abfiel, vermute ich, dass noch reichlich Magma unter dem Berg zur Verfügung steht und weitere eruptive Phasen folgen werden. Auch die Kohlendioxidemissionen sind immer noch sehr hoch. Sie sind soger noch höher als vor der Eruption, was ungewöhnlich ist. Dies zeigt, dass viel Magma in der Tiefe eintrifft und dort entgast. Auch die Rate der Heliumisotope deutet auf frisch aufsteigendes Magma hin. Früher oder später wird dies eruptieren. Dass die Magmasäule noch hoch steht, sieht man auch an der Bocca Nuova, die milde explosive Aktivität zeigt.
Somit rechne ich persönlich damit, dass es früher oder später zu neuer eruptiver Aktivität kommen wird. Es ist gut möglich, dass dies wieder an der Voragine passieren wird.
In der vergangenen Woche zeigten lichtstarke Webcams anfangs noch schwachen, sporadisch auftretenden Glutschein über der Voragine. Später waren lediglich anhaltende, aber schwache Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurde anhaltend mäßig Gas emittiert. Zeitweise wurde vom nordwestlichen Schlot auch etwas bräunliche Asche freigesetzt. Am Südostkraterkomplex setzten Fumarolen im nördlichen Abschnitt des Neuen Südostkraters etwas Gas frei. Am Nordostkrater waren die Gasemissionen meist kräftig.
Wie das INGV berichtet wurde bei einem Besuch der Gipfelkrater am 11. Juli im nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova explosive Aktivität beobachtet. Diese blieb jedoch auf das Innere des Kraters beschränkt. Zeitweise wurde dabei auch Asche emittiert [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli eine Deformation von 0,5 Mikroradiant, die sich am 07. Juli ereignete. An der dilatometrische Station DRUV wurde am 07. Juli eine Kompression von 30 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 06. bis 12. Juli eine stark schwankte Anzahl an Ereignissen, was hauptsächlich durch starken Wind verursacht wurde. Quelle der Ereignisse war meist der Nordostkrater. Bis 07. Juli war auch die Voragine bedingt durch die eruptive Aktivität beteiligt. Am 11. Juli generierte auch die Bocca Nuova verstärkt Infraschallereignisse [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau, unterlagen dabei einem steigenden Trend und erreichten zum Ende des Zeitraums hohes Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 09. Juli bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.65 höher als bei der letzten Messung im Juni. Der Messwert lag weiterhin auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich kräftige langperiodische Signale, sowie mehrfach kurze Phasen von stärkerem Rauschen, sowie schwache Explosionssignale.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche auf mittlerem Niveau [2].
Am 12. und 13. Juli kam es zu mehreren schwachen Beben bei Bronte (Nordwestflanke). Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.6. Am 16.07. wurde westlich von Ragalna (Südflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.8 registriert [3].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die Eruption der Voragine, die am 26. Juni mit der Förderung eines Lavastroms so richtig begann und sich am 05. Juli durch Öffnung einer eruptiven Spalte noch einmal deutlich verstärkte, fand am 07. Juli ein abruptes Ende. Der Tremor fiel rapide ab, was eher ungewöhnlich ist und normalerweise nur bei einem Paroxysmus geschieht. Möglicherweise war die Aktivität vom 05. bis 07. Juli eine Art langgestreckte paroxysmale Phase, die freilich längst nicht so heftig, wie die üblichen Paroxysmen ausfiel. Es wurde zwar ordentlich Asche emittiert, jedoch war das meiste Material alt und dem Umstand geschuldet, dass sich die Spalte durch den Intrakraterkegel von 2024 zog, der aus viel lockerem Material aufgebaut ist.
Da nicht besonders viel frisches Material freigesetzt wurde und der Tremor wieder so rasch abfiel, vermute ich, dass noch reichlich Magma unter dem Berg zur Verfügung steht und weitere eruptive Phasen folgen werden. Auch die Kohlendioxidemissionen sind immer noch sehr hoch. Sie sind soger noch höher als vor der Eruption, was ungewöhnlich ist. Dies zeigt, dass viel Magma in der Tiefe eintrifft und dort entgast. Auch die Rate der Heliumisotope deutet auf frisch aufsteigendes Magma hin. Früher oder später wird dies eruptieren. Dass die Magmasäule noch hoch steht, sieht man auch an der Bocca Nuova, die milde explosive Aktivität zeigt.
Somit rechne ich persönlich damit, dass es früher oder später zu neuer eruptiver Aktivität kommen wird. Es ist gut möglich, dass dies wieder an der Voragine passieren wird.
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10. Juli 2026
Am 07. Juli endete die eruptive Aktivität an der Voragine, begleitet von einem kräftigen Rückgang des Tremors. Während den letzten Tagen ist der Tremor allerdings wieder
gestiegen.
Während der Nacht vom 06. auf den 07. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an mehreren Schloten zwischen Voragine und Nordostkrater an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mehrere hundert Meter hoch geschleudert. Insbesondere der auf dem Kegel der Voragine sitzende Schlot produzierte dabei auch größere Mengen Asche. Diese wurde vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung verfrachtet.
Am Morgen zeigte sich nach Sonnenaufgang an den Schloten ein Wechsel zwischen Emissionen von dunkler Asche und von Gas. Die strombolianischen Explosionen traten nicht mehr kontinuierlich auf und die Menge an Asche war deutlich reduziert. Im Laufe des Nachmittags wurde dann nur noch Gas und Dampf, vermischt mit etwas Asche freigesetzt. Gleichzeitig ging der Tremor rapide zurück.
Bis zum Abend des 07. Juli behinderten Wolken die weitere Beobachtung der Gipfelregion. Nach Sonnenuntergang war dort kein Glutschein mehr zu sehen. Seit dem Morgen des 08. Juli waren an der Voragine nur noch Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurden aus dem nordwestlichen Schlot sporadisch geringe Mengen bräunlicher Asche emittiert. Am Nordostkrater zeigte sich anhaltende Gasemission.
Wie das INGV berichtet hatte der Lavastrom, der zwischen dem 26. Juni und 04. Juli an der oberen Ostflanke des Ätna gefördert wurde eine maximale Länge von 1,2 Km. Seine am weitesten fortgeschrittene Front hatte 2605 m hohes Gelände erreicht. Sein Volumen wurde auf 260.000 m3 geschätzt.
Wie weiter berichtet wird, hatte sich am Morgen des 05. Juli eine eruptive Spalte zwischen der Voragine und dem Nordostkrater geöffnet. Sie strich in Nord-Nordöstliche Richtung und besaß mehrere eruptive Schlote. Die höheren, zur Seite der Voragine befindlichen Schlote setzten dabei kräftig und anhaltend Asche frei. Die tiefer liegenden Schlote zeigten unterdessen strombolianische Aktivität und nährten einen Lavastrom. Dieser hatte eine Länge von 180 m und ergoss sich in den Nordostkrater [1].
Am 07. Juli teilte das INGV mit, dass die eruptive Aktivität an der Voragine zu Ende gegangen war. Der Tremor war deutlich zurück gegangen und seine Quelle lag östlich der Voragine auf einer Höhe zwischen 2500 und 2800 m. Die Infraschallaktivität war niedrig und konzentrierte sich auf den Nordostkrater. Die Daten der Bodendeformations- bzw. Dilatometriestationen zeigten einen Rückgang der Inflation des Vulkangebäudes [2].
Am 05. Juli zeigte die klinometrische Station ECP zwischen 07:45 Uhr und 10:30 Uhr, während der Anfangsphase der neuen Aktivität der Voragine, eine Veränderung der Hangneigung von 0,2 Mikrostrain. Ansonsten kam es zu keiner signifikanten Veränderung [1].
Am 05. Juli ab 07:45 Uhr begann an der dilatometrischen Station DRUV eine allmähliche Dekompression, die während den nachfolgenden Stunden wieder nachließ. Es wurde insgesamt eine Veränderung von 20 Nanostrain gemessen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse schwankte in der letzten Woche zwischen niedrigen und hohem Niveau. Zunächst war die Quelle der Nordostkrater. Ab dem 02. Juli kam die Voragine als weitere Quelle hinzu. Die Amplitude der Ereignisse war zunächst niedrig. Ab dem 02. Juli waren die Ereignisse in der Voragine energiereicher. Am 05. Juli wurden vereinzelt auch hohe Amplituden gemessen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen vom 29.06. bis 02.07. zu und erreichten zunächst mittlers Niveau. Ab dem 05. Juli kam es zu einer weiteren Steigerung und die Werte bewegten sich im hohen Abschnitt mittleren Niveaus.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen zwischen dem 29.06. und 05.07. zu und erreichten knapp hohes Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der letzten Woche zunächst noch von starkem Rauschen durch erhöhten Tremor dominiert. Ab dem 08. Juli zeigten sich häufig langperiodische Signale oder kurze Phasen verstärkten Rauschens [3].
Der Tremor bewegte sich vom 06. auf den 07. Juli auf hohem Niveau und stieg zunächst wieder etwas an, fiel dann jedoch ab den Mittagsstunden des 07. Juli rapide ab und erreichte schnell niedriges Niveau. Am Abend begann er wieder bis auf mittleres Niveau zu steigen. An den nachfolgenden Tagen setzte sich der allmähliche Anstieg fort und am 10. Juli lag der Tremor nur noch knapp unterhalb der Grenze zu hohem Niveau [3].
Während der Nacht vom 06. auf den 07. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an mehreren Schloten zwischen Voragine und Nordostkrater an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mehrere hundert Meter hoch geschleudert. Insbesondere der auf dem Kegel der Voragine sitzende Schlot produzierte dabei auch größere Mengen Asche. Diese wurde vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung verfrachtet.
Am Morgen zeigte sich nach Sonnenaufgang an den Schloten ein Wechsel zwischen Emissionen von dunkler Asche und von Gas. Die strombolianischen Explosionen traten nicht mehr kontinuierlich auf und die Menge an Asche war deutlich reduziert. Im Laufe des Nachmittags wurde dann nur noch Gas und Dampf, vermischt mit etwas Asche freigesetzt. Gleichzeitig ging der Tremor rapide zurück.
Bis zum Abend des 07. Juli behinderten Wolken die weitere Beobachtung der Gipfelregion. Nach Sonnenuntergang war dort kein Glutschein mehr zu sehen. Seit dem Morgen des 08. Juli waren an der Voragine nur noch Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurden aus dem nordwestlichen Schlot sporadisch geringe Mengen bräunlicher Asche emittiert. Am Nordostkrater zeigte sich anhaltende Gasemission.
Wie das INGV berichtet hatte der Lavastrom, der zwischen dem 26. Juni und 04. Juli an der oberen Ostflanke des Ätna gefördert wurde eine maximale Länge von 1,2 Km. Seine am weitesten fortgeschrittene Front hatte 2605 m hohes Gelände erreicht. Sein Volumen wurde auf 260.000 m3 geschätzt.
Wie weiter berichtet wird, hatte sich am Morgen des 05. Juli eine eruptive Spalte zwischen der Voragine und dem Nordostkrater geöffnet. Sie strich in Nord-Nordöstliche Richtung und besaß mehrere eruptive Schlote. Die höheren, zur Seite der Voragine befindlichen Schlote setzten dabei kräftig und anhaltend Asche frei. Die tiefer liegenden Schlote zeigten unterdessen strombolianische Aktivität und nährten einen Lavastrom. Dieser hatte eine Länge von 180 m und ergoss sich in den Nordostkrater [1].
Am 07. Juli teilte das INGV mit, dass die eruptive Aktivität an der Voragine zu Ende gegangen war. Der Tremor war deutlich zurück gegangen und seine Quelle lag östlich der Voragine auf einer Höhe zwischen 2500 und 2800 m. Die Infraschallaktivität war niedrig und konzentrierte sich auf den Nordostkrater. Die Daten der Bodendeformations- bzw. Dilatometriestationen zeigten einen Rückgang der Inflation des Vulkangebäudes [2].
Am 05. Juli zeigte die klinometrische Station ECP zwischen 07:45 Uhr und 10:30 Uhr, während der Anfangsphase der neuen Aktivität der Voragine, eine Veränderung der Hangneigung von 0,2 Mikrostrain. Ansonsten kam es zu keiner signifikanten Veränderung [1].
Am 05. Juli ab 07:45 Uhr begann an der dilatometrischen Station DRUV eine allmähliche Dekompression, die während den nachfolgenden Stunden wieder nachließ. Es wurde insgesamt eine Veränderung von 20 Nanostrain gemessen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse schwankte in der letzten Woche zwischen niedrigen und hohem Niveau. Zunächst war die Quelle der Nordostkrater. Ab dem 02. Juli kam die Voragine als weitere Quelle hinzu. Die Amplitude der Ereignisse war zunächst niedrig. Ab dem 02. Juli waren die Ereignisse in der Voragine energiereicher. Am 05. Juli wurden vereinzelt auch hohe Amplituden gemessen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen vom 29.06. bis 02.07. zu und erreichten zunächst mittlers Niveau. Ab dem 05. Juli kam es zu einer weiteren Steigerung und die Werte bewegten sich im hohen Abschnitt mittleren Niveaus.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen zwischen dem 29.06. und 05.07. zu und erreichten knapp hohes Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der letzten Woche zunächst noch von starkem Rauschen durch erhöhten Tremor dominiert. Ab dem 08. Juli zeigten sich häufig langperiodische Signale oder kurze Phasen verstärkten Rauschens [3].
Der Tremor bewegte sich vom 06. auf den 07. Juli auf hohem Niveau und stieg zunächst wieder etwas an, fiel dann jedoch ab den Mittagsstunden des 07. Juli rapide ab und erreichte schnell niedriges Niveau. Am Abend begann er wieder bis auf mittleres Niveau zu steigen. An den nachfolgenden Tagen setzte sich der allmähliche Anstieg fort und am 10. Juli lag der Tremor nur noch knapp unterhalb der Grenze zu hohem Niveau [3].
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06. Juli 2026
Die strombolianische Aktivität aus mehreren Schloten zwischen Voragine und Nordostkrater dauerte heute an. Die Ascheemissionen haben etwas nachgelassen und der
Tremor ist gefallen.
Während der Nacht auf den 06. Juli konnte man über die Webcams gut erkennen, dass zwischen Voragine und Nordostkrater mehrere Schlote strombolianisch aktiv waren. Sie schleuderten das glühende pyroklastische Material mehrere hundert Meter in die Höhe. Vieles davon ging im Nordostkrater nieder. Dabei wurde auch weiterhin viel Asche produziert. Sie zog in südliche bis südöstliche Richtung und sorgte für Ascheregen an den Flanken des Ätna. Bis heute Morgen hatte sich z.B. im Gebiet des Rifugio Sapienza eine diskontinuierliche Ascheschicht von ca. 0,5 - 1 cm Höhe ausgebildet.
Heute Morgen dauerte die strombolianische Aktivität unverändert an. An der Südwestflanke auf ca. 1800 m Höhe konnte ich im Sekundentakt Explosionsgeräusche wahrnehmen. Dabei wurde weiterhin kräftig und anhaltend dunkle Asche aus der Voragine emittiert. Dies beeinträchtigte auch den Flugverkehr immer noch stark und der Internationale Flughafen von Catania blieb bis heute Mittag geschlossen. Begleitet von einer leichten, aber allmählichen Abschwächung des Tremors, gingen die Aschefreisetzungen ab dem Nachmittag zurück und waren eher pulsartig.
Der Tremor ging im Laufe des heutigen Tages langsam, aber anhaltend zurück. Am Abend stabilisierte er sich wieder, liegt aber immer noch auf hohem Niveau [1].
Während der Nacht auf den 06. Juli konnte man über die Webcams gut erkennen, dass zwischen Voragine und Nordostkrater mehrere Schlote strombolianisch aktiv waren. Sie schleuderten das glühende pyroklastische Material mehrere hundert Meter in die Höhe. Vieles davon ging im Nordostkrater nieder. Dabei wurde auch weiterhin viel Asche produziert. Sie zog in südliche bis südöstliche Richtung und sorgte für Ascheregen an den Flanken des Ätna. Bis heute Morgen hatte sich z.B. im Gebiet des Rifugio Sapienza eine diskontinuierliche Ascheschicht von ca. 0,5 - 1 cm Höhe ausgebildet.
Heute Morgen dauerte die strombolianische Aktivität unverändert an. An der Südwestflanke auf ca. 1800 m Höhe konnte ich im Sekundentakt Explosionsgeräusche wahrnehmen. Dabei wurde weiterhin kräftig und anhaltend dunkle Asche aus der Voragine emittiert. Dies beeinträchtigte auch den Flugverkehr immer noch stark und der Internationale Flughafen von Catania blieb bis heute Mittag geschlossen. Begleitet von einer leichten, aber allmählichen Abschwächung des Tremors, gingen die Aschefreisetzungen ab dem Nachmittag zurück und waren eher pulsartig.
Auf diesem Webcam-Foto von heute Morgen kann man mehrere Stellen erkennen aus denen glühendes Material ausgeworfen wird. Sie erstrecken sich von der Voragine
(links) zum Nordostkrater (rechts):

Foto vom 06.07.2026, 05:15 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus südwestlicher Richtung (Gebiet Galvarina Hütte). Die Asche steigt mehrere 1000 m empor bevor sie in südöstliche Richtung verfrachtet wird:

06.07.2026, 12:58 Uhr
Die Aschewolke zieht in südöstliche bis südliche Richtung und damit direkt auf Catania und den Flughafen zu:

06.07.2026, 08:29 Uhr

Foto vom 06.07.2026, 05:15 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus südwestlicher Richtung (Gebiet Galvarina Hütte). Die Asche steigt mehrere 1000 m empor bevor sie in südöstliche Richtung verfrachtet wird:

06.07.2026, 12:58 Uhr
Die Aschewolke zieht in südöstliche bis südliche Richtung und damit direkt auf Catania und den Flughafen zu:

06.07.2026, 08:29 Uhr
Der Tremor ging im Laufe des heutigen Tages langsam, aber anhaltend zurück. Am Abend stabilisierte er sich wieder, liegt aber immer noch auf hohem Niveau [1].
05. Juli 2026
Heute kam es bei der Eruption an der Voragine zu einer großen Veränderung. Aus dem nördlichen Abschnitt der Voragine wird kräftig und anhaltend
Asche emittiert. Der Tremor ist weiter gestiegen und liegt auf hohem Niveau.
In der vergangenen Nacht dauerte die lebhafte strombolianische Aktivität an der Ostflanke der Voragine weiter an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mindestens 100 m empor geschleudert und regnete auf die Flanke des Zentralkraterkegels nieder.
Nach Sonnenaufgang zeigten sich bis ca. 08:15 Uhr moderate Emissionen von bräunlicher Asche an dem östlichen Schlot der Voragine. Nach einem schnellen Abfall des Tremors auf mittleres Niveau, setzten gegen 08:30 Uhr Emissionen von Gas und bräunlicher Asche aus dem nördlichen Bereich der Voragine (zum Nordostkrater hin) ein. Diese Emissionen steigerten sich schnell und gingen bald in die Freisetzung dunkler Aschewolken über. Es entwickelte sich eine dunkle Eruptionssäule aus Gas und Asche, die vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung getrieben wurde. Leichter Ascheregen ging auf die obere bis mittlere Süd- bis Südostflanke des Ätna nieder. Gleichzeitig mit den einsetzenden Ascheemissionen stieg der Tremor wieder rapide auf hohes Niveau. Die Aschefreisetzungen wurden von einem lauten Geräusch, ähnlich eines startenden Düsenflugzeugs begleitet. Während der östliche Schlot der Voragine nur zeitweise Asche freisetzte, wurde anhaltend und reichlich Asche aus dem Gebiet zwischen Voragine und Nordostkrater emittiert. Bilder der Cagliato-Wärmebildkamera zeigten, dass dort auch anhaltend heißes Material ausgeworfen wurde. Im Gegensatz dazu waren am östlichen Schlot der Voragine keine intensiven thermischen Anomalien mehr erkennbar.
Die Ascheemissionen dauerten auch heute Abend immer noch an und führten zu massiven Behinderungen am internationalen Flughafen von Catania. Der Lavastrom vom Schlot auf 3030 m war heute inaktiv und am Abkühlen.
Nach Angaben des INGV ging die Förderung von Lava an dem Schlot auf 3030 m Höhe am 04. Juli zu Ende. Zuvor hatte sich am 02. Juli noch ein weiterer effusiver Schlot oberhalb des bisher aktiven geöffnet und einen kleinen, ca. 100 m langen Lavastrom freigesetzt.
Wie weiter berichtet wird lag die Quelle des Tremors heute unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe. Signifikante Änderungen bei den Daten der Bodendeformationen wurden nicht beobachtet, jedoch wurde am heutigen Morgen an der klinometrischen Station ECPN eine Veränderung bei den Hangneigungsdaten von 0,3 Mikroradiant gemessen. An der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) wurde eine Zunahme der Ausdehnung von 8 Nanostrain gemessen [1].
In der vergangenen Nacht dauerte die lebhafte strombolianische Aktivität an der Ostflanke der Voragine weiter an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mindestens 100 m empor geschleudert und regnete auf die Flanke des Zentralkraterkegels nieder.
Nach Sonnenaufgang zeigten sich bis ca. 08:15 Uhr moderate Emissionen von bräunlicher Asche an dem östlichen Schlot der Voragine. Nach einem schnellen Abfall des Tremors auf mittleres Niveau, setzten gegen 08:30 Uhr Emissionen von Gas und bräunlicher Asche aus dem nördlichen Bereich der Voragine (zum Nordostkrater hin) ein. Diese Emissionen steigerten sich schnell und gingen bald in die Freisetzung dunkler Aschewolken über. Es entwickelte sich eine dunkle Eruptionssäule aus Gas und Asche, die vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung getrieben wurde. Leichter Ascheregen ging auf die obere bis mittlere Süd- bis Südostflanke des Ätna nieder. Gleichzeitig mit den einsetzenden Ascheemissionen stieg der Tremor wieder rapide auf hohes Niveau. Die Aschefreisetzungen wurden von einem lauten Geräusch, ähnlich eines startenden Düsenflugzeugs begleitet. Während der östliche Schlot der Voragine nur zeitweise Asche freisetzte, wurde anhaltend und reichlich Asche aus dem Gebiet zwischen Voragine und Nordostkrater emittiert. Bilder der Cagliato-Wärmebildkamera zeigten, dass dort auch anhaltend heißes Material ausgeworfen wurde. Im Gegensatz dazu waren am östlichen Schlot der Voragine keine intensiven thermischen Anomalien mehr erkennbar.
Die Ascheemissionen dauerten auch heute Abend immer noch an und führten zu massiven Behinderungen am internationalen Flughafen von Catania. Der Lavastrom vom Schlot auf 3030 m war heute inaktiv und am Abkühlen.
Nach Angaben des INGV ging die Förderung von Lava an dem Schlot auf 3030 m Höhe am 04. Juli zu Ende. Zuvor hatte sich am 02. Juli noch ein weiterer effusiver Schlot oberhalb des bisher aktiven geöffnet und einen kleinen, ca. 100 m langen Lavastrom freigesetzt.
Wie weiter berichtet wird lag die Quelle des Tremors heute unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe. Signifikante Änderungen bei den Daten der Bodendeformationen wurden nicht beobachtet, jedoch wurde am heutigen Morgen an der klinometrischen Station ECPN eine Veränderung bei den Hangneigungsdaten von 0,3 Mikroradiant gemessen. An der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) wurde eine Zunahme der Ausdehnung von 8 Nanostrain gemessen [1].
Dieses Webcam-Foto von heute Morgen zeigt die verschiedenen Stellen, an denen Asche emittiert wird. Die linke, untere Aschewolke stammt vom Schlot an der Ostflanke
der Voragine. Die andere Aschewolke darüber wird aus einem Gebiet zwischen Voragine und Nordostkrater emittiert:

Foto vom 05.07.2026, 08:54 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus der Voragine vom La Montagnola (Südflanke) aus:

05.07.2026, 10:40 Uhr
Zoom auf die Basis der Aschesäule von Süden aus:

05.07.2026, 10:41 Uhr
Gas und Asche werden vom Wind als lange Fahne nach Südosten getrieben:

05.07.2026, 11:13 Uhr
Der Tremor stieg nach einem rapiden Abfall am heutigen Morgen auf mittleres Niveau wieder rapide an. Inzwischen hat er sich auf hohem Niveau stabilisiert und ist so
hoch, wie noch nie während dieser Eruptionsphase [2].
Foto vom 05.07.2026, 08:54 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus der Voragine vom La Montagnola (Südflanke) aus:

05.07.2026, 10:40 Uhr
Zoom auf die Basis der Aschesäule von Süden aus:

05.07.2026, 10:41 Uhr
Gas und Asche werden vom Wind als lange Fahne nach Südosten getrieben:

05.07.2026, 11:13 Uhr
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04. Juli 2026
Heute hat sich die strombolianische Aktivität an der Voragine weiter verstärkt. Dagegen hat sich der Lavastrom im Valle del Leone deutlich
abgeschwächt. Der Tremor ist weiter gestiegen.
Während der Nacht auf den 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot der Voragine an. Auch war der Lavastrom weiterhin aktiv. Allerdings behinderten Wolken häufig die Beobachtung.
Am Morgen und am Vormittag des 04. Juli konnte ich zeitweise schwarze, fingerförmige Aschewolken (Tephrafinger) erkennen, die von dem explosiven Schlot freigesetzt wurden. Gleichzeitig kam es zum Auswurf größerer Bomben. Dabei waren mindestens zwei verschiedene Öffnungen innerhalb des Schlots aktiv. Der Wind trieb die Wolken in südliche Richtung, wo sie an der oberen Südflanke für leichten Ascheregen sorgten. Dazwischen gab es Phasen mit regelmäßigen strombolianischen Explosionen, die weitgehend frei von Asche waren. Vereinzelt gab es auch sehr laute Detonationen, die an der Südflanke bis hinunter auf mindestens 2000 m hörbar waren.
Am Abend des 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an. Dabei wurde das glühende Material über 100 m empor geschleudert. Ein ständiger Regen aus glühendem pyroklastischem Material ging auf die Ostflanke der Voragine nieder. Unterdessen war der Lavastrom im oberen Valle del Leone deutlich abgeschwächt und zeigte nur noch an wenigen Stellen Glutschein.
Der Tremor unterlag in den vergangenen 24 Stunden weiterhin einem steigenden Trend und bewegt sich unter Schwankungen auf hohem Niveau [1].
Während der Nacht auf den 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot der Voragine an. Auch war der Lavastrom weiterhin aktiv. Allerdings behinderten Wolken häufig die Beobachtung.
Am Morgen und am Vormittag des 04. Juli konnte ich zeitweise schwarze, fingerförmige Aschewolken (Tephrafinger) erkennen, die von dem explosiven Schlot freigesetzt wurden. Gleichzeitig kam es zum Auswurf größerer Bomben. Dabei waren mindestens zwei verschiedene Öffnungen innerhalb des Schlots aktiv. Der Wind trieb die Wolken in südliche Richtung, wo sie an der oberen Südflanke für leichten Ascheregen sorgten. Dazwischen gab es Phasen mit regelmäßigen strombolianischen Explosionen, die weitgehend frei von Asche waren. Vereinzelt gab es auch sehr laute Detonationen, die an der Südflanke bis hinunter auf mindestens 2000 m hörbar waren.
Am Abend des 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an. Dabei wurde das glühende Material über 100 m empor geschleudert. Ein ständiger Regen aus glühendem pyroklastischem Material ging auf die Ostflanke der Voragine nieder. Unterdessen war der Lavastrom im oberen Valle del Leone deutlich abgeschwächt und zeigte nur noch an wenigen Stellen Glutschein.
Dieses Foto, das ich am Abend des 03. Juli vom Piano Vetore (Südflanke) aus machen konnte, zeigt eine der strombolianischen Explosionen am Schlot der Voragine.
Dieser liegt von diesem Blickwinkel aus hinter dem Kegel und ist nicht einsehbar:

03.07.2026, 21:12 Uhr
Auf diesem Foto, das ich am Vormittag des 04. Juli von der Westflanke des Monte Barbagallo (Südflanke) aus machen konnte, kann man die schwarzen Aschewolken erkennen, die unter Getöse aus dem Schlot empor schießen. Dabei werden auch größere Bomben emittiert:

04.07.2026, 11:51 Uhr

03.07.2026, 21:12 Uhr
Auf diesem Foto, das ich am Vormittag des 04. Juli von der Westflanke des Monte Barbagallo (Südflanke) aus machen konnte, kann man die schwarzen Aschewolken erkennen, die unter Getöse aus dem Schlot empor schießen. Dabei werden auch größere Bomben emittiert:

04.07.2026, 11:51 Uhr
Der Tremor unterlag in den vergangenen 24 Stunden weiterhin einem steigenden Trend und bewegt sich unter Schwankungen auf hohem Niveau [1].
03. Juli 2026
Auch in den letzten Tagen wurde weiterhin Lava an der oberen Ostflanke des Ätna gefördert. An der Voragine hat sich die strombolianische Aktivität
deutlich verstärkt. Der Tremor hat hohes Niveau erreicht.
Während den vergangenen vier Tagen war der kurze Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna weiterhin aktiv. Der Schlot an der Ostflanke der Voragine setzte am 30. Juni vorübergehend verstärkt Asche frei. Häufig konnte ich das eruptive Geschehen jedoch am Tage über die Webcams nicht beobachten, da der Berg ständig in Wolken gehüllt war und es zu Gewittern kam. In den Nächten zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine nur gelegentlich, meist schwacher Glutschein. Während der Nacht auf den 02. Juli waren dann jedoch regelmäßig auftretende, milde strombolianische Explosionen zu erkennen.
Insgesamt schien sich auch die effusive Aktivität in den letzten Tagen des Juni etwas gesteigert zu haben. Während der letzten Nacht zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine lebhafte strombolianische Aktivität. Glühendes Material wurde dabei einige zig Meter in die Höhe geschleudert und regnete auf die Umgebung des Schlots herab. Gegen 23:45 Uhr war dann plötzlich ein neuer glühender Fleck zwischen dem effusiven Schlot und dem östlichen Schlot der Voragine erkennbar. Dieser vergrößerte sich in den nachfolgenden Stunden etwas. Offensichtlich hat sich hier ein weiterer effusiver Schlot geöffnet. Unterdessen dauerte die Förderung von Lava am effusiven Schlot auf 3030 m Höhe an. Am heutigen Morgen gegen 09:00 Uhr setzte dann am östlichen Schlot der Voragine leichte bis mäßige Emission von bräunlicher Asche ein. Wolken und neue Gewitter machten leider eine weitere Beobachtung bis zum Abend unmöglich.
An den übrigen Gipfelkratern zeigten sich in der letzten Woche nur die üblichen Gasemissionen, die nach wie vor am Nordostkrater am stärksten waren.
Wie das INGV am 02. Juli berichtete hat der Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna inzwischen 2620 m hohes Gelände erreicht. Er besteht aus mehreren Teilströmen, die sich überlagern und Lavafelder ausbilden. Die Tremorquelle blieb praktisch unverändert und auch die weiteren geophysikalischen Parameter zeigten keine signifikanten Veränderungen [2].
Laut INGV wurde am 21. Juni, bei einer Inspektion des Geländes an der östlichen Flanke der Voragine ein neues Frakturensystem entdeckt. Es stellte eine Verlängerung der Frakturen dar, die bereits im Dezember 2025 entstanden waren, und dehnte sich sowohl nach Südwesten, als auch nach Nordosten hin aus. Vorausgegangen waren dieser Entwicklung Kollapsereignisse an dem östlichen Schlot der Voragine, die am 10. Juni begannen und mit leichten Ascheemissionen verbunden waren.
Am 26. Juni dehnten sich diese Spalten weiter aus und verliefen auch Hang abwärts durch den oberen Abschnitt des Valle del Leone bis hinunter auf 3000 m Höhe, wo sie im Bereich der Kegel, die sich bei einer Eruption im Juli/August 2014 entwickelt hatten, endeten. Dort wurde dann ein effusiver Schlot entdeckt. Dieser setzte bis zum 27. Juni einen ca. 630 m langen Lavastrom frei und förderte bis dahin ca. 45.000 m3 Material. Am 30.06. wurde ein mittleres gefördertes Volumen von 60.000 m3 Lava errechnet. Die mittlere Förderrate betrug ca. 1,4 m3 (Fehler +/- 0,7 m3).
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Juni einen leichten Trend zur Inflation des Vulkangebäudes [1].
Die Signale der klinometrischen Stationen zeigten im Juni keine signifikanten Abweichungen der Hangneigung. Allerdings wurde an der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) am 24. und 26.06. eine Veränderung von 10 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Juni häufig durch schlechtes Wetter behindert. Während den guten Wetterphasen schwankte die Anzahl der Ereignisse zwischen niedrigem und hohem Niveau. Die Amplitude war meist niedrig. Die Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur vereinzelt die Voragine [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen in der zweiten Woche des Juni deutlich zu, fielen dann aber wieder auf mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen im Juni zunächst zu und gingen ab dem 15. Juni wieder zurück. Ab dem 21. Juni nahmen sie wieder zu und bewegten sich zuletzt auf mittlerem Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 15. Juni bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.61 ähnlich wie bei der Messung im Vormonat. Der Wert lag auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der vergangenen Woche durch das Rauschen des erhöhten Tremors überlagert [3].
Der Tremor nahm im Verlauf der vergangenen Woche weiter langsam zu und erreichte ab dem 30. Juni hohes Niveau. Seitdem bewegt er sich im unteren Abschnitt hohen Niveaus und unterliegt insgesamt einem weiterhin leicht steigenden Trend [3].
Die Quelle des Tremors lag im Juni unterhalb von Voragine und Nordostkrater auf einer Höhe zwischen 2000 und 3000 m [1].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die aktuelle Aktivität ähnelt der Eruption vom Dezember 2025, wobei diesmal der Nordostkrater nicht so stark involviert ist, aber dennoch tiefsitzende strombolianische Aktivität zeigt. Damals öffnete sich der explosive Schlot an der Ostflanke der Voragine und im Valle del Leone und auch im Valle del Bove waren effusive Schlote aktiv, die ca. 14 Tage lang ruhig Lava förderten. Dann ging die Eruption im Laufe des Januars wieder langsam zu Ende.
Ich vermute, dass sich diesmal ein ähnlicher Verlauf zeigen könnte. Aktuell ist die Eruption noch in Entwicklung und der Tremor am Steigen. Es ist gut möglich, dass sich die strombolianische Aktivität an der Voragine noch verstärkt und sich weitere effusive Schlote weiter Hang abwärts, innerhalb des Valle del Leone oder des Valle del Bove öffnen. Da das Spaltensystem auch in südwestliche Richtung verläuft, wäre auch eine Öffnung von Schloten im Gebiet zwischen Voragine/Bocca Nuova und Südostkrater oder weiter Hang abwärts möglich (ähnlich wie im August 2025).
Jederzeit kann sich die zurzeit noch relativ milde Aktivität aber auch in einen Paroxysmus der Voragine steigern, wie im Juli 2024. Da die Ostflanke der Voragine durch Kollaps und Frakturen bereits etwas instabil ist, könnte es auch passieren, dass es hier zu einer größeren Hangrutschung kommt. Dann muss mit pyroklastischen Strömen gerechnet werden, die auch das Valle del Bove erreichen können! Der Aufenthalt direkt am Lavastrom ist somit nicht ungefährlich. Spannende Zeiten für die Touristen (und Ätna-Nerds) vor Ort!
Während den vergangenen vier Tagen war der kurze Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna weiterhin aktiv. Der Schlot an der Ostflanke der Voragine setzte am 30. Juni vorübergehend verstärkt Asche frei. Häufig konnte ich das eruptive Geschehen jedoch am Tage über die Webcams nicht beobachten, da der Berg ständig in Wolken gehüllt war und es zu Gewittern kam. In den Nächten zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine nur gelegentlich, meist schwacher Glutschein. Während der Nacht auf den 02. Juli waren dann jedoch regelmäßig auftretende, milde strombolianische Explosionen zu erkennen.
Insgesamt schien sich auch die effusive Aktivität in den letzten Tagen des Juni etwas gesteigert zu haben. Während der letzten Nacht zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine lebhafte strombolianische Aktivität. Glühendes Material wurde dabei einige zig Meter in die Höhe geschleudert und regnete auf die Umgebung des Schlots herab. Gegen 23:45 Uhr war dann plötzlich ein neuer glühender Fleck zwischen dem effusiven Schlot und dem östlichen Schlot der Voragine erkennbar. Dieser vergrößerte sich in den nachfolgenden Stunden etwas. Offensichtlich hat sich hier ein weiterer effusiver Schlot geöffnet. Unterdessen dauerte die Förderung von Lava am effusiven Schlot auf 3030 m Höhe an. Am heutigen Morgen gegen 09:00 Uhr setzte dann am östlichen Schlot der Voragine leichte bis mäßige Emission von bräunlicher Asche ein. Wolken und neue Gewitter machten leider eine weitere Beobachtung bis zum Abend unmöglich.
An den übrigen Gipfelkratern zeigten sich in der letzten Woche nur die üblichen Gasemissionen, die nach wie vor am Nordostkrater am stärksten waren.
Dieses Webcam-Foto zeigt links eine strombolianische Explosion aus dem Schlot an der Voragine, ganz rechts den Lavastrom aus dem effusiven Schlot auf 3030 m Höhe
und dazwischen einen neuen glühenden Fleck. Er entstand wenige Minuten zuvor und dürfte durch die Öffnung eines weiteren Schlots verursacht sein:

Foto vom 02.07.2026, 23:45 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto konnte ich heute an der Südflanke unterhalb des Monte Vetore auf der SP92, aus einem Bus heraus machen. Es zeigt links den Zentralkraterkegel (weiß vom Graupel der letzten Gewitter) und rechts davon den Südostkrater. Rechts oberhalb des Zentralkraterkegels kann man eine kleine graue Aschewolke erkennen, die sich unter die Gas- und Wetterwolken gemischt hat. Sie wird vom östlichen Schlot der Voragine freigesetzt:

03.07.2026, 09:37 Uhr

Foto vom 02.07.2026, 23:45 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto konnte ich heute an der Südflanke unterhalb des Monte Vetore auf der SP92, aus einem Bus heraus machen. Es zeigt links den Zentralkraterkegel (weiß vom Graupel der letzten Gewitter) und rechts davon den Südostkrater. Rechts oberhalb des Zentralkraterkegels kann man eine kleine graue Aschewolke erkennen, die sich unter die Gas- und Wetterwolken gemischt hat. Sie wird vom östlichen Schlot der Voragine freigesetzt:

03.07.2026, 09:37 Uhr
Wie das INGV am 02. Juli berichtete hat der Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna inzwischen 2620 m hohes Gelände erreicht. Er besteht aus mehreren Teilströmen, die sich überlagern und Lavafelder ausbilden. Die Tremorquelle blieb praktisch unverändert und auch die weiteren geophysikalischen Parameter zeigten keine signifikanten Veränderungen [2].
Laut INGV wurde am 21. Juni, bei einer Inspektion des Geländes an der östlichen Flanke der Voragine ein neues Frakturensystem entdeckt. Es stellte eine Verlängerung der Frakturen dar, die bereits im Dezember 2025 entstanden waren, und dehnte sich sowohl nach Südwesten, als auch nach Nordosten hin aus. Vorausgegangen waren dieser Entwicklung Kollapsereignisse an dem östlichen Schlot der Voragine, die am 10. Juni begannen und mit leichten Ascheemissionen verbunden waren.
Am 26. Juni dehnten sich diese Spalten weiter aus und verliefen auch Hang abwärts durch den oberen Abschnitt des Valle del Leone bis hinunter auf 3000 m Höhe, wo sie im Bereich der Kegel, die sich bei einer Eruption im Juli/August 2014 entwickelt hatten, endeten. Dort wurde dann ein effusiver Schlot entdeckt. Dieser setzte bis zum 27. Juni einen ca. 630 m langen Lavastrom frei und förderte bis dahin ca. 45.000 m3 Material. Am 30.06. wurde ein mittleres gefördertes Volumen von 60.000 m3 Lava errechnet. Die mittlere Förderrate betrug ca. 1,4 m3 (Fehler +/- 0,7 m3).
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Juni einen leichten Trend zur Inflation des Vulkangebäudes [1].
Die Signale der klinometrischen Stationen zeigten im Juni keine signifikanten Abweichungen der Hangneigung. Allerdings wurde an der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) am 24. und 26.06. eine Veränderung von 10 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Juni häufig durch schlechtes Wetter behindert. Während den guten Wetterphasen schwankte die Anzahl der Ereignisse zwischen niedrigem und hohem Niveau. Die Amplitude war meist niedrig. Die Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur vereinzelt die Voragine [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen in der zweiten Woche des Juni deutlich zu, fielen dann aber wieder auf mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen im Juni zunächst zu und gingen ab dem 15. Juni wieder zurück. Ab dem 21. Juni nahmen sie wieder zu und bewegten sich zuletzt auf mittlerem Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 15. Juni bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.61 ähnlich wie bei der Messung im Vormonat. Der Wert lag auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der vergangenen Woche durch das Rauschen des erhöhten Tremors überlagert [3].
Der Tremor nahm im Verlauf der vergangenen Woche weiter langsam zu und erreichte ab dem 30. Juni hohes Niveau. Seitdem bewegt er sich im unteren Abschnitt hohen Niveaus und unterliegt insgesamt einem weiterhin leicht steigenden Trend [3].
Die Quelle des Tremors lag im Juni unterhalb von Voragine und Nordostkrater auf einer Höhe zwischen 2000 und 3000 m [1].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die aktuelle Aktivität ähnelt der Eruption vom Dezember 2025, wobei diesmal der Nordostkrater nicht so stark involviert ist, aber dennoch tiefsitzende strombolianische Aktivität zeigt. Damals öffnete sich der explosive Schlot an der Ostflanke der Voragine und im Valle del Leone und auch im Valle del Bove waren effusive Schlote aktiv, die ca. 14 Tage lang ruhig Lava förderten. Dann ging die Eruption im Laufe des Januars wieder langsam zu Ende.
Ich vermute, dass sich diesmal ein ähnlicher Verlauf zeigen könnte. Aktuell ist die Eruption noch in Entwicklung und der Tremor am Steigen. Es ist gut möglich, dass sich die strombolianische Aktivität an der Voragine noch verstärkt und sich weitere effusive Schlote weiter Hang abwärts, innerhalb des Valle del Leone oder des Valle del Bove öffnen. Da das Spaltensystem auch in südwestliche Richtung verläuft, wäre auch eine Öffnung von Schloten im Gebiet zwischen Voragine/Bocca Nuova und Südostkrater oder weiter Hang abwärts möglich (ähnlich wie im August 2025).
Jederzeit kann sich die zurzeit noch relativ milde Aktivität aber auch in einen Paroxysmus der Voragine steigern, wie im Juli 2024. Da die Ostflanke der Voragine durch Kollaps und Frakturen bereits etwas instabil ist, könnte es auch passieren, dass es hier zu einer größeren Hangrutschung kommt. Dann muss mit pyroklastischen Strömen gerechnet werden, die auch das Valle del Bove erreichen können! Der Aufenthalt direkt am Lavastrom ist somit nicht ungefährlich. Spannende Zeiten für die Touristen (und Ätna-Nerds) vor Ort!
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Etna. BOLLETTINO SETTIMANALE. SETTIMANA DI RIFERIMENTO 22/06/2026 - 28/06/2026
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