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Ätna Update (05.09. - 17.10.2014)

Dampfender Ätna

Aktuelle Informationen über die Tätigkeit des Vulkans


In Abhängigkeit von der Aktivität des Ätna, berichte ich hier in mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit über die neuesten Ereignisse an diesem prächtigen Vulkan. Diese Informationen stelle ich aus diversen Quellen, wie Institute bzw. Organisationen, Websites von Vulkanologen und eigenen Beobachtungen (meist über Webcams) zusammen. Die verwendeten Quellen werden jeweils am Ende einer Nachricht genannt. Alle Uhrzeiten sind in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ). Für die Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Updates kann ich leider keine Gewähr geben. Ich versuche jedoch immer so gründlich wie möglich zu arbeiten.
Planen Sie eine Reise zum Ätna? Dann beachten Sie unbedingt meine Seite mit den Reise- und Warnhinweisen. Hier gibt es viele Tipps und nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
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17. Oktober 2014

Während der letzten Woche dauerten die schwachen, sporadischen Emissionen von heißem Gas und Asche am Neuen Südostkrater an. Intensität und Häufigkeit dieser tiefsitzenden Explosionen schwankte von Tag zu Tag. Die seismische Aktivität war weiterhin etwas erhöht und der Tremor nahm leicht zu.

In der vergangenen Woche wirkten die Gasemissionen am Nordostkrater zunächst etwas stärker als an der Voragine. Später drehte sich die Windrichtung und die Gasemissionen aus Voragine/Bocca Nuova verhinderten eine längere Beobachtung des Gasaustritts aus dem Nordostkrater mittels Webcams. Die Gasemissionen aus der Bocca Nuova wirkten stärker als in der vergangenen Woche und waren manchmal mit geringen Mengen bräunlicher Asche durchsetzt. Sie konzentrierten sich auf den nordwestlichen bis zentralen Abschnitt des Gipfelkraters.
Am Neuen Südostkrater zeigte sich anhaltende, aber meist schwache Gasemission aus dem Gipfelbereich. Am 11.10. waren diese Emissionen gelegentlich mit geringen Mengen kalter, bräunlicher Asche durchsetzt. Sporadisch waren die Freisetzungen aber auch heiß und generierten nach Einbruch der Dunkelheit auf lichtstarken Webcams sogar ein wenig sichtbare Glut. Am 12. und 13.10. ebbten die Ascheemissionen deutlich ab, lebten am 14.10. jedoch wieder auf und waren erneut von gelegentlicher Freisetzung heißen Materials oder Gases begleitet. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch am 15. Oktober. Gestern verstärkten sich die Ascheemissionen noch etwas und wurden häufiger. Heute traten sie dagegen recht selten auf.

Dieses Webcam-Foto vom Abend des 11. Oktobers zeigt etwas Glut, verursacht durch die Emission von heißem Material oder Gas aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters:
Glutschein am Neuen Südostkrater
Foto vom 11.10.14, 20:04 Uhr: Webcam des L.A.V.E. auf dem Schiena dell'Asino.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 06.10. - 12.10. gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Spitzenemissionsraten erreichten lediglich am 09. und 10. Oktober Werte von bis zu 6.000 Tonnen SO2 pro Tag. Die Emissionsraten von Chlorwasserstoff waren geringfügig niedriger als letzte Woche [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station EBCN (Bocca Nuova) zeigten sich in der vergangenen Woche häufig schwache langperiodische Signale und gelegentlich auch kleine Explosionssignale. Häufigkeit und Intensität dieser Signale waren am 11. und 12.10. reduziert, steigerten sich ab dem 13.10. jedoch wieder. Der Tremor unterlag nur geringen Schwankungen und nahm insgesamt leicht zu [2].

Am 10.10. wurde im Gebiet südwestlich von Contrada Feliciosa (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.9 registriert. Am 11.10. kam es am Monte Lepre (Westflanke) zu einem Beben der Stärke 1.8. Am 12.10. ereignete sich südwestlich von Biancavilla (Südwestflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.9. Am 15.10. wurde nordwestlich von Tarderia (Südostflanke) ein Beben der Stärke 1.5 gemessen. [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2014. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 06/10/2014 - 12/10/2014
  2. INGV-Sezione di Catania. 2014. Home. TREMORE VULCANICO. ESLN
  3. INGV-Sezione di Catania. 2014. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


10. Oktober 2014

Nach einer Ruhephase von fast zwei Monaten ist der Neue Südostkrater in der vergangenen Woche wieder aus seinem Schlaf erwacht. Es kam zu sporadischen Emissionen von heißem Gas und geringen Mengen Asche, was auf tiefsitzende strombolianische Explosionen schließen lässt. Der Tremor blieb niedrig, jedoch war die seismische Aktivität weiterhin leicht erhöht.

Während der vergangenen Woche kam es an den Gipfelkratern des Ätna zunächst zu den üblichen Gasfreisetzungen, die sich auf Nordostkrater und Bocca Nuova/Voragine konzentrierten. Am Neuen Südostkrater waren die Gasfreisetzungen, die aus Fumarolen und einem Schlot im Gipfelbereich erfolgten, etwas stärker als in den Vorwochen. Touristen berichteten mir am 07.10. von Explosionsgeräuschen die möglicherweise vom Neuen Südostkrater verursacht wurden. Webcams zeigten am Morgen dieses Tages stärkere Gas- bzw. Dampfemission aus Bocca Nuova und Neuem Südostkrater, was eventuell aber auch auf höhere Luftfeuchtigkeit zurückgeführt werden kann. Manchmal sah es aber auch so aus, als würden die Gaswolken etwas graue Asche enthalten. Ab dem Vormittag behinderten Wolken die weitere Beobachtung der Gipfelregion.
Während der Nacht vom 07.10. auf den 08.10. waren dann über die Wärmebildkameras des INGV-OE sporadisch kleine, schwache thermische Anomalien über dem Gipfel des Neuen Südostkraters erkennbar, was auf die Freisetzungen von heißer Asche bzw. Gas schließen lässt. Nach Sonnenaufgang zeigten die Webcams dann immer wieder bescheidene, pulsartige Emissionen von Gas die mit bräunlich-grauer Asche durchsetzt waren. Sie wurden aus dem zentralen bis östlichen Gipfelbereich des Neuen Südostkraters freigesetzt und erreichten eine Höhe von mehreren hundert Metern über Grund; energiereichere Gasstöße führten dabei auch zur Bildung schöner Gasringe. Diese Emissionen dauerten bis zum Abend an und waren während der Nacht auf den 09.10. weiterhin über die Wärmebildkameras als schwache thermische Anomalien erkennbar. Glutschein konnte ich allerdings nicht ausmachen, auch nicht über lichtstarke Webcams.
Am 09.10. zeigte sich eine ähnliche Aktivität wie am Vortag, jedoch waren die thermischen Anomalien etwas stärker und konzentrierten sich dabei auf eine Stelle im oberen südöstlichen Gipfelbereich. Am Abend und in der vergangenen Nacht konnte ich dann nur noch sehr selten einige schwache thermische Anomalien beobachten. Nach Sonnenaufgang war am Gipfel des Neuen Südostkraters lediglich anhaltende, meist schwache Gasemission erkennbar. Manchmal mischte sich auch ein wenig bräunliche Asche unter die Gaswolken, energiereiche Freisetzungen waren heute allerdings nicht mehr erkennbar.

Dieses Webcam-Foto, das am Abend des 08. Oktobers entstand, zeigt eine der mit geringen Mengen Asche durchsetzten Gasemissionen des Neuen Südostkraters. Der energiereiche Gasstoß hat dabei zur Bildung eines Gasrings geführt:
Emission von Gas und etwas Asch aus Neuem Südostkrater
Foto vom 08.10.14, 17:45 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 29.09. - 05.10. niedriger als in der Vorwoche. Im Verlauf der Woche blieben die Messwerte auf niedrigem Niveau und auch die Spitzenemissionsraten hielten sich weiterhin unter 5.000 Tonnen SO2 pro Tag. Die Emissionsraten von Chlorwasserstoff waren ebenfalls niedriger als bei früheren Messungen [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station EBCN (Bocca Nuova) zeigten sich in der vergangenen Woche weiterhin schwache langperiodische Signale. Sie traten etwas häufiger auf als in der Vorwoche. Manchmal dauerten sie mehrere Minuten an und ähnelten schwachem Tremor. Selten waren auch schwache Explosionssignale erkennbar. Heute nahmen die Explosionssignale an Häufigkeit und Intensität zu. Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche nach wie vor auf niedrigem Niveau und unterlag nur geringen Schwankungen [2].

Am 03.10. wurde bei Santa Maria la Stella (Südostflanke) ein Beben der Stärke 2.3 registriert. Am 09.10. ereignete sich westlich von Paternò (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.6 [3].

Eigene Einschätzung der Lage/Entwicklung:
Nach den zahlreichen, teilweise sehr heftigen eruptiven Episoden (Paroxysmen) des Neuen Südostkraters im vergangenen Jahr, kam es in diesem Jahr lediglich zu wenigen, deutlich schwächeren, dafür jedoch viel länger andauernden eruptiven Phasen. Sie waren durch strombolianische Aktivität am Gipfel des Neuen Südostkraters und effusiver Aktivität an seinen Flanken charakterisiert. Die längste Phase dauerte dabei von Januar bis Anfang April, also gut drei Monate. Eine weitere trat im Juni auf und zeigte nur eine Woche lang nennenswerte Aktivität. Eine Ausnahme stellte die Eruption an der östlichen Basis des Nordostkraters dar, die vom 05. Juli bis 09. August anhielt. Diese ordne ich auch dem Neuen Südostkrater zu, denn seine Aktivität endete unmittelbar vor dem Anfang dieser Eruption und setzte nach ihrem Ende sofort wieder ein, was dafür spricht, dass das Magma in diesem Fall eine Schwächezone nutzte und sich an die östliche Basis des Nordostkraters "verirrte". Eine weitere eruptive Phase des Neuen Südostkraters dauerte vom 10. bis zum 15. August und war praktisch die Fortsetzung der vorausgegangenen Eruption.
Das veränderte Verhalten des Neuen Südostkraters, hin zu längeren und schwächeren eruptiven Episoden, führe ich zum einen auf einen geringeren Gasgehalt des Magmas zurück und zum anderen denke ich auch, dass die inzwischen doch gewaltige Größe und Höhe des Kegels die Aufstiegsmöglichkeiten des Magmas einschränkt. Dies sucht sich andere Wege und nutzt die Schwächezonen innerhalb des Kegels und tritt dadurch bevorzugt an seinen Südost- bzw. Ost-/Nordostflanken als Lavastrom aus. Nur das gasreichere Magma schafft es bis zum Gipfel, wo es dadurch zu strombolianischen Explosionen kommt. Da das Magma nicht schlagartig, wie bei einem Paroxysmus in Form einer Lavafontäne entgasen kann, wird der Druck im Inneren des Bergs nur langsam abgebaut und die Eruptionen dauern dadurch deutlich länger.
Wie geht es aber nun weiter? Nach knapp zwei Monaten Pause zeigten sich in der vergangenen Woche erste energiereichere Gasfreisetzungen, teilweise auch begleitet von schwachen Ascheemissionen. Dies lässt auf tiefsitzende strombolianische Explosionen schließen. Solche Erscheinungen kündigten in der vergangenen Zeit immer eruptive Episoden an. Manchmal dauerten diese Erscheinungen aber auch wochenlang an und wurden immer wieder von Ruhephasen unterbrochen, bis es endlich zu einer richtigen eruptiven Phase kam. Somit lässt sich nur schwer prognostizieren, wie lange es diesmal dauern wird bis kräftigere eruptive Aktivität einsetzt. Dies kann wenige Tage oder aber auch einige Wochen dauern. Spannend wird auch sein, welchen Weg sich diesmal das Magma sucht. Vielleicht steigt aber auch wieder einmal gasreicheres Magma auf und leitet eine neue Serie paroxysmaler eruptiver Episoden ein, so wie in den vergangenen Jahren. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Erdbeben in geringer Tiefe, die es in den letzten beiden Wochen an der Südostflanke des Ätna gab. Deuten sie etwa auf ein sich Aufblähen des Bergs hin? Dazu müsste es aber noch weitere Beben, besonders an der Ost- und Nordostflanke (Pernicana-Verwerfung) des Ätna geben.
Ich persönliche rechne auf jeden Fall mit sich allmählich steigender Aktivität am Neuen Südostkrater und einer neuen, vermutlich wieder länger andauernden aber schwachen eruptiven Phase die sich in den nächsten Tagen oder Wochen ereignen dürfte.

  1. INGV-Sezione di Catania. 2014. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 29/09/2014 - 05/10/2014
  2. INGV-Sezione di Catania. 2014. Home. TREMORE VULCANICO. ESLN
  3. INGV-Sezione di Catania. 2014. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


03. Oktober 2014

In der letzten Woche kam es am Ätna weiterhin zu ruhiger Gasfreisetzung. Allerdings blieb die seismische Aktivität etwas erhöht und konzentrierte sich auf die untere Südostflanke des Berges. Erneut zeigten sich auf den Seismogrammen der Gipfelregion wiederholt schwache langperiodische Signale.

In der vergangenen Woche kam es an den Gipfelkratern des Ätna wieder zu den gewohnten Gasemissionen. Sie konzentrierten sich auf Nordostkrater, Voragine und Bocca Nuova und wirkten am Nordostkrater stärker als an der Voragine. Am Neuen Südostkrater waren die Gasfreisetzungen weiterhin recht schwach, wurden ab dem 30.09. jedoch etwas intensiver.

Dieses Webcam-Foto zeigt die typische Gasemission an den Gipfelkratern des Ätna, wie sie in den vergangenen Wochen auftrat. Links die Gaswolken aus Bocca Nuova/Voragine und ganz rechts eine kleine Gassäule aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters:
Ruhige Gasfreisetzung an Bocca Nuova und Neuem Südostkrater
Foto vom 01.10.14, 10:06 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 22.09. - 28.09. ähnlich der Vorwoche. Im Verlauf der Woche zeigten sich stabile Messwerte die immer unterhalb von 5.000 Tonnen SO2 pro Tag lagen [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station EBCN (Bocca Nuova) zeigten sich in der vergangenen Woche wieder gelegentlich schwache langperiodische Signale. Manchmal dauerten sie mehrere Minuten an und ähnelten schwachem Tremor. Seit dem 01.10. treten auch gehäuft kürzere, aber etwas intensivere LP-Signale auf. Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche auf niedrigem Niveau und ist insgesamt ganz leicht gestiegen [2].

Am 26.09. wurde nordöstlich von Lavinaio (Südostflanke) ein Beben der Stärke 2.2 gemessen. In der gleichen Gegend ereignete sich am 30.09. ein Beben mit einer Magnitude von 2.1. Am 30.09. wurde auch bei Fleri (Südostflanke) ein Beben der Stärke 3.1 verzeichnet. All diese Beben fanden in sehr geringer Tiefe statt [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2014. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 22/09/2014 - 28/09/2014
  2. INGV-Sezione di Catania. 2014. Home. TREMORE VULCANICO. ESLN
  3. INGV-Sezione di Catania. 2014. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


26. September 2014

Auch die vergangene Woche verlief am Ätna sehr ruhig. Allerdings nahmen Anzahl und Intensität langperiodischer Signale etwas zu. Auch die seismische Aktivität hat sich in den letzten Tagen etwas verstärkt.

In der letzten Woche behinderten Wolken zeitweise die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden zeigte sich weiterhin verstärkte pulsartige Gasemission aus der Voragine. Am Nordostkrater wirkten die Gasfreisetzungen etwas intensiver als in der vergangenen Woche. Aus der Bocca Nuova wurde anhaltend Gas aus dem nordwestlichen bis zentralen Abschnitt emittiert. Am Neuen Südostkrater kam es weiterhin zu schwacher Gasemission aus einzelnen Fumarolen im Gipfelbereich.

Wie das INGV berichtet wurde der Neue Südostkrater am 19. September von INGV-Personal besucht. Dabei wurde festgestellt, dass die eruptiven Schlote im Gipfelbereich, die sich bei der jüngsten Aktivität im August gebildet  hatten, mit Schutt gefüllt waren. Während es dort zu passiver Gasfreisetzung kam, emittierten Fumarolenfelder an der Nordflanke des Neuen Südostkraters bzw. auf dem Grat zum alten Südostkrater ebenfalls Gas.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 15.09. - 21.09. etwas höher als in der Vorwoche. Im Verlauf der Woche zeigten sich stabile Messwerte die stets unter 5.000 Tonnen SO2 pro Tag lagen [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station EBCN (Bocca Nuova) zeigten sich in der vergangenen Woche weiterhin gelegentlich schwache langperiodische Signale. Am 24.09. und 25.09. hatte ihre Häufigkeit und Intensität vorübergehend leicht zugenommen.
Der Tremor bewegte sich auch in der vergangenen Woche auf niedrigem Niveau und unterlag nur geringen Schwankungen [2].

Am 20.09. wurde bei Milo (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.5 registriert. Am 23.09. kam es östlich der I due Monti (Nordflanke) zu einem Beben der Stärke 1.7. Am gleichen Tag wurde bei Sant'Alfio (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.5 gemessen. Am 25.09. kam es bei Fleri (Südostflanke) zu einem Beben das eine Magnitude von 3.3 erreichte [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2014. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 15/09/2014 - 21/09/2014
  2. INGV-Sezione di Catania. 2014. Home. TREMORE VULCANICO. ESLN
  3. INGV-Sezione di Catania. 2014. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


19. September 2014

In der letzten Woche blieb der Ätna sehr ruhig. Allerdings zeigten sich auf den Online-Seismogrammen erneut einige sehr schwache Explosionssignale. Tremor und seismische Aktivität hielten sich auf niedrigem Niveau.

Auch in der vergangenen Woche waren die Gasfreisetzungen an der Voragine stärker als am Nordostkrater. An der Bocca Nuova wurde vor allem aus dem nordwestlichen Abschnitt anhaltend Gas emittiert. Am alten und Neuen Südostkrater konnte ich schwache Gasemission aus Fumarolen im Gipfelbereich beobachten.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 08.09. - 14.09. etwas niedriger als in der Vorwoche. Im Verlauf der Woche zeigten sich stabile Werte. Lediglich am 09.09. waren die Messwerte mit Spitzenemissionsraten von über 7.000 Tonnen SO2 pro Tag etwas erhöht [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station EBCN (Bocca Nuova) waren auch in der vergangenen Woche gelegentlich schwache langperiodische Signale sichtbar. Sporadisch tauchten auch sehr schwache Explosionssignale auf.
Der Tremor ging nach einem leichten Anstieg der bis zum 12.09. dauerte, ab dem 13.09. wieder ein wenig zurück. Heute stieg er erneut geringfügig an. Nach wie vor bewegt er sich auf niedrigem Niveau [2].

Am 12.09. wurde nördlich von Belpasso (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.8 gemessen. Am 13.09. kam es westlich von Milo (Ostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2014. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 08/09/2014 - 14/09/2014
  2. INGV-Sezione di Catania. 2014. Home. TREMORE VULCANICO. ESLN
  3. INGV-Sezione di Catania. 2014. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


12. September 2014

Am Ätna zeigten sich in der vergangenen Woche erste, noch sehr schwache Zeichen, dass der Berg bald wieder etwas aktiver werden könnte. Die Gasemissionen nahmen leicht zu und Tremor, sowie langperiodische Signale verstärkten sich ein wenig.

Auch am Ätna machte sich in den letzten Tagen die bereits fortgeschrittene Jahreszeit bemerkbar und zum ersten Mal seit langer Zeit war die Gipfelregion des Berges wieder in ein weißes Kleid gehüllt. Dieses schlechte Wetter behinderte die Beobachtungen mittels Webcams zeitweise. Während den wolkenfreien Stunden zeigten sich die üblichen Gasemissionen, die erneut an der Voragine stärker als am Nordostkrater waren. An der Bocca Nuova wurde das meiste Gas im nordwestlichen Abschnitt des Kraters freigesetzt. Am alten und Neuen Südostkrater konnte ich schwache Gasemission aus Fumarolen im Gipfelbereich beobachten.

Dieses Webcam-Foto von gestern zeigt links den Zentralkraterkegel aus dem die Bocca Nuova etwas Gas emittiert. Rechts der Neue Südostkrater an dessen Gipfel einige Fumarolen Gas freisetzen und links davon kann man den alten Südostkrater erkennen:
Ruhige Gasfreisetzung an den Gipfelkratern
Foto vom 11.09.14, 11:03 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 01.09. - 07.09. etwas höher als in der Vorwoche. Im Verlauf der Woche zeigten sich stabile Werte. So wurden am 02.09. Spitzenemissionsraten von maximal 6.000 Tonnen SO2 pro Tag und am 06.09. von mehr als 5.000 Tonnen SO2 pro Tag gemessen [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station EBCN (Bocca Nuova) nahm in den letzten Tagen sowohl die Anzahl als auch die Intensität langperiodischer Signale leicht zu. Seit dem 10.09. zeigen sich außerdem vereinzelt schwache Explosionssignale.
Der Tremor bewegte sich in der letzen Woche weiterhin auf niedrigem Niveau, unterlag in den letzten Tagen allerdings einem ganz leicht steigenden Trend [2].


  1. INGV-Sezione di Catania. 2014. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 01/09/2014 - 07/09/2014
  2. INGV-Sezione di Catania. 2014. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN


05. September 2014

Auch in der letzten Woche blieb der Ätna sehr ruhig. Tremor und seismische Aktivität verharrten auf niedrigem Niveau.

In der vergangenen Woche behinderten Wolken zeitweise die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. An den wolkenfreien Tagen konnte ich die üblichen Gasemissionen erkennen. Diese konzentrierten sich weiterhin auf Nordostkrater und Voragine, wobei sie bei der Voragine zeitweise etwas stärker als am Nordostkrater waren. An der Bocca Nuova wurde anhaltend Gas emittiert. Hier wirkten die Gasfreisetzungen aus dem nordwestlichen Abschnitt des Gipfelkraters am stärksten. Am Neuen Südostkrater setzten einige Fumarolen im Gipfelbereich etwas Gas frei.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 25.08. - 31.08. niedriger als in der Vorwoche. Im Verlauf der Woche zeigten sich stabile Werte und die Emissionsraten lagen unterhalb von 5.000 Tonnen SO2 pro Tag [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station EBCN (Bocca Nuova) waren in der vergangenen Woche weiterhin nur gelegentliche, schwache langperiodische Signale erkennbar. Der Tremor bewegte sich in der letzen Woche erneut auf niedrigem Niveau und unterlag nur geringen Schwankungen [2].


  1. INGV-Sezione di Catania. 2014. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 25/08/2014 - 31/08/2014
  2. INGV-Sezione di Catania. 2014. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN


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