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Ätna Update (04.07. - 24.07.2015)

Dampfender Ätna

Aktuelle Informationen über die Tätigkeit des Vulkans


In Abhängigkeit von der Aktivität des Ätna, berichte ich hier in mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit über die neuesten Ereignisse an diesem prächtigen Vulkan. Diese Informationen stelle ich aus diversen Quellen, wie Institute bzw. Organisationen, Websites von Vulkanologen und eigenen Beobachtungen (meist über Webcams) zusammen. Die verwendeten Quellen werden jeweils am Ende einer Nachricht genannt. Alle Uhrzeiten sind in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ). Für die Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Updates kann ich leider keine Gewähr geben. Ich versuche jedoch immer so gründlich wie möglich zu arbeiten.
Planen Sie eine Reise zum Ätna? Dann beachten Sie unbedingt meine Seite mit den Reise- und Warnhinweisen. Hier gibt es viele Tipps und nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
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24. Juli 2015

In der letzten Woche verstärkten sich die Ascheemissionen aus dem Nordostkrater vorübergehend noch etwas und auch der Tremor nahm leicht zu. Die seismische Aktivität blieb niedrig und konzentrierte sich auf die Nordostflanke.

In der vergangenen Woche konzentrierten sich die Gasemissionen der Gipfelkrater weiterhin auf den Nordostkrater. Dort waren sie meist pulsartig und häufig von geringen Mengen bräunlicher Asche durchsetzt. Am 19.07. waren diese Ascheemissionen stärker und kleine rotbraune Aschewolken stiegen wenige hundert Meter über dem Gipfelkrater auf und wurden vom Wind in westliche Richtung getragen. An den nachfolgenden Tagen waren die Aschefreisetzungen wieder schwächer und seltener. An der Voragine nahmen die Gasemissionen gegenüber den Vorwochen etwas zu; besonders am 21.07. wirkten sie zeitweise kräftig. An der Bocca Nuova kam es zu anhaltender Gasemission aus dem Bereich des nordwestlichen Schlots. Am Südostkraterkomplex zeigte sich die stärkste Gasemission im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters. Bedingt durch erhöhte Luftfeuchtigkeit im Vorfeld kräftiger Gewitter, die sich in den letzten Tagen über die Mittagsstunden immer wieder am Ätna entwickelten, wirkten die Gasfreisetzungen dort zeitweise besonders intensiv.

Wie das INGV berichtet wurden die Gipfelkrater am 16. Juli von INGV-Personal besucht. Dabei zeigte sich am Nordostkrater weiterhin kräftige pulsartige Gasemission die von tiefem Donner unterschiedlicher Intensität begleitet war. Manchmal waren die Geräusche dabei so intensiv, dass sie auch noch aus größerer Entfernung zu den Gipfelkratern gehört werden konnten. Das vom Nordostkrater freigesetzte Gas war mit geringen Mengen feiner rötlicher Asche durchsetzt.
Auch an der Voragine wurde deutliche Gasemission beobachtet. Diese war gelegentlich von Donner aus der Tiefe begleitet [1].

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 13.07. - 19.07. niedriger als in der Vorwoche. Die Spitzenemissionsraten lagen stets unterhalb von 5.000 Tonnen SO2 pro Tag. Abgesehen vom 15.07. betrugen die mittleren Emissionsraten sogar weniger als 1.000 Tonnen SO2 pro Tag. Im gleichen Zeitraum ging die Emissionsrate von Chlorwasserstoff im Vergleich zur Vorwoche etwas zurück [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) wurden in der vergangenen Woche von einem deutlichen Rauschen dominiert, so dass kaum andere Signale erkennbar waren. Das Rauschen wurde von dem leicht gestiegenen Tremor verursacht.
Der Tremor nahm am 18.07. etwas zu, stabilisierte sich dann und stieg während den nachfolgenden Tagen noch leicht an. Am 22.07. nahm er zunächst weiter zu, fiel danach aber auf ein Niveau das unterhalb der Vortage lag. Heute nahm der Tremor dann erneut etwas zu. Insgesamt bewegte sich der Tremor jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau [2].

Zwischen dem 17.07. und 19.07. kam es im Raum Monte Nero - Piano Pernicana (Nordostflanke) zu einer Serie relativ schwacher Beben die sich in geringer Tiefe ereigneten. Die stärkste Erschütterung erreichte dabei eine Magnitude von 1.6 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2015. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 13/07/2015 - 19/07/2015
  2. INGV-Sezione di Catania. 2015. Home. TREMORE VULCANICO. EMNR
  3. INGV-Sezione di Catania. 2015. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


17. Juli 2015

In den letzten zwei Wochen setzten sich am Ätna die üblichen Gasemissionen fort und konzentrierten sich immer noch auf den Nordostkrater. An diesem Gipfelkrater kam es dabei auch zu Donner aus der Tiefe. Heute waren die Gasemissionen dort auch von etwas bräunlicher Asche durchsetzt. Die seismische Aktivität nahm in den letzten Tagen etwas zu.

Zwischen dem 04.07. und dem 16.07. zeigte sich an den Gipfelkratern des Ätna das gleiche Bild wie bereits in den vergangenen Wochen. Während es am Nordostkrater zu kräftiger pulsartiger Gasemission kam, waren die Gasfreisetzungen an der Bocca Nuova eher moderat und anhaltend. Am Neuen Südostkrater wurde ebenfalls anhaltend Gas emittiert. Hier konzentrierte sich die schwache Gasemission auf den Gipfelbereich. Heute wirkte die Gasemission am Nordostkrater schwächer, jedoch mischte sich unter die Gaswolken des Nordostkraters immer wieder etwas bräunliche Asche. Die dünnen Aschewolken stiegen nur wenige hundert Meter auf und wurden rasch vom Wind in westliche Richtung getragen.

Dieses Webcam-Foto von heute Nachmittag zeigt die Emission von bräunlicher Asche aus dem Nordostkrater der aus diesem Blickwinkel vom Kegel des alten Südostkraters verdeckt wird. Der Wind treibt die dünnen Aschewolken rasch nach Westen:
Emission von brauner Asche aus dem Nordostkrater
Foto vom 17.07.15, 16:42 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Wie das INGV berichtet wurden die Gipfelkrater am 2. Juli von INGV-Personal besucht. Dabei wurden folgende Beobachtungen gemacht:
Am Nordostkrater kommt es zu pulsartiger Gasemission aus einem Schlot auf dem Kraterboden. Gelegentlich sind die Gasfreisetzungen von Donner begleitet der auf der gesamten Kraterterrasse hörbar ist.
In der Bocca Nuova befinden sich zwei Kollapskrater: Einer in der Nähe des nordwestlichen Kraterrands und einer in der Nähe des südöstlichen Kraterrands. Während der nordöstliche Krater diffuse Gasemission zeigt, ist der südöstliche Krater von aus dem Hang stammendem Schutt blockiert.
An der Voragine kommt es zu leichter Gasemission aus einem Fumarolensystem das sich entlang der inneren Kraterwände erstreckt.
Der alte und der Neue Südostkrater setzen nur wenig Gas aus Fumarolen im Gipfelbereich frei [1].

Wie weiter berichtet wird fand am 8. Juli eine weitere Inspektion des Gipfelbereichs statt. Dabei zeigte sich am Nordostkrater eine ähnliche Aktivität wie bei dem letzten Besuch. Begleitet von einem mehr oder weniger anhaltenden Rumoren aus der Tiefe des Gipfelkraters wurde pulsartig verstärkt Gas freigesetzt. Alle paar Minuten kam es außerdem zu einem kräftigen Donnern das im gesamten Gipfelbereich hörbar war.
Desweiteren wurde der alte und der Neue Südostkrater besucht. Hierbei wurde schwache Gasemission aus den eruptiven Schloten, die sich auf dem Sattel zwischen den beiden Kegeln im Januar/Februar 2015 geöffnet hatten, beobachtet. Auch die Schlote im Osten des Kraters, die im Mai 2015 aktiv waren, setzten etwas Gas frei [2].

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 29.06. - 05.07. gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Spitzenemissionsraten lagen stets unterhalb von 5.000 Tonnen SO2 pro Tag. Die Emissionsraten von Fluor- und Chlorwasserstoff gingen im Vergleich zu den letzten Messwerten etwas zurück [1]. Im Zeitraum vom 06.07. - 12.07. waren die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern noch etwas niedriger und lagen weiterhin unterhalb von 5.000 Tonnen SO2 pro Tag. Am 10.07. wurde sogar eine Emissionsrate von nur 1.000 Tonnen SO2 pro Tag gemessen. Im gleichen Zeitraum stieg die Emissionsrate von Chlorwasserstoff im Vergleich zur Vorwoche leicht an [2].

Auf den Online-Seismogrammen der Station ECNE (Nordostkrater) zeigte sich zwischen dem 04.07. und dem 08.07. zunächst nur phasenweise ein leichtes Rauschen wie es von vulkanischem Tremor verursacht wird. Gelegentlich waren auch einzelne Explosionssignale erkennbar. Ab dem 09.07. nahm das Rauschen dann noch etwas zu und wurde nahezu kontinuierlich. Dies dauerte bis etwa zum 11.07. an, danach hörte es vorübergehend auf, um ab dem 15.07. erneut einzusetzen. An diesem Tag waren auch wieder verstärkt Explosionssignale erkennbar. Heute ging das Rauschen wieder zurück und es waren gelegentlich langperiodische Signale zu sehen.
In der Zeit vom 06.07. bis 11.07. stieg der Tremor allmählich leicht an, ging dann wieder zurück und begann am 15.07. erneut etwas zu steigen. Seit dem 16.07. zeigt sich wieder ein allmählicher Rückgang [3].

Am 07.07. wurde bei Fleri (Südostflanke) ein Beben der Stärke 1.9 registriert. Am 14.07. wurde südöstlich von Acireale (Südostflanke) ein Beben der Stärke 1.8 gemessen. Am 15.07. kam es nordwestlich von Tarderia (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 2.7. Am 16.07. kam es im Valle del Bove (Ostflanke) zu mehreren schwachen Beben, wobei das stärkste eine Magnitude von 1.8 erreichte [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2015. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 29/06/2015 - 05/07/2015
  2. INGV-Sezione di Catania. 2015. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 06/07/2015 - 12/07/2015
  3. INGV-Sezione di Catania. 2015. Home. TREMORE VULCANICO. EMNR
  4. INGV-Sezione di Catania. 2015. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


04. Juli 2015

In der letzten Woche kam es am Ätna weiterhin zu ruhiger Gasfreisetzung. Auch die seismische Aktivität ging wieder zurück und der Tremor blieb niedrig.

Auch in der vergangenen Woche konzentrierten sich die Gasemissionen der Gipfelkrater auf den Nordostkrater, wo sie meist pulsartig verstärkt auftraten. An der Bocca Nuova wurde aus dem nordwestlichen Schlot anhaltend Gas emittiert. Am Neuen Südostkrater war anhaltende aber schwache Gasemission aus dem Gipfelbereich erkennbar.

Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 22.06. - 28.06. ähnlich wie in der Vorwoche. Die Spitzenemissionsraten erreichten bis zu 5.000 Tonnen SO2 pro Tag. Die Emissionsraten von Fluor- und Chlorwasserstoff unterlagen im Vergleich zu den letzten Messwerten einem leicht steigenden Trend [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station ECNE (Nordostkrater) war zwischen dem 27.06. und dem 03.07. weiterhin ein phasenweises Auftreten von verstärktem Rauschen erkennbar das von erhöhtem vulkanischen Tremor verursacht wurde. Nur selten zeigten sich Explosionssignale und nur isoliert traten langperiodische Signale auf.
Bis zum 30.06. ging der Tremor leicht zurück, stieg in den Tagen danach jedoch wieder etwas an. Heute ging er wieder zurück. Insgesamt bewegte sich der Tremor weiterhin auf niedrigem Niveau [2].

Am 26.06. wurde südwestlich von Maletto (Nordwestflanke) ein Beben der Stärke 1.6 registriert. Am 28.06. kam es westlich von Bronte (Westflanke) zu einem Beben der Stärke 1.5 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2015. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 22/06/2015 - 28/06/2015
  2. INGV-Sezione di Catania. 2015. Home. TREMORE VULCANICO. EMNR
  3. INGV-Sezione di Catania. 2015. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


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