RSSRSS-Feed

Ätna Update (05.10. - 09.11.2018)

Dampfender Ätna

Aktuelle Informationen über die Tätigkeit des Vulkans


In Abhängigkeit von der Aktivität des Ätna, berichte ich hier in mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit über die neuesten Ereignisse an diesem prächtigen Vulkan. Diese Informationen stelle ich aus diversen Quellen, wie Institute bzw. Organisationen, Websites von Vulkanologen und eigenen Beobachtungen (meist über Webcams) zusammen. Die verwendeten Quellen werden jeweils am Ende einer Nachricht genannt. Alle Uhrzeiten sind in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ). Für die Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Updates kann ich leider keine Gewähr geben. Ich versuche jedoch immer so gründlich wie möglich zu arbeiten.
Planen Sie eine Reise zum Ätna? Dann beachten Sie unbedingt meine Seite mit den Reise- und Warnhinweisen. Hier gibt es viele Tipps und nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
Unterstützung
Wer meine Arbeit ein wenig unterstützen möchte, kann mir gerne einen kleinen Betrag über den Spenden-Button zukommen lassen.
Achtung, dabei handelt es sich jedoch nicht wirklich um eine Spende, sondern um eine freiwillige Bezahlung einer Dienstleistung. Der Betrag ist somit steuerlich nicht abzugsfähig.

09. November 2018

Während den vergangenen Tagen hat sich die eruptive Aktivität des Ätna etwas verstärkt. An Bocca Nuova, Nordostkrater und am Kollapskrater des Neuen Südostkraters wurden die strombolianischen Explosionen häufiger und intensiver. Auch der Tremor nahm zu und die seismische Aktivität blieb erhöht.

In der letzten Woche waren an den Gipfelkratern die gewohnten Gasemissionen erkennbar. Diese waren am nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova weiterhin am stärksten. Dort zeigten lichtstarke Webcams in den Nächten nun wieder verstärkt Glutschein was für eine Intensivierung der strombolianischen Aktivität in diesem Gipfelkrater spricht. Am Kollapskrater (Puttusiddu) des Neuen Südostkraters waren mit Hilfe der Monte Cagliato Wärmebildkamera des INGV immer wieder kleine thermische Anomalien erkennbar die höchstwahrscheinlich durch milde strombolianische Explosionen verursacht wurden. Der Nordostkrater war auf Grund häufiger Wolken meist nur schlecht über Webcams zu beobachten. Während den wolkenfreien Abschnitten waren gelegentlich schwache Ascheemissionen sichtbar. Am Abend des 08. November wurde in verschiedenen sozialen Medien über verstärkte und anhaltende strombolianische Aktivität im Nordostkrater berichtet.

Wie das INGV berichtet nahm die strombolianische Aktivität am Kollapskrater des Neuen Südostkraters bis zum 04. November etwas zu. Manchmal waren diese Explosionen auch von donnernden Geräuschen begleitet die bis auf die mittlere Ostflanke des Bergs (insbesondere in Zafferana) hörbar waren. In der Bocca Nuova dauerte die strombolianische Aktivität ebenfalls an und konzentrierte sich vor allem auf den nordwestlichen Kraterabschnitt. Allerdings wurde auch im südlichen Abschnitt neben anhaltender Gasfreisetzung manchmal der Auswurf von glühender Schlacke beobachtet [1].

Im Zeitraum vom 29.10. bis 04.11. gingen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche deutlich zurück. Die Messwerte lagen häufig oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Die Spitzenemissionsraten betrugen bis zu 7.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum gingen auch die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) zurück [1].

Vom 29.10. bis 04.11. blieb die Infraschallaktivität im Gipfelkraterbereich auf niedrigem Niveau, allerdings waren die Messungen durch schlechtes Wetter (Sturm) behindert. Quelle der Infraschallaktivität war die Bocca Nuova [1].

Bis zum 07. November zeigten die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) häufig schwache langperiodische Signale. Dann nahm das Rauschen auf den Seismogrammen immer mehr zu und überlagerte alles. Das Rauschen wurde durch gestiegenen Tremor verursacht. Der Tremor unterlag in der vergangenen Woche einem leicht steigenden Trend und erreichte am 08.11. hohes Niveau [2].

Am 02.11. setzte sich bei Ragalna (Südflanke) eine Erdbebenserie fort die am Vortag begonnen hatte. Die Serie dauerte bis zum 03.11. an, wobei das stärkste Beben eine Magnitude von 2.3 erreichte. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe von ca. 5 - 8 Km. Am 02.11. wurde im Bereich des Zentralkraters ein Beben der Stärke 1.9 registriert. Am gleichen Tag kam es südlich des Monte Palestra (Südwestflanke) zu einem Beben der Stärke 1.5. Am 03.11. wurde in der Gegend nordöstlich von Santa Maria di Licodia (Südwestflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.9 verzeichnet. Am Monte Palestra kam es an diesem Tag zu einem Beben der Stärke 1.5. Am 04.11. wurde am Monte Centenari (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.5 registriert. Am 06.11. kam es am Monte Frumento Supino (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 2.0. Am gleichen Tag ereigneten sich westlich des Monte Spagnolo (Nordwestflanke) mehrere Erdstöße. Der Stärkste erreichte eine Magnitude von 2.0. Am 06.11. ereigneten sich auch zwei schwache Beben im Piano Pernicana (Nordostflanke). Das stärkste Beben hatte eine Magnitude von 1.5. Am 07.11. kam es bei Milo (Ostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.5. Am gleichen Tag ereigneten sich am Monte Spagnolo mehrere schwache Beben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.7. Am 08. November kam es in der Gegend von Ragalna zu zwei schwachen Beben. Das Stärkste erreichte eine Magnitude von 1.7. Am gleichen Tag wurden am Monte Frumento Supino zwei Beben verzeichnet, wobei das Stärkste mit einer Magnitude von 1.9 bestimmt wurde [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 29/10/2018 - 04/11/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


02. November 2018

In der vergangenen Woche dauerte die erhöhte seismische Aktivität am Ätna an. Auch die Bocca Nuova war weiterhin strombolianisch aktiv und am Nordostkrater und am Kollapskrater des Neuen Südostkraters kam es zu milden und sporadischen strombolianischen Explosionen.

Sehr schlechtes Wetter verhinderte in der letzten Woche häufig die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden zeigten sich die üblichen Gasemissionen, die im nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova wieder am stärksten und meist pulsartig waren. Am Nordostkrater waren gelegentlich schwache Emissionen von bräunlicher Asche erkennbar. Am Neuen Südostkrater konnte ich lediglich schwache, aber anhaltende Emission von Gas bzw. Dampf aus dem Gipfelbereich erkennen.

Wie das INGV berichtet dauerte im Zeitraum zwischen dem 22.10. und 28.10. die strombolianische Aktivität in der Bocca Nuova weiterhin an. Dabei produzierte der nördliche der beiden aktiven Schlote strombolianische Explosionen variabler Intensität und Frequenz. Der südliche Schlot generierte dagegen überwiegend Schlackenwurf. Bei der explosiven Ascheemission der Bocca Nuova vom 25. Oktober, die von drei einzelnen Ereignissen generiert wurden die um 13:21 Uhr begannen, wurde lediglich altes Material freigesetzt.
Wie weiter berichtet wird dauerte auch im Nordostkrater die explosive Aktivität an. Ihre Frequenz war sehr variabel und die Explosionen waren unterschiedlich intensiv. Am Kollapskrater des Neuen Südostkraters kam es im gleichen Zeitraum zu schwachen und sporadischen strombolianischen Explosionen die manchmal Material auf die Flanken des Südostkraterkegels auswarfen bzw. ein wenig Asche freisetzten [1].

Im Zeitraum vom 22.10. bis 28.10. stiegen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche kräftig an. Die Messwerte lagen mehrfach oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Die Spitzenemissionsraten betrugen bis zu 11.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum lagen die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bei ähnlichen Werten wie in der Vorwoche und bewegten sich auf mittlerem Niveau. Bei der jüngsten Messung zur Freisetzung von Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die am 22. Oktober durchgeführt wurde, zeigten sich ähnliche Werte wie bei der vorhergehenden Messung. Somit ist der Trend zu steigenden 3He Messwerten, der im Mai 2017 begann, nun seit 5 Monaten am stagnieren [1].

Vom 22.10. bis 28.10. blieb die Infraschallaktivität im Gipfelkraterbereich auf niedrigem Niveau. Quelle der Aktivität war weiterhin die Bocca Nuova [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station ECNE (Nordostkrater) waren in der vergangenen Woche mehrfach längere Phasen von kräftigem Rauschen erkennbar. Am intensivsten war eine Phase die sich am frühen Morgen des 29. Oktobers ereignete. Da diese Phasen während sehr schlechtem Wetter stattfanden ist unklar ob sie mit eruptiver Aktivität verbunden waren oder gar durch das Wetter selbst (Sturm) generiert wurden. Die Anzahl und die Intensität langperiodischer Signale war in den letzten Tagen etwas erhöht. Der Tremor unterlag in der letzten Woche einem leicht steigenden Trend [2].

Zwischen dem 24.10. und dem 29.10. ereigneten sich einige Erdbeben im Bereich des Monte Centenari (Ostflanke). Das stärkste Beben erreichte dabei eine Magnitude von 2.0. Am 27.10. kam es bei Ragalna (Südflanke) zu mehreren Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.5 erreichte. Zwischen dem 27.10. und 29.10. wurden im Raum Monte Fontane - Monte Scorsone (Ostflanke) mehrere schwache Beben registriert. Das Stärkste hatte dabei eine Magnitude von 1.7. Vom 28.10. bis 30.10. erschütterten mehrere leichte Beben den Bereich des Zentralkraters. Das stärkste Beben erreichte eine Magnitude von 2.1. Am 28. und 29.10. wurden südwestlich des Monte Frumento Supino (Südflanke) einige schwache Beben registriert. Das Stärkste wies dabei eine Magnitude von 1.6 auf. Am 30.10. wurde Zafferana (Ostflanke) von mehreren Erdbeben erschüttert die Magnituden von bis zu 2.3 erreichten. Am gleichen Tag kam es westlich des Monte Minardo (Westflanke) zu einigen Erdbeben. Das Stärkste hatte dabei eine Magnitude von 2.2. Am 30.10. ereignete sich außerdem bei Bronte (Westflanke) ein Beben der Stärke 1.6. An diesem Tag wurde auch westlich von Francavilla di Sicilia (Nordflanke) ein Beben der Stärke 1.5 verzeichnet. Am 31.10. kam es bei Tarderia (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.5. Am gleichen Tag wurde südöstlich des Pizzi Deneri (Nordostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 2.1 registriert. Am 01.11. ereigneten sich bei Ragalna mehrere Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.9 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 22/10/2018 - 28/10/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


26. Oktober 2018

Auch in der letzten Woche blieb die seismische Aktivität am Ätna erhöht und in der Bocca Nuova setzte sich die strombolianische Aktivität fort. Am Nordostkrater und am Neuen Südostkrater war die explosive Aktivität sporadisch und schwach.

Wolken behinderten in der vergangenen Woche zeitweise die Beobachtung der Gipfelregion des Ätna. In den wolkenfreien Stunden konnte ich an der Bocca Nuova weiterhin intensive und pulsartige Gasemission beobachten. Gelegentlich waren die Gaswolken auch mit etwas bräunlicher Asche durchsetzt. Am 25. Oktober gegen 13:21 Uhr kam es plötzlich zu einer kräftigen Aschefreisetzung aus der Bocca Nuova die nur wenige Minuten andauerte. Dabei wurde auch verstärkt Gas bzw. weißer Dampf emittiert. Das Ereignis war auch von einem moderaten seismischen Signal begleitet. Vermutlich wurde es durch Kollaps oder durch eine phreatomagmatische Explosion verursacht. Am Nordostkrater waren in der letzten Woche sporadische und schwache Aschefreisetzungen erkennbar. Am 25.10. wurden sie etwas intensiver. Am Südostkraterkomplex zeigten sich anhaltende, jedoch schwache Gasfreisetzungen aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters. An seinem Kollapskrater (Puttusiddu) waren gelegentliche, jedoch schwache Aschefreisetzungen erkennbar. Dabei wurde auch manchmal ein wenig heißes Material freigesetzt.

Am 16. und 20. Oktober wurden die Gipfelkrater von INGV-Personal besucht. Hier eine kurze Zusammenfassung des Berichts:
Im westlichen Abschnitt der Bocca Nuova dauert die strombolianische Aktivität weiterhin an und wird von zwei Schloten generiert. Der nördliche Schlot produziert wiederholt strombolianische Explosionen veränderlicher Intensität. Das dabei ausgeworfene Material erreicht eine Höhe die oberhalb des Kraterrands der Bocca Nuova liegt, fällt jedoch wieder vollständig in den Krater zurück. Der südliche Schlot der sich ca. 130 m unterhalb des Kraterrands befindet generiert vorwiegend Schlackenwurf. Das von den Schloten freigesetzte Material kleidet den Kraterboden im westlichen Abschnitt der Bocca Nuova aus und bedeckt auch teilweise ihre Kraterwände.
Am Nordostkrater produziert ein Schlot explosive Aktivität von sehr unterschiedlicher Frequenz.
Am Kollapskrater des Neuen Südostkraters kommt es gelegentlich zu milden strombolianischen Explosionen [1].

Hier noch einige aktuelle Fotos der Gipfelkrater die mir freundlicherweise von Steffen Abt und Dr. Niko Fischer zur Verfügung gestellt wurden:

Blick vom nördlichen Rand des Nordostkraters nach Süden.
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 14:50 Uhr
Blick vom nördlichen Rand des Nordostkraters nach Süden. Dort geht der Krater in einen Graben über der sich während der heftigen eruptiven Aktivität im Mai 2016 gebildet hatte.
Schlot auf dem Kraterboden des Nordostkraters
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 14:58 Uhr
Auf dem Kraterboden des Nordostkraters befindet sich ein Schlot der gelegentlich explosive Aktivität zeigt. Dabei werden Asche, Blöcke und Lavabomben ausgeworfen. Heute verhält sich der Schlot jedoch ruhig und es kommt nur zu etwas Gasemission.
Blick vom südwestlichen Rand des Nordostkraters nach Süden auf Voragine und Bocca Nuova
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 15:01 Uhr
Blick vom südwestlichen Rand des Nordostkraters nach Süden auf Voragine (linker Bildrand) und Bocca Nuova (rechts). Während aus dem alten nördlichen Kraterrand der Bocca Nuova viel weißer Dampf austritt, werden von dem aktiven nordwestlichen Krater der Bocca Nuova bläuliches Gas und etwas bräunliche Asche emittiert.
Frakturen im Gebiet zwischen dem Nordostkrater und Voragine
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 15:03 Uhr
Das Gebiet zwischen dem Nordostkrater (links) und der Voragine (rechts) wird nicht nur von einem aus dem Nordostkrater austretenden und in südliche Richtung streichenden Graben durchzogen, sondern auch von zahlreichen parallel dazu verlaufenden Frakturen. Hier treten Hitze und heißer Dampf aus.
Blick vom Nordwestrand der Voragine auf den Kollapsschlot vom August 2016
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 15:18 Uhr
Blick vom Nordwestrand der Voragine auf den Kollapsschlot vom August 2016. Er setzt nach wie vor pulsartig heißen Dampf frei während die Voragine weiterhin blockiert und inaktiv ist. Am rechten Bildrand kann man dichten Gasaustritt aus dem südöstlichen Abschnitt der Bocca Nuova erkennen.
Blick vom nordwestlichen Rand der Bocca Nuova nach Süden
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 15:25 Uhr
Blick vom nordwestlichen Rand der Bocca Nuova nach Süden. In der Bildmitte der westliche Abschnitt der Bocca Nuova der zwei aktive Schlote beherbergt und viel Gas freisetzt. Rechts oben am Rand die Reste des Lavastroms der während der heftigen Aktivität im Mai 2016 emittiert wurde und durch Kollaps im Kraterbereich fast wieder verschwunden ist.
Blick hinunter auf den aktiven südlichen Schlot der Bocca Nuova
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 15:34 Uhr
Am westlichen Rand der Bocca Nuova. Blick hinunter auf den Kraterboden und den südlichen der zwei aktiven Schlote. Hier kommt es zu Schlackenwurf. Der Kraterboden im nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova ist bereits mit frischem dunklem pyroklastischem Material ausgekleidet.
Blick vom westlichen Rand der Bocca Nuova in östliche Richtung
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 15:35 Uhr
Blick vom westlichen Rand der Bocca Nuova in östliche Richtung. Im Vordergrund der kollabierte nordwestliche Abschnitt der Bocca Nuova mit dem glühenden südlichen Schlot. Dahinter der südöstliche Abschnitt der Bocca Nuova. Hier hat sich in den letzten Wochen ebenfalls eine Depression entwickelt. Diese setzt aus einem Schlot kräftig Gas frei.
Blick hinunter auf strombolianische Explosion in der Bocca Nuova
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 15:43 Uhr
Blick hinunter in die Bocca Nuova wo sich hinter Gaswolken der westliche Schlot verbirgt. Dieser generiert nahezu anhaltend strombolianische Explosionen. Das glühende Material wird dabei bis auf die Höhe des Kraterrands der Bocca Nuova geschleudert.
Blick vom Südrand der Bocca Nuova nach Nord/Nordost auf neuen Kollapskrater und Voragine
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 16:01 Uhr
Blick vom Südrand der Bocca Nuova nach Nord/Nordost. Im Vordergrund der neue Kollapskrater im südöstlichen Abschnitt der Bocca Nuova. Dahinter ein Feld aus Geröll und großen Schollen das aus der Lava vom Mai 2016 gebildet wird und in die Voragine übergeht. Ganz im Hintergrund ein Teil des Nordostkraters.
Blick vom Südostrand der Bocca Nuova nach Nordwesten
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 16:04 Uhr
Blick vom Südostrand der Bocca Nuova nach Nordwesten. Rechts oben ein Teil der Voragine und links davon der stark dampfende Rest der alten Trennwand (Diaframma) zwischen Bocca Nuova und Voragine. In der linken Bildhälfte der nordwestliche Abschnitt der Bocca Nuova der kräftig Gas freisetzt und rechts unten der neue Kollapskrater der ebenfalls Gas emittiert.
Der mit Schnee überzogene Südostkrater
© Dr. Niko Fischer u. Steffen Abt
20.10.2018 16:08 Uhr
Östlich der Bocca Nuova ragt der alte mit Schnee überzogene Südostkrater in die Höhe. Er setzt lediglich im Gipfelbereich etwas Dampf frei. Er geht in einen Grat über der ihn mit dem Neuen Südostkrater verbindet. Der zuletzt im August aktive Sattelschlot verbirgt sich hinter einer Dampfwolke.

Im Zeitraum vom 15.10. bis 21.10. stiegen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche kräftig an. Die Messwerte lagen mehrfach oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum unterlagen auch die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) einem steigenden Trend [1].

Vom 15.10. bis 21.10. hielt sich die Infraschallaktivität im Gipfelkraterbereich auf einem ähnlichen Niveau wie in der Vorwoche. Quelle der Aktivität war weiterhin die Bocca Nuova [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) zeigten in der vergangenen Woche anfangs noch häufig langperiodische Signale. Im Laufe der Woche wurden sie etwas seltener und schwächer. Der Tremor schwankte auf niedrigem bis mittlerem Niveau und ging insgesamt etwas zurück [2].

Am 19.10. kam es am Monte Intraleo (Südwestflanke) zu einem Beben der Stärke 2.0. Am gleichen Tag ereignete sich westlich des Monte Frumento Supino (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.6. Am 20.10. wurde südwestlich von Santa Maria di Licodia (Südwestflanke) ein Beben der Magnitude 1.9 verzeichnet. Am gleichen Tag wurde Ragalna (Südflanke) von einem Erdbeben der Stärke 3.0 erschüttert. Am 21.10. kam es bei Santa Maria die Licodia zu einem Beben der Stärke 1.5. Am 22.10. wurde bei Ragalna ein Beben mit einer Magnitude von 2.5 gemessen. Am gleichen Tag kam es am Monte Fontane (Ostflanke) zu einer kleinen Serie schwacher Beben. Das Stärkste hatte dabei eine Magnitude von 2.4. Am 22.10. ereignete sich außerdem westlich von Linguaglossa (Nordostflanke) ein Beben der Stärke 1.5. Am 23.10. wurde südwestlich von Pietrafucile (Südostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.6 verzeichnet. Am gleichen Tag kam es am Pizzi Deneri (Nordostflanke) zu zwei Beben mit Magnituden von 1.6 und 3.2. Am 24.10. wurde bei Ragalna ein Beben der Stärke 2.3 registriert [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 15/10/2018 - 21/10/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


19. Oktober 2018

Während der letzten Woche hat sich die eruptive Aktivität des Ätna wieder etwas gesteigert. Sowohl in der Bocca Nuova, als auch am Kollapskrater des Neuen Südostkrater nahmen Intensität und Häufigkeit der strombolianischen Explosionen leicht zu. Der Tremor war vorübergehend deutlich erhöht.

In der vergangenen Woche sorgten schlechtes Wetter und Neuschnee für den zeitweisen Ausfall diverser Webcams, sowie für schwierige Beobachtungsbedingungen im Gipfelbereich. Auch während einer Phase erhöhten Tremors, die sich am Morgen des 14. Oktober ereignete herrschte sehr schlechtes Wetter. Vermutlich kam es in dieser Zeit zu einer Phase verstärkter eruptiver (strombolianisch ?) Aktivität an einem der Gipfelkrater. Nach diesem Ereignis konnte ich in den Nächten wieder zeitweise rötlichen Glutschein über der Bocca Nuova erkennen, was für eine Intensivierung der strombolianischen Explosionen in ihrem nordwestlichen Abschnitt spricht. An den übrigen Gipfelkratern kam es in der vergangenen Woche zu den gewohnten Gasemissionen, sowie zu häufigen, jedoch schwachen Ascheemissionen am Nordostkrater. Auch am Kollapskrater (Puttusiddu) des Neuen Südostkraters waren einzelne, sehr schwache Ascheemissionen erkennbar. Am Abend des 17.10. ereignete sich dort dann auch wieder mal eine etwas stärkere strombolianische Explosion bei der glühendes Material bis auf die Flanke des Neuen Südostkraters geschleudert wurde.

Am 08. und 09. Oktober wurden die Gipfelkrater von INGV-Personal besucht. Dabei wurde eine Fortsetzung der milden strombolianischen Aktivität im nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova beobachtet. In ihrem östlichen Teil, wo sich ein Kollapskrater entwickelt hat, setzten mehrere Öffnungen auf dem Kraterboden heißes Gas frei. Am Nordostkrater wurde pulsartige Ascheemission aus einer Öffnung auf dem Kraterboden beobachtet. Der Kollapskrater an der Ostflanke des Neuen Südostkraters generierte sporadische und schwache Ascheemissionen [1].

Im Zeitraum vom 08.10. bis 14.10. gingen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche deutlich zurück. Im gleichen Zeitraum verringerten sich auch die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) weiter und bewegten sich auf einem Minimallevel [1].

Vom 08.10. bis 14.10. verstärkte sich die Infraschallaktivität im Gipfelkraterbereich gegenüber der Vorwoche etwas. Quelle der Aktivität war nach wie vor die Bocca Nuova [1].

Auf den Online-Seismogrammen der Station ECNE (Nordostkrater) nahm am Morgen des 14. Oktober das Rauschen kräftig zu. Es wurde von verstärktem Tremor generiert und schwächte sich bis zum 15. Oktober wieder deutlich ab. Am 16. Oktober waren dann gehäuft langperiodische Signale, sowie einzelne Explosionssignale erkennbar. Abgesehen von der vorübergehenden und zunächst raschen Zunahme des Tremors am 14.10., bei der hohes Niveau erreicht wurde, bewegte sich der Tremor in der vergangenen Woche auf mittlerem Niveau [2].

Am 13.10. kam es am Monte Scorsone (Ostflanke) zu mehreren sehr schwachen Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.5 erreichte. Vom 13.10. bis 17.10. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einigen schwachen Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 2.2. Zwischen dem 15.10. und dem 17.10. ereigneten sich im Bereich des Zentralkraters einige meist sehr leichte Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 2.1 aufwies. Vom 16.10. bis 17.10. wurden im Gebiet des Monte Scorsone - Monte Fontane (Ostflanke) mehrere sehr schwache Beben registriert. Das Stärkste hatte dabei eine Magnitude von 1.5. Am 18.10. kam es nördlich von Zafferana (Ostflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.5. Am gleichen Tag ereigneten sich am Monte Palestra (Südwestflanke) einige schwache Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.5 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 08/10/2018 - 14/10/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


12. Oktober 2018

Die vergangene Woche war am Ätna durch hohe seismische Aktivität geprägt. Ein mäßig starkes Erdbeben sorgte an der Südwestflanke des Bergs für Schäden und weitere, wenn auch schwächere Erdbebenserien folgten. Unterdessen ging die strombolianische Aktivität in der Bocca Nuova zurück.

In der letzten Woche war am nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova kräftige pulsartige Gasemission erkennbar. Am Nordostkrater kam es weiterhin zu ständigen Emissionen kleiner Wolken bräunlicher Asche. Diese Freisetzungen nahmen seit dem 10. Oktober deutlich ab. Schlechtes Wetter verhinderte jedoch heute die weitere Beobachtung. Am Kollapskrater des Neuen Südostkraters konnte ich in der vergangenen Woche keine Aschefreisetzungen mehr beobachten.

Wie das INGV berichtet ging die strombolianische Aktivität im nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova gegen Ende der vergangenen Woche zurück [1].

Auf diesem Webcam-Foto kann man eine der zahlreichen Aschefreisetzungen des Nordostkraters sehen, die sich in der vergangenen Woche ereignet hatten. Die nahezu kontinuierlich emittierten bräunlichen Aschewolken steigen 200 - 300 m in die Höhe bevor sie vom Wind in südliche Richtung verfrachtet werden:
Ascheemission aus dem Nordostkrater
Foto vom 08.10.2018, 08:33 Uhr: Milo-Webcam des INGV

Im Zeitraum vom 01.10. bis 07.10. blieben die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Messwerte lagen mehrfach oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum gingen die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) kräftig zurück und fielen auf ein Minimum. Bei der jüngsten Messung zur Freisetzung von Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die am 07. Oktober durchgeführt wurde, zeigten sich etwas höhere Werte als bei der letzten Messung [1].

Vom 01.10. bis 07.10. blieb die Infraschallaktivität im Gipfelkraterbereich gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Quelle der Infraschallaktivität war nach wie vor die Bocca Nuova [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) zeigten in der vergangenen Woche häufig schwache langperiodische Signale. Der Tremor schwankte auf niedrigem bis mittlerem Niveau [2].

Am 05.10. ereignete sich im Gebiet des Monte Minardo (Südwestflanke) eine kurze Erdbebenserie. Die stärkste Erschütterung wurde mit einer Magnitude von 2.0 bestimmt. Die Hypozentren der Beben lagen in ca. 20 Km Tiefe. Am 06.10. kam es nördlich von Santa Maria di Licodia (Südwestflanke) zu einem Erdbeben der Stärke 4.7. Der Erdstoß war von Messina im Norden bis nach Syrakus im Süden deutlich zu spüren und verursachte leichte Schäden, wie herabgestürzte Balkons usw. Dem ersten Erdstoß folgten zahlreiche Nachbeben die auch am 11.10. noch andauerten und Magnituden bis zu 3.4 erreichten. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe von 3 - 7 Km. Am 07.10. wurde am Monte Denza (Südflanke) ein Beben der Stärke 2.0 registriert. Am 08.10. kam es am Monte Intraleo (Westflanke) zu einem Beben der Stärke 2.6. Vom 08.10 bis 09.10. ereigneten sich am Monte Centenari (Ostflanke) mehrere sehr schwache Beben wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.8 erreichte. Am 09.10. wurden im Gebiet südöstlich de Monte Minardo (Südwestflanke) einige Erdbeben registriert. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 2.3. Am 10.10. ereignete sich südwestlich von Bronte (Westflanke) eine kurze Serie überwiegend schwacher Beben. Das Stärkste hatte dabei eine Magnitude von 2.3. Am gleichen Tag kam es südwestlich von Adrano (Südwestflanke) zu einem Beben der Stärke 1.7. Am 11.10. ereignete sich im Raum Monte Centenari - Pizzi Deneri (Ost-/Nordostflanke) eine Serie schwacher Beben. Die stärkste Erschütterung wurde dabei mit einer Magnitude von 1.5 verzeichnet [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 01/10/2018 - 07/10/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


05. Oktober 2018

In der vergangenen Woche dauerte die strombolianische bzw. explosive Aktivität in Bocca Nuova und Nordostkrater an. Die seismische Aktivität blieb etwas erhöht.

Schlechtes Wetter mit erstem Schnee behinderte in den letzten Tagen die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams nahezu ständig. In den Tagen zuvor konnte ich nur selten, schwache Aschefreisetzungen aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters erkennen. Am Nordostkrater war nahezu ständige, jedoch überwiegend schwache Emission von bräunlichen Aschewolken zu sehen. An der Bocca Nuova zeigte sich intensive pulsartige Gasemission.

Am 24.09. und 01.10. wurden die Gipfelkrater von INGV-Personal besucht. Hier eine kurze Zusammenfassung des Berichts:
Im nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova dauerte die strombolianische Aktivität weiterhin an. Dabei wurde das glühende Material bis auf die Höhe des Kraterrands der Bocca Nuova geschleudert. Während den beiden Besuchen an der Bocca Nuova konnte keine eruptive Aktivität in ihrem südlichen Abschnitt beobachtet werden. Jedoch konnte Donner aus der Tiefe des Kraters wahrgenommen werden. Bei den Beobachtungen am 01. Oktober zeigte sich im Norden des nordwestlichen Abschnitts der Bocca Nuova eine Öffnung die heißes Gas freisetzte. Am 24.09. war dort lediglich eine Fumarole erkennbar.
Am Kollapsschlot der Voragine nahm die Menge des emittierten Gases im Vergleich zur Vorwoche deutlich zu.
Am Nordostkrater setzte eine Öffnung im westlichen Bereich des Kraterbodens regelmäßig bräunlich-graue Asche frei. Daneben wurden auch Blöcke und Bomben ausgeworfen [1].

Im Zeitraum vom 24.09. bis 30.09. stiegen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche an. Die Messwerte lagen mehrfach oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum zeigten auch die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) einen steigenden Trend, wobei wegen technischer Probleme ab dem 26. September keine Messwerte mehr aufgezeichnet werden konnten [1].

Vom 24.09. bis 30.09. ging die Infraschallaktivität im Gipfelkraterbereich gegenüber der Vorwoche deutlich zurück. Als Quelle der Infraschallaktivität konnte die Bocca Nuova ermittelt werden [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) sind erst wieder seit dem 02. Oktober verfügbar. Seit diesem Tag zeigen sie neben den üblichen schwachen langperiodischen Signalen auch vereinzelt einige stärkere Signale dieses Typs. Der Tremor schwankte in der vergangenen Woche weiterhin auf niedrigem bis mittlerem Niveau [2].

Am 28.09. kam es südöstlich von San Gregorio di Catania (südöstlich des Ätna) zu einem Beben der Stärke 2.7. Zwischen dem 29.09. und dem 01.10. ereigneten sich im Gebiet des Piano Pernicana (Nordostflanke) mehrere Erdbeben. Die stärksten Erschütterungen erreichten dabei Magnituden von 2.9 und 3.5. Die Beben ereigneten sich in sehr geringer Tiefe. Am 30.09. wurde nordwestlich von Adrano (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.9 registriert. Am gleichen Tag kam es westlich des Monte Minardo (Südwestflanke) zu einem Beben der Stärke 1.9. Am 03.10. wurde nordöstlich von Maletto (Nordwestflanke) ein Beben der Stärke 1.7 registriert. Am 04.10. kam es nordwestlich des Monte Maletto (Nordwestflanke) zu einem Beben der Stärke 1.9. Am gleichen Tag wurde am Monte Lepre (Nordwestflanke) ein Beben mit gleicher Magnitude gemessen. An diesem Tag kam es auch am Monte Palestra (Westflanke) zu einem Beben. Dieses hatte eine Stärke von 1.6 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 24/09/2018 - 30/09/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


Zu den früheren Updates...

Eine Übersicht aller Updates finden Sie im Archiv.