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12. August 2026
In den letzten zwei Tagen öffneten sich im Valle del Bove, in der Umgebung des Monte Simone weiter effusive Schlote. Während der Lavastrom 1360 m hohes Gelände erreicht hat, kommt es
an der Voragine weiter zu strombolianischer Aktivität verbunden mit kräftigen Ascheemissionen.
In der Nacht auf den 11. August setzte sich die explosive Aktivität an der Voragine fort. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mehrere hundert Meter hoch eruptiert und regnete auf die Umgebung des Schlots herab. Dabei wurde weiterhin reichlich Asche gefördert, die zusammen mit Gas und Dampf als Eruptionssäule bis auf ca. 4500 m Höhe empor stieg und dann vom Wind in südliche Richtung verfrachtet wurde. Dies sorgte weiterhin für große Probleme am Internationalen Flughafen von Catania.
Nach Tagesanbruch zeigte sich die Eruptionssäule mal mehr und mal weniger von schwarzer Asche durchzogen. Über Mittag bildeten sich Wolken, die die Beobachtung der eruptiven Aktivität teilweise behinderten. Kurz nach 16:00 Uhr setzte an der Bocca Nuova anhaltende Emission von bräunlicher Asche ein. Es bildete sich eine dichte Wolke, die vom Wind in südliche Richtung getrieben wurde. Diese Freisetzung hielt fast eine Stunde lang an, schwächte sich dann ab, jedoch kam es bis zu Sonnenuntergang zu weiteren, allerdings schwächeren Ascheemissionen aus diesem Gipfelkrater. Da die Asche kalt und bräunlich war, dürfte es sich dabei um ein größeres Kollapsereignis gehandelt haben. Bei Sonnenuntergang war am 11. August weiterhin anhaltende strombolianische Aktivität an der Voragine erkennbar.
Während der effusive Schlot im Valle del Leone auf 2750 m Höhe am späten gestrigen Abend noch Lava förderte, schien der Schlot auf 2360 m Höhe nicht mehr aktiv zu sein, wie Fotos der Monte Cagliato Wärmebildkamera zeigten. Die Teilströme am steileren Abschnitt des Valle del Bove auf ca. 1600 - 1500 m Höhe waren nach wie vor aktiv, schienen jedoch zu stagnieren. Kurz nach 01:00 Uhr begann sich dann ein neuer Teilstrom im südlichen Abschnitt des bisherigen Lavafelds auf ca. 1600 m Höhe zu entwickeln. Er formte rasch ein breites Lavafeld, das sich schnell Hang abwärts bewegte. Am Morgen des 11. August, nach ca. 08:00 Uhr wurde dieses Feld immer weniger genährt. Dafür breitete sich nun wieder der nördliche Arm des Lavafelds aus und ergoss sich schnell Hang abwärts. Am Abend des 11. August war nur noch dieser Teilstrom aktiv, während das südliche Lavafeld bereits am Abkühlen war.
In der Nacht auf den 12. August dauerten die strombolianischen Explosionen an der Voragine an. Dabei wurde nach wie vor reichlich Asche gefördert, die in südliche Richtung verfrachtet wurde. Dies führte zur Schließung des Internationalen Flughafens von Catania. Zeitweise musste sogar der Flughafen Comiso im Süden Siziliens geschlossen werden, was die Situation der Flugreisenden noch einmal verschärfte. Am Tage behinderten Wolken zeitweise die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Zwischen den Wolken war jedoch erkennbar, dass sich die Aschefreisetzungen in wechselnder Intensität den ganzen Tag über fortsetzten. Mit Einbruch der Dunkelheit war dann heute Abend wieder strombolianische Aktivität erkennbar, die glühendes pyroklastisches Material über hundert Meter hoch schleuderte. Wie an den Vortagen waren die Gaswolken aus dem Nordostkrater kräftig rötlich illuminiert, was darauf schließen lässt, dass nach wie vor Lava von der Voragine aus in den Nordostkrater fließt.
Das komplexe Lavafeld im nördlichen Valle del Bove wurde heute nach wie vor gut genährt und die meisten Teilströme bewegten sich direkt unterhalb der Hänge des Serracozzo Grates, der das Tal nach Norden hin begrenzt. Sie schlugen dabei eine östliche Richtung ein und bewegten sich wie am Vortag auf Höhe des Rocca Capra. Videos in sozialen Medien zeigten den Lavastrom als etliche Meter hohe und überwiegend dunkle Geröllhalde, die sich nur langsam fortbewegte. Glühende Brocken brachen dabei immer wieder daraus hervor und steckten die Vegetation, die dort auf ca. 1300 m meist aus Ginsterbüschen besteht, in Brand.
Wie das INGV berichtet, hatte sich am Abend des 10. August, um 23:30 Uhr ein neuer effusiver Schlot auf 1900 m Höhe, in der Nähe des Monte Simone geöffnet. Am 11. August um 11:30 Uhr zeigte sich dort in der Nähe auf 2090 m dann ein weiterer effusiver Schlot. Diese beiden Schlote nährten zusammen mit der Öffnung auf 2750 m Höhe ein komplexes Lavafeld, dessen am weitesten fortgeschrittene Front um 18:00 Uhr 1360 m hohes Gelände erreicht hatte. Diese Front wurde in der Nähe des Rocca Capra, im nordöstlichen Abschnitt des Valle del Bove beobachtet.
Die geophysikalischen Parameter zeigten am Abend des 11. August eine leichte Deflation im Bereich der Gipfelkrater. Die Hangneigung begann sich an den Stationen PDN und ECP zu dem Zeitpunkt zu ändern, an dem an der Bocca Nuova Ascheemission einsetzte (16:10 Uhr). Die Quelle des Tremors lag am 11. August weiterhin unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe [1] [2] [3].
Am Abend des 12. August berichtete das INGV, dass die effusiven Schlote auf 2750 m, 2090 m und 1900 m Höhe weiterhin aktiv sind, während der Schlot auf 2360 m keine Lava mehr fördert. Die am weitesten fortgeschrittene Front des Lavastroms befand sich weiterhin auf 1365 m Höhe am Rocca Capra. Die Quelle des Tremors blieb unverändert [4].
Der Tremor bewegte sich in den letzten Tagen weiterhin auf hohem Niveau und unterlag einem leichten, aber ständigen Aufwärtstrend [5].
In der Nacht auf den 11. August setzte sich die explosive Aktivität an der Voragine fort. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mehrere hundert Meter hoch eruptiert und regnete auf die Umgebung des Schlots herab. Dabei wurde weiterhin reichlich Asche gefördert, die zusammen mit Gas und Dampf als Eruptionssäule bis auf ca. 4500 m Höhe empor stieg und dann vom Wind in südliche Richtung verfrachtet wurde. Dies sorgte weiterhin für große Probleme am Internationalen Flughafen von Catania.
Nach Tagesanbruch zeigte sich die Eruptionssäule mal mehr und mal weniger von schwarzer Asche durchzogen. Über Mittag bildeten sich Wolken, die die Beobachtung der eruptiven Aktivität teilweise behinderten. Kurz nach 16:00 Uhr setzte an der Bocca Nuova anhaltende Emission von bräunlicher Asche ein. Es bildete sich eine dichte Wolke, die vom Wind in südliche Richtung getrieben wurde. Diese Freisetzung hielt fast eine Stunde lang an, schwächte sich dann ab, jedoch kam es bis zu Sonnenuntergang zu weiteren, allerdings schwächeren Ascheemissionen aus diesem Gipfelkrater. Da die Asche kalt und bräunlich war, dürfte es sich dabei um ein größeres Kollapsereignis gehandelt haben. Bei Sonnenuntergang war am 11. August weiterhin anhaltende strombolianische Aktivität an der Voragine erkennbar.
Während der effusive Schlot im Valle del Leone auf 2750 m Höhe am späten gestrigen Abend noch Lava förderte, schien der Schlot auf 2360 m Höhe nicht mehr aktiv zu sein, wie Fotos der Monte Cagliato Wärmebildkamera zeigten. Die Teilströme am steileren Abschnitt des Valle del Bove auf ca. 1600 - 1500 m Höhe waren nach wie vor aktiv, schienen jedoch zu stagnieren. Kurz nach 01:00 Uhr begann sich dann ein neuer Teilstrom im südlichen Abschnitt des bisherigen Lavafelds auf ca. 1600 m Höhe zu entwickeln. Er formte rasch ein breites Lavafeld, das sich schnell Hang abwärts bewegte. Am Morgen des 11. August, nach ca. 08:00 Uhr wurde dieses Feld immer weniger genährt. Dafür breitete sich nun wieder der nördliche Arm des Lavafelds aus und ergoss sich schnell Hang abwärts. Am Abend des 11. August war nur noch dieser Teilstrom aktiv, während das südliche Lavafeld bereits am Abkühlen war.
In der Nacht auf den 12. August dauerten die strombolianischen Explosionen an der Voragine an. Dabei wurde nach wie vor reichlich Asche gefördert, die in südliche Richtung verfrachtet wurde. Dies führte zur Schließung des Internationalen Flughafens von Catania. Zeitweise musste sogar der Flughafen Comiso im Süden Siziliens geschlossen werden, was die Situation der Flugreisenden noch einmal verschärfte. Am Tage behinderten Wolken zeitweise die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Zwischen den Wolken war jedoch erkennbar, dass sich die Aschefreisetzungen in wechselnder Intensität den ganzen Tag über fortsetzten. Mit Einbruch der Dunkelheit war dann heute Abend wieder strombolianische Aktivität erkennbar, die glühendes pyroklastisches Material über hundert Meter hoch schleuderte. Wie an den Vortagen waren die Gaswolken aus dem Nordostkrater kräftig rötlich illuminiert, was darauf schließen lässt, dass nach wie vor Lava von der Voragine aus in den Nordostkrater fließt.
Das komplexe Lavafeld im nördlichen Valle del Bove wurde heute nach wie vor gut genährt und die meisten Teilströme bewegten sich direkt unterhalb der Hänge des Serracozzo Grates, der das Tal nach Norden hin begrenzt. Sie schlugen dabei eine östliche Richtung ein und bewegten sich wie am Vortag auf Höhe des Rocca Capra. Videos in sozialen Medien zeigten den Lavastrom als etliche Meter hohe und überwiegend dunkle Geröllhalde, die sich nur langsam fortbewegte. Glühende Brocken brachen dabei immer wieder daraus hervor und steckten die Vegetation, die dort auf ca. 1300 m meist aus Ginsterbüschen besteht, in Brand.
Wie das INGV berichtet, hatte sich am Abend des 10. August, um 23:30 Uhr ein neuer effusiver Schlot auf 1900 m Höhe, in der Nähe des Monte Simone geöffnet. Am 11. August um 11:30 Uhr zeigte sich dort in der Nähe auf 2090 m dann ein weiterer effusiver Schlot. Diese beiden Schlote nährten zusammen mit der Öffnung auf 2750 m Höhe ein komplexes Lavafeld, dessen am weitesten fortgeschrittene Front um 18:00 Uhr 1360 m hohes Gelände erreicht hatte. Diese Front wurde in der Nähe des Rocca Capra, im nordöstlichen Abschnitt des Valle del Bove beobachtet.
Die geophysikalischen Parameter zeigten am Abend des 11. August eine leichte Deflation im Bereich der Gipfelkrater. Die Hangneigung begann sich an den Stationen PDN und ECP zu dem Zeitpunkt zu ändern, an dem an der Bocca Nuova Ascheemission einsetzte (16:10 Uhr). Die Quelle des Tremors lag am 11. August weiterhin unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe [1] [2] [3].
Am Abend des 12. August berichtete das INGV, dass die effusiven Schlote auf 2750 m, 2090 m und 1900 m Höhe weiterhin aktiv sind, während der Schlot auf 2360 m keine Lava mehr fördert. Die am weitesten fortgeschrittene Front des Lavastroms befand sich weiterhin auf 1365 m Höhe am Rocca Capra. Die Quelle des Tremors blieb unverändert [4].
Dieses Webcam-Foto vom heutigen Abend zeigt die Eruption aus östlicher Richtung. Die Voragine (links) generiert weiterhin anhaltend strombolianische Explosionen und die daraus resultierende
Eruptionssäule, die viel Asche enthält wird in südliche Richtung verfrachtet. Rechts von der Voragine erkennt man die Gaswolke aus dem Nordostkrater, die von der austretenden Lava
rötlich illuminiert wird. Eine Wetterwolke über dem Valle del Bove erscheint ebenfalls Glutrot, was auf die Lavaströme im Tal zurück zu führen ist:

Foto vom 12.08.2026, 20:27 Uhr: Milo-Webcam des INGV

Foto vom 12.08.2026, 20:27 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Der Tremor bewegte sich in den letzten Tagen weiterhin auf hohem Niveau und unterlag einem leichten, aber ständigen Aufwärtstrend [5].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicato Etna. 2026/08/11 00:25 (22:25 UTC)
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicato Etna. 2026/08/11 12:41 (10:41 UTC)
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10. August 2026
In den vergangenen zwei Tagen hat sich die explosive Aktivität an der Voragine fortgesetzt. Weiterhin wird zeitweise kräftig Asche emittiert. Die beiden effusiven Schlote sind ebenfalls
noch aktiv und nähren Lavaströme, die sich in das Valle del Bove ergießen. Der Tremor blieb hoch.
Während der Nacht auf den 09. August setzte sich die strombolianische Aktivität in der Voragine unter schwankender Intensität fort. Dabei wurde weiterhin Asche generiert, die in südliche Richtung verfrachtet wurde. Auch die beiden effusiven Schlote auf 2750 m bzw. 2360 m Höhe förderten weiterhin Lava. Über die Monte Cagliato Wärmebildkamera des INGV war erkennbar, dass der südliche Teilstrom des Lavastroms aus 2750 m kaum noch vorankam und in der Nähe des Rocca Musarra auf ca. 1700 m Höhe stagnierte. Unterdessen arbeitete sich der Hauptstrom über flaches Gelände nördlich des Rocca Musarra langsam nach Osten voran und dürfte am Morgen des 09. August ca. 1800 m Höhe erreicht haben.
Nach Sonnenaufgang zeigte sich über der Voragine eine Wolke, die hauptsächlich aus Gas und Dampf bestand und nicht sonderlich viel Asche zu enthalten schien. Gegen Mittag behinderten Wolken die Beobachtungen. Gegen Abend lockerte es wieder auf und nun zeigte sich erneut eine dunkle Eruptionssäule über der Voragine mit hohem Ascheanteil. Die Asche wurde in Richtung Süd/Südost getragen und behinderte auch weiterhin den Flugverkehr in Catania.
Der Lavastrom aus 2750 m Höhe war inzwischen wieder schneller nach Osten unterwegs, denn er hatte steileres Gelände auf ca. 1600 m Höhe erreicht. Am Abend stagnierte die am weitesten fortgeschrittene Front auf ca. 1550 m Höhe westlich des Rocca Capra. Der Schlot auf 2360 m Höhe förderte auch am Abend des 09. August noch Lava. Ob seine Front nennenswert Hang abwärts vorankam, konnte ich über die Webcams nicht erkennen, da der Kegel des Monte Simone den Blick versperrte.
Am Abend des 09. August generierte die Voragine weiterhin anhaltend strombolianische Explosionen, die glühendes pyroklastisches Material mindestens 100 m hoch empor schleuderten.
Während der Nacht auf den 10. August verstärkte sich die explosive Aktivität noch etwas und es wurde vermehrt Asche ausgestoßen. Dies verschärfte die Situation am Internationalen Flughafen von Catania weiter, wo es bereits an den Vortagen zu erheblichen Verspätungen und Flugausfällen bedingt durch die Asche gekommen war. Die beiden Schlote auf 2360 m bzw. 2750 m förderten auch in der Nacht auf den 10. August ergiebig Lava. Diese wälzte sich weiterhin vorbei am Monte Simone dem nördlichen Abschnitt des Valle del Bove hinab und formte dabei ein komplexes Lavafeld aus sich überlappenden Teilströmen. Die Fronten der Lavaströme kamen jedoch nur langsam voran und waren im Gebiet nordöstlich des Rocca Musarra auf ca. 1400 - 1500 m Höhe unterwegs.
Am Tage behinderten Wolken zeitweise die Beobachtung der eruptiven Aktivität. Zwischen den Wolken war jedoch erkennbar, dass die Voragine zeitweise eine dunkle Eruptionssäule nährte. Am Abend wirkten die Lavaströme über die Cagliato-Wärmebildkamera nicht mehr so gut genährt, wie am Vortag. Allerdings ist es auch möglich, dass sich hier bereits Lavatunnel entwickelt haben, die teilweise die Wärmestrahlung abschwächen.
Wie das INGV berichtet hat die am weitesten fortgeschrittene Front der Lavaströme im Valle del Bove am Abend des 10. August ca. 1300 m hohes Gelände in der Nähe des Rocca Palombe erreicht. Wie weiter berichtet wird liegt die Quelle des Tremors weiterhin unter der Voragine auf 2900 - 3000 m Höhe. Die Daten der klinometrischen Station ECP zeigten eine Abweichung von insgesamt 8 Mikroradiant [1] [2].
Der Tremor bewegte sich in den vergangenen beiden Tagen auf hohem Niveau und unterlag dabei einem leicht steigenden Trend [3].
Während der Nacht auf den 09. August setzte sich die strombolianische Aktivität in der Voragine unter schwankender Intensität fort. Dabei wurde weiterhin Asche generiert, die in südliche Richtung verfrachtet wurde. Auch die beiden effusiven Schlote auf 2750 m bzw. 2360 m Höhe förderten weiterhin Lava. Über die Monte Cagliato Wärmebildkamera des INGV war erkennbar, dass der südliche Teilstrom des Lavastroms aus 2750 m kaum noch vorankam und in der Nähe des Rocca Musarra auf ca. 1700 m Höhe stagnierte. Unterdessen arbeitete sich der Hauptstrom über flaches Gelände nördlich des Rocca Musarra langsam nach Osten voran und dürfte am Morgen des 09. August ca. 1800 m Höhe erreicht haben.
Nach Sonnenaufgang zeigte sich über der Voragine eine Wolke, die hauptsächlich aus Gas und Dampf bestand und nicht sonderlich viel Asche zu enthalten schien. Gegen Mittag behinderten Wolken die Beobachtungen. Gegen Abend lockerte es wieder auf und nun zeigte sich erneut eine dunkle Eruptionssäule über der Voragine mit hohem Ascheanteil. Die Asche wurde in Richtung Süd/Südost getragen und behinderte auch weiterhin den Flugverkehr in Catania.
Der Lavastrom aus 2750 m Höhe war inzwischen wieder schneller nach Osten unterwegs, denn er hatte steileres Gelände auf ca. 1600 m Höhe erreicht. Am Abend stagnierte die am weitesten fortgeschrittene Front auf ca. 1550 m Höhe westlich des Rocca Capra. Der Schlot auf 2360 m Höhe förderte auch am Abend des 09. August noch Lava. Ob seine Front nennenswert Hang abwärts vorankam, konnte ich über die Webcams nicht erkennen, da der Kegel des Monte Simone den Blick versperrte.
Am Abend des 09. August generierte die Voragine weiterhin anhaltend strombolianische Explosionen, die glühendes pyroklastisches Material mindestens 100 m hoch empor schleuderten.
Während der Nacht auf den 10. August verstärkte sich die explosive Aktivität noch etwas und es wurde vermehrt Asche ausgestoßen. Dies verschärfte die Situation am Internationalen Flughafen von Catania weiter, wo es bereits an den Vortagen zu erheblichen Verspätungen und Flugausfällen bedingt durch die Asche gekommen war. Die beiden Schlote auf 2360 m bzw. 2750 m förderten auch in der Nacht auf den 10. August ergiebig Lava. Diese wälzte sich weiterhin vorbei am Monte Simone dem nördlichen Abschnitt des Valle del Bove hinab und formte dabei ein komplexes Lavafeld aus sich überlappenden Teilströmen. Die Fronten der Lavaströme kamen jedoch nur langsam voran und waren im Gebiet nordöstlich des Rocca Musarra auf ca. 1400 - 1500 m Höhe unterwegs.
Am Tage behinderten Wolken zeitweise die Beobachtung der eruptiven Aktivität. Zwischen den Wolken war jedoch erkennbar, dass die Voragine zeitweise eine dunkle Eruptionssäule nährte. Am Abend wirkten die Lavaströme über die Cagliato-Wärmebildkamera nicht mehr so gut genährt, wie am Vortag. Allerdings ist es auch möglich, dass sich hier bereits Lavatunnel entwickelt haben, die teilweise die Wärmestrahlung abschwächen.
Wie das INGV berichtet hat die am weitesten fortgeschrittene Front der Lavaströme im Valle del Bove am Abend des 10. August ca. 1300 m hohes Gelände in der Nähe des Rocca Palombe erreicht. Wie weiter berichtet wird liegt die Quelle des Tremors weiterhin unter der Voragine auf 2900 - 3000 m Höhe. Die Daten der klinometrischen Station ECP zeigten eine Abweichung von insgesamt 8 Mikroradiant [1] [2].
Der Tremor bewegte sich in den vergangenen beiden Tagen auf hohem Niveau und unterlag dabei einem leicht steigenden Trend [3].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicato Etna. 2026/08/10 10:16 (08:16 UTC)
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08. August 2026
Die explosive Aktivität in der Voragine dauerte auch heute unter Abschwächung an. Weiterhin wird Lava aus einem Schlot auf 2750 m Höhe gefördert. Am Monte Rittmann öffnete
sich auf 2360 m Höhe ein neuer eruptiver Schlot. Der Tremor ist unterdessen etwas zurück gegangen.
Während der Nacht auf den 08. August dauerte die explosive Aktivität in der Voragine an. Dabei wurde glühendes pyroklastisches Material mindestens 100 m in die Höhe geschleudert. Die Aktivität nährte weiterhin eine Eruptionssäule aus Gas und Asche, die vom Wind in südliche Richtung gebogen wurde. Am Morgen des 08. August enthielt die Eruptionssäule mal mehr und mal weniger schwarze Asche, was auf ein pulsieren der Aktivität hindeutete. Gegen Mittag behinderten Wolken die Beobachtung der eruptiven Aktivität. Als es am Nachmittag wieder auflockerte war die Aschefreisetzung deutlich zurückgegangen. Mit zunehmender Dunkelheit waren dann weiterhin strombolianische Explosionen an der Voragine erkennbar, wobei die Intensität gegenüber der vergangenen Nacht deutlich nachgelassen hatte.
An dem Schlot im Valle del Leone auf 2750 m Höhe wurde auch während der Nacht auf den 08. August weiterhin Lava gefördert. Diese nährte einen Strom im Valle del Bove, der sich im Laufe der Nacht noch weiter verbreiterte und auf einer Höhe von ca. 1900 - 2000 m in südliche Richtung expandierte. Im Laufe des 08. August zeigte er sich dann nicht mehr so gut genährt, war aber immer noch aktiv. Seine Fronten schienen jedoch zu stagnieren oder sich zurück zu ziehen.
Wie das INGV berichtet erfolgte die strombolianische Aktivität an der Voragine am Morgen des 08. August aus drei Öffnungen, mit unterschiedlicher Intensität. Der Lavastrom aus dem Schlot auf 2750 m Höhe hatte am Morgen eine Höhe von 1850 m erreicht und war unterhalb des Monte Simone unterwegs.
Wie weiter berichtet wird öffnete sich um 11:28 Uhr ein neuer eruptiver Schlot im Valle del Bove auf einer Höhe von 2360 m. Er befand sich in der Nähe des Monte Rittmann. Dabei entwickelten sich zwei kleine pyroklastische Srtöme. Der neue Schlot nährte einen Lavastrom, der nur langsam vorankam. Um 13:00 Uhr befand sich seine Front auf 2100 m Höhe.
Die Quelle des Tremors befand sich am Morgen des 08. August weiterhin unterhalb der Voragine auf ca. 3000 m Höhe. Die Daten der klinometrischen Station ECP zeigten eine Abweichung von insgesamt 5,7 Mikroradiant [1].
Der Tremor schwankte am 08. August auf hohem Niveau, unterlag dabei aber insgesamt einem leicht fallenden Trend. Am Abend erreichte er die Grenze zu mittlerem Niveau [2].
Während der Nacht auf den 08. August dauerte die explosive Aktivität in der Voragine an. Dabei wurde glühendes pyroklastisches Material mindestens 100 m in die Höhe geschleudert. Die Aktivität nährte weiterhin eine Eruptionssäule aus Gas und Asche, die vom Wind in südliche Richtung gebogen wurde. Am Morgen des 08. August enthielt die Eruptionssäule mal mehr und mal weniger schwarze Asche, was auf ein pulsieren der Aktivität hindeutete. Gegen Mittag behinderten Wolken die Beobachtung der eruptiven Aktivität. Als es am Nachmittag wieder auflockerte war die Aschefreisetzung deutlich zurückgegangen. Mit zunehmender Dunkelheit waren dann weiterhin strombolianische Explosionen an der Voragine erkennbar, wobei die Intensität gegenüber der vergangenen Nacht deutlich nachgelassen hatte.
An dem Schlot im Valle del Leone auf 2750 m Höhe wurde auch während der Nacht auf den 08. August weiterhin Lava gefördert. Diese nährte einen Strom im Valle del Bove, der sich im Laufe der Nacht noch weiter verbreiterte und auf einer Höhe von ca. 1900 - 2000 m in südliche Richtung expandierte. Im Laufe des 08. August zeigte er sich dann nicht mehr so gut genährt, war aber immer noch aktiv. Seine Fronten schienen jedoch zu stagnieren oder sich zurück zu ziehen.
Wie das INGV berichtet erfolgte die strombolianische Aktivität an der Voragine am Morgen des 08. August aus drei Öffnungen, mit unterschiedlicher Intensität. Der Lavastrom aus dem Schlot auf 2750 m Höhe hatte am Morgen eine Höhe von 1850 m erreicht und war unterhalb des Monte Simone unterwegs.
Wie weiter berichtet wird öffnete sich um 11:28 Uhr ein neuer eruptiver Schlot im Valle del Bove auf einer Höhe von 2360 m. Er befand sich in der Nähe des Monte Rittmann. Dabei entwickelten sich zwei kleine pyroklastische Srtöme. Der neue Schlot nährte einen Lavastrom, der nur langsam vorankam. Um 13:00 Uhr befand sich seine Front auf 2100 m Höhe.
Die Quelle des Tremors befand sich am Morgen des 08. August weiterhin unterhalb der Voragine auf ca. 3000 m Höhe. Die Daten der klinometrischen Station ECP zeigten eine Abweichung von insgesamt 5,7 Mikroradiant [1].
Auf diesem Foto der Cagliato-Wärmebildkamera vom Abend des 08. August kann man die Lavaströme im Valle del Bove erkennen. Die größere thermische Anomalie links stammt vom Lavastrom,
der vom Schlot auf 2750 m Höhe gespeist wird. Er hat sich weitgehend verdeckt ein ganzes Stück nach Süden ausgedehnt und nur in der Bildmitte zeigt sich dies in Form einer kleinen
länglichen thermische Anomalie. Ganz rechts kann man den kleinen Lavastrom aus dem neuen Schlot auf 2360 m Höhe erkennen:

Foto vom 08.08.2026, 21:39 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.

Foto vom 08.08.2026, 21:39 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.
Der Tremor schwankte am 08. August auf hohem Niveau, unterlag dabei aber insgesamt einem leicht fallenden Trend. Am Abend erreichte er die Grenze zu mittlerem Niveau [2].
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07. August 2026
In der vergangenen Nacht kam es an der Voragine zu einer paroxysmalen Phase, die mit der Förderung von Lavafontänen verbunden war. Heute Morgen öffnete sich ein effusiver Schlot
im Valle del Leone, der einen Lavastrom in das Valle del Bove fördert. Der Tremor hält sich auf hohem Niveau.
Während der Nacht auf den 01. August war an der Voragine sporadisch noch schwacher Glutschein erkennbar. Am Tage kam es dort zu geringen Aschefreisetzungen. Ansonsten wurde anhaltend Dampf emittiert. Nennenswerte thermische Anomalien waren nicht mehr zu erkennen. Im Laufe der vergangenen Woche setzte die Voragine dann nur noch anhaltend Gas frei.
Aus der Bocca Nuova wurde in der letzten Woche mäßig Gas emittiert. Am Südostkraterkomplex kam es zu anhaltender Gasemission aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters. Der Nordostkrater setzte nur mäßig Gas frei.
In der Nacht auf den 06. August kam es dann in der Voragine um 02:51 Uhr zu einem explosiven Ereignis das über die Wärmebildkameras erkennbar war. Dabei wurde etwas heißes Material, sowie Asche ausgeworfen. Anschließend setzte an der Voragine sehr milde strombolianische Aktivität ein. Mit zunehmender Dunkelheit waren dann am Abend des 06. August stärkere strombolianische Explosionen erkennbar. Diese erfolgten in rascher Reihenfolge und schleuderten glühendes pyroklastisches Material einige zig Meter über den Kraterrand hinaus. Im Laufe des Abends steigerte sich diese Aktivität weiter und ging gegen 21:30 Uhr in die Freisetzung von Lavafontänen über.
Kurz vor 01:00 Uhr begann an der oberen Ostflanke der Voragine ein Übertritt von Lava über den Kraterrand. Die Lava bewegte sich anschließend langsam der Basis des Zentralkraterkegels entlang in nördliche bis nordöstliche Richtung. Gegen 04:00 Uhr schwächte sich die Lavaförderung wieder ab, jedoch kam es eine Stunde später erneut zu einem weiteren kurzen Übertritt. Auch ergoss sich während der paroxysmalen Phase ein Lavastrom von der Voragine in den Nordostkrater.
Die Eruptionssäule wurde vom Wind in südliche Richtung verfrachtet und im Raum Ragalna - Adrano kam es zu Ascheregen. Gegen 04:00 Uhr hörte die Emission von Lavafontänen auf und ging in anhaltende und kräftige strombolianische Aktivität über. Mit zunehmender Helligkeit war heute Morgen gegen 05:30 Uhr allerdings weiterhin eine dunkelgraue Eruptionssäule über dem Ätna erkennbar. Ascheregen wurde aus den Ortschaften entlang der Südflanke des Ätna, wie z.B. Nicolosi gemeldet. Die Ascheemissionen behinderten nun auch zunehmend den Flugverkehr am Internationalen Flughafen von Catania.
Gegen 08:00 Uhr war auf der Cagliato Wärmebildkamera eine neue thermische Anomalie an der oberen Ostflanke des Ätna erkennbar. Bald zeigte sich, dass es sich um einen weiteren Lavastrom handelte, der sich schnell in nordöstlicher Richtung durch das Valle del Leone bewegte. Der zunächst schmale Strom wurde nach 10:00 Uhr immer besser genährt und verbreiterte sich deutlich, als er gegen 10:30 Uhr schnell dem steiler werdenden Gelände im hohen Abschnitt des Valle del Bove herab strömte. Dabei bewegte er sich auf den Monte Simone zu. Gegen 13:30 Uhr dehnte er sich auf wieder flacher werdendem Gelände auf ca. 2000 m Höhe in südliche Richtung aus. Auch heute Abend zeigte sich der Lavastrom weiterhin gut genährt und expandierte weiter langsam nach Süden und Osten.
Die Ascheemissionen aus der Voragine ließen über den Mittag/Nachmittag etwas nach, verstärkten sich dann aber bald wieder. Bei Sonnenuntergang zeigte sich an der Voragine lebhafte strombolianische Aktivität.
Wie das INGV berichtet hatte sich der effusive Schlot heute Morgen um 09:30 Uhr im Valle del Leone auf ca. 2750 m Höhe geöffnet. Die eruptive Aktivität führte inzwischen auch zu nennenswerten Bodendeformationen. So wurde an den klinometrischen Stationen im Gipfelbereich eine maximale Veränderung der Neigung von 3,2 Mikroradiant gemessen. Während die GPS-Stationen im Gipfelbereich kaum Abweichungen zeigten, wurde an der GPS-Station am Monte Crisimo (CRI) eine Verschiebung nach Osten von 4 cm registriert [2].
Das INGV lieferte auch noch Daten zum Lavastrom, der während der eruptiven Phase vom 30./31. Juli emittiert wurde. Wie berichtet wird erfolgte dabei die Förderung des Lavastroms im Valle del Leone aus zwei effusiven Schloten, die sich auf ca. 2700 m Höhe entlang einer eruptiven Spalte geöffnet hatten. Der Lavastrom, der sich während der Nacht auf den 31. Juli durch das Valle del Leone bewegte, teilte sich am Monte Simone in drei Zungen auf. Während der erste Teilstrom im Krater des Monte Simone zum Stillstand kam, bewegten sich die anderen zwei nördlich und südlich um den Kegel herum. Sie kamen dann auf 1990 m bzw. 1950 m zum Stillstand. Während dem 31. Juli ging die Lavaemission immer weiter zurück und am 01. August wurden von den effusiven Schloten im Valle del Leone nur noch etwas Lava emittiert. Während der Nacht auf den 02. August ging die Lavaemission dann ganz zu Ende. Die Länge des Lavastroms wurde mit ca. 2,9 Km bestimmt und das Volumen mit 500.000 m3 angegeben (40% Fehler) [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte bis zum 30. Juli zunächst eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Während der Eruption der Voragine verlagerte sich die Quelle der Ereignisse vom Nordostkrater zur Voragine und die Anzahl und Amplitude der Ereignisse erhöhte sich deutlich. Ab dem 01. August verlagerte sich die Quelle wieder zurück zum Nordostkrater und die Amplitude ging zurück. Ab dem 02. August verringerte sich auch die Anzahl an Infraschallereignissen deutlich [1}.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 27. Juli und 02. August keine auffälligen Veränderungen.
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 27. Juli und 02. August eine Abweichung von 2,5 Mikroradiant, die auf die Eruption der Voragine am 30. Juli zurückzuführen ist [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 27. Juli bis 02. August auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 27. Juli bis 02. August auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme zeigten in der vergangenen Woche zunächst nur schwache langperiodische Signale, sowie anhaltendes leichtes Rauschen, verursacht durch erhöhten Tremor. Ab dem 03. August waren dann regelmäßig auftretende Explosionssignale erkennbar. Diese nahmen an Häufigkeit und Intensität an den nachfolgenden Tagen zu.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche auf mittlerem Niveau. Am Nachmittag des 06. August begann er schnell zu steigen und erreichte am Abend hohes Niveau. Am späten Abend bildete sich eine Spitze aus, danach fiel er wieder ab, hielt sich jedoch auf hohem Niveau. Die Quelle des Tremors lag heute unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe [3].
Am 03.08. kam es am Monte Frumento Supino (obere Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.7 [4].
Während der Nacht auf den 01. August war an der Voragine sporadisch noch schwacher Glutschein erkennbar. Am Tage kam es dort zu geringen Aschefreisetzungen. Ansonsten wurde anhaltend Dampf emittiert. Nennenswerte thermische Anomalien waren nicht mehr zu erkennen. Im Laufe der vergangenen Woche setzte die Voragine dann nur noch anhaltend Gas frei.
Aus der Bocca Nuova wurde in der letzten Woche mäßig Gas emittiert. Am Südostkraterkomplex kam es zu anhaltender Gasemission aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters. Der Nordostkrater setzte nur mäßig Gas frei.
In der Nacht auf den 06. August kam es dann in der Voragine um 02:51 Uhr zu einem explosiven Ereignis das über die Wärmebildkameras erkennbar war. Dabei wurde etwas heißes Material, sowie Asche ausgeworfen. Anschließend setzte an der Voragine sehr milde strombolianische Aktivität ein. Mit zunehmender Dunkelheit waren dann am Abend des 06. August stärkere strombolianische Explosionen erkennbar. Diese erfolgten in rascher Reihenfolge und schleuderten glühendes pyroklastisches Material einige zig Meter über den Kraterrand hinaus. Im Laufe des Abends steigerte sich diese Aktivität weiter und ging gegen 21:30 Uhr in die Freisetzung von Lavafontänen über.
Kurz vor 01:00 Uhr begann an der oberen Ostflanke der Voragine ein Übertritt von Lava über den Kraterrand. Die Lava bewegte sich anschließend langsam der Basis des Zentralkraterkegels entlang in nördliche bis nordöstliche Richtung. Gegen 04:00 Uhr schwächte sich die Lavaförderung wieder ab, jedoch kam es eine Stunde später erneut zu einem weiteren kurzen Übertritt. Auch ergoss sich während der paroxysmalen Phase ein Lavastrom von der Voragine in den Nordostkrater.
Die Eruptionssäule wurde vom Wind in südliche Richtung verfrachtet und im Raum Ragalna - Adrano kam es zu Ascheregen. Gegen 04:00 Uhr hörte die Emission von Lavafontänen auf und ging in anhaltende und kräftige strombolianische Aktivität über. Mit zunehmender Helligkeit war heute Morgen gegen 05:30 Uhr allerdings weiterhin eine dunkelgraue Eruptionssäule über dem Ätna erkennbar. Ascheregen wurde aus den Ortschaften entlang der Südflanke des Ätna, wie z.B. Nicolosi gemeldet. Die Ascheemissionen behinderten nun auch zunehmend den Flugverkehr am Internationalen Flughafen von Catania.
Gegen 08:00 Uhr war auf der Cagliato Wärmebildkamera eine neue thermische Anomalie an der oberen Ostflanke des Ätna erkennbar. Bald zeigte sich, dass es sich um einen weiteren Lavastrom handelte, der sich schnell in nordöstlicher Richtung durch das Valle del Leone bewegte. Der zunächst schmale Strom wurde nach 10:00 Uhr immer besser genährt und verbreiterte sich deutlich, als er gegen 10:30 Uhr schnell dem steiler werdenden Gelände im hohen Abschnitt des Valle del Bove herab strömte. Dabei bewegte er sich auf den Monte Simone zu. Gegen 13:30 Uhr dehnte er sich auf wieder flacher werdendem Gelände auf ca. 2000 m Höhe in südliche Richtung aus. Auch heute Abend zeigte sich der Lavastrom weiterhin gut genährt und expandierte weiter langsam nach Süden und Osten.
Die Ascheemissionen aus der Voragine ließen über den Mittag/Nachmittag etwas nach, verstärkten sich dann aber bald wieder. Bei Sonnenuntergang zeigte sich an der Voragine lebhafte strombolianische Aktivität.
Wie das INGV berichtet hatte sich der effusive Schlot heute Morgen um 09:30 Uhr im Valle del Leone auf ca. 2750 m Höhe geöffnet. Die eruptive Aktivität führte inzwischen auch zu nennenswerten Bodendeformationen. So wurde an den klinometrischen Stationen im Gipfelbereich eine maximale Veränderung der Neigung von 3,2 Mikroradiant gemessen. Während die GPS-Stationen im Gipfelbereich kaum Abweichungen zeigten, wurde an der GPS-Station am Monte Crisimo (CRI) eine Verschiebung nach Osten von 4 cm registriert [2].
Dieses Webcam-Foto vom heutigen Morgen zeigt die eruptive Aktivität von Osten aus. Während es an der Voragine zu kräftiger strombolianischer Aktivität kommt, die eine dunkelgraue
Eruptionssäule nährt, bewegt sich noch ein kleiner Lavastrom entlang der östlichen Basis des Zentralkraterkegels nach Nordosten (unterer rechter Bildrand):

Foto vom 07.08.2026, 05:27 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Mit Hilfe der Cagliato-Wärmebildkamera lässt sich der Lavastrom im Valle del Bove heute Abend gut erkennen. Er stammt von einem Schlot auf 2750 m Höhe im oberen Valle del Leone und bewegt sich immer noch gut genährt, vorbei am Monte Simone nach Osten. Auf ca. 2000 m Höhe dehnt er sich auch in südliche Richtung (nach links) aus:

Foto vom 07.08.2026, 21:09 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.

Foto vom 07.08.2026, 05:27 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Mit Hilfe der Cagliato-Wärmebildkamera lässt sich der Lavastrom im Valle del Bove heute Abend gut erkennen. Er stammt von einem Schlot auf 2750 m Höhe im oberen Valle del Leone und bewegt sich immer noch gut genährt, vorbei am Monte Simone nach Osten. Auf ca. 2000 m Höhe dehnt er sich auch in südliche Richtung (nach links) aus:

Foto vom 07.08.2026, 21:09 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.
Das INGV lieferte auch noch Daten zum Lavastrom, der während der eruptiven Phase vom 30./31. Juli emittiert wurde. Wie berichtet wird erfolgte dabei die Förderung des Lavastroms im Valle del Leone aus zwei effusiven Schloten, die sich auf ca. 2700 m Höhe entlang einer eruptiven Spalte geöffnet hatten. Der Lavastrom, der sich während der Nacht auf den 31. Juli durch das Valle del Leone bewegte, teilte sich am Monte Simone in drei Zungen auf. Während der erste Teilstrom im Krater des Monte Simone zum Stillstand kam, bewegten sich die anderen zwei nördlich und südlich um den Kegel herum. Sie kamen dann auf 1990 m bzw. 1950 m zum Stillstand. Während dem 31. Juli ging die Lavaemission immer weiter zurück und am 01. August wurden von den effusiven Schloten im Valle del Leone nur noch etwas Lava emittiert. Während der Nacht auf den 02. August ging die Lavaemission dann ganz zu Ende. Die Länge des Lavastroms wurde mit ca. 2,9 Km bestimmt und das Volumen mit 500.000 m3 angegeben (40% Fehler) [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte bis zum 30. Juli zunächst eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Während der Eruption der Voragine verlagerte sich die Quelle der Ereignisse vom Nordostkrater zur Voragine und die Anzahl und Amplitude der Ereignisse erhöhte sich deutlich. Ab dem 01. August verlagerte sich die Quelle wieder zurück zum Nordostkrater und die Amplitude ging zurück. Ab dem 02. August verringerte sich auch die Anzahl an Infraschallereignissen deutlich [1}.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 27. Juli und 02. August keine auffälligen Veränderungen.
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 27. Juli und 02. August eine Abweichung von 2,5 Mikroradiant, die auf die Eruption der Voragine am 30. Juli zurückzuführen ist [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 27. Juli bis 02. August auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 27. Juli bis 02. August auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme zeigten in der vergangenen Woche zunächst nur schwache langperiodische Signale, sowie anhaltendes leichtes Rauschen, verursacht durch erhöhten Tremor. Ab dem 03. August waren dann regelmäßig auftretende Explosionssignale erkennbar. Diese nahmen an Häufigkeit und Intensität an den nachfolgenden Tagen zu.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche auf mittlerem Niveau. Am Nachmittag des 06. August begann er schnell zu steigen und erreichte am Abend hohes Niveau. Am späten Abend bildete sich eine Spitze aus, danach fiel er wieder ab, hielt sich jedoch auf hohem Niveau. Die Quelle des Tremors lag heute unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe [3].
Am 03.08. kam es am Monte Frumento Supino (obere Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.7 [4].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Etna. BOLLETTINO SETTIMANALE. SETTIMANA DI RIFERIMENTO 27/07/2026 - 02/08/2026
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicato Etna. 2026/08/07 15:58 (13:58 UTC)
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
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31. Juli 2026
Gestern Abend öffnete sich ein effusiver Schlot im Valle del Leone und emittierte einen Lavastrom in das Valle del Bove. Sowohl die strombolianische Aktivität in der Voragine, als auch
die Lavaemission endeten heute bereits wieder. Der Tremor ist kräftig gefallen.
Am Abend des 30. Juli war gegen 22:00 Uhr eine kleine thermische Anomalie an der oberen Nordostflanke des Ätna, im Gebiet des Valle del Leone erkennbar. Rasch vergrößerte sie sich und bald war klar, dass es sich um einen Lavastrom handelte. Dieser schlug eine östliche Richtung ein und bewegte sich schnell hinunter in das Valle del Bove. Der gut genährte Strom war dabei im nördlichen Abschnitt des Valle del Bove, unterhalb der Serra delle Concazze unterwegs. Gegen 01:30 Uhr tauchte die am weitesten fortgeschrittene Front im Gebiet nördlich des Rocca Musarra auf ca. 1650 m Höhe auf. Im Laufe der späteren Morgenstunden ließ die Förderrate offenbar nach, denn ab ca. 08:00 Uhr schwächte sich die, durch die Lava erzeugte thermische Anomalie allmählich ab. Dieser Trend setzte sich am heutigen Tage weiter fort und am Abend wirkte der Strom kaum noch genährt.
An der Voragine ließ in der vergangenen Nacht nach ca. 02:00 Uhr die strombolianische Aktivität deutlich nach. Nach Sonnenaufgang wurde heute nur noch sporadisch etwas graue Asche emittiert. Ansonsten kam es dort nur zur Freisetzung von Gas und Dampf.
Wie das INGV berichtet wurde der Lavastrom von einem effusiven Schlot genährt, der sich am 30. Juli, um 20:49 Uhr im Valle del Leone auf 2700 m Höhe geöffnet hatte. Am Morgen gegen 10:00 Uhr bewegte sich seine Front auf 1700 - 1750 m Höhe, oberhalb des Rocca Capra.
Wie weiter berichtet wird verzeichnete man am Abend des 30. Juli an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 180 Nanostrain. An der klinometrischen Station ECP registrierte man eine Veränderung der Neigung von 2,5 Mikroradiant.
Nach dem Ende der strombolianischen Aktivität an der Voragine, registrierte man heute ab ca. 02:00 Uhr einen rapiden Abfall des Tremors. Die Quelle des Tremors verlagerte sich dabei in Richtung Südostrater auf eine Höhe von 2500 - 2900 m [1] [2].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten heute Morgen, nach einem rapiden Abfall des Tremors, wiederholt kräftige Explosionssignale, sowie einige langperiodische Signale.
Der Tremor, der sich am späten Abend des 30. Juli noch auf sehr hohem Niveau bewegte, fiel nach 02:00 Uhr rapide ab und erreichte niedriges Niveau. Im Laufe des Tages stieg er wieder etwas an und schwankt seitdem um die Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [3].
Am Abend des 30. Juli war gegen 22:00 Uhr eine kleine thermische Anomalie an der oberen Nordostflanke des Ätna, im Gebiet des Valle del Leone erkennbar. Rasch vergrößerte sie sich und bald war klar, dass es sich um einen Lavastrom handelte. Dieser schlug eine östliche Richtung ein und bewegte sich schnell hinunter in das Valle del Bove. Der gut genährte Strom war dabei im nördlichen Abschnitt des Valle del Bove, unterhalb der Serra delle Concazze unterwegs. Gegen 01:30 Uhr tauchte die am weitesten fortgeschrittene Front im Gebiet nördlich des Rocca Musarra auf ca. 1650 m Höhe auf. Im Laufe der späteren Morgenstunden ließ die Förderrate offenbar nach, denn ab ca. 08:00 Uhr schwächte sich die, durch die Lava erzeugte thermische Anomalie allmählich ab. Dieser Trend setzte sich am heutigen Tage weiter fort und am Abend wirkte der Strom kaum noch genährt.
An der Voragine ließ in der vergangenen Nacht nach ca. 02:00 Uhr die strombolianische Aktivität deutlich nach. Nach Sonnenaufgang wurde heute nur noch sporadisch etwas graue Asche emittiert. Ansonsten kam es dort nur zur Freisetzung von Gas und Dampf.
Dieses Foto der Monte Cagliato Wärmebildkamera wurde am heutigen frühen Morgen gemacht und zeigt den Lavastrom aus dem Valle del Leone als thermische Anomalie. Zu diesem Zeitpunkt hatte
der Strom fast schon seine maximale Länge erreicht. Seine Front bewegte sich auf ca. 1700 m Höhe oberhalb des Rocca Capre nördlich des Rocca Musarra:

Foto vom 31.07.2026, 02:24 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.

Foto vom 31.07.2026, 02:24 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.
Wie das INGV berichtet wurde der Lavastrom von einem effusiven Schlot genährt, der sich am 30. Juli, um 20:49 Uhr im Valle del Leone auf 2700 m Höhe geöffnet hatte. Am Morgen gegen 10:00 Uhr bewegte sich seine Front auf 1700 - 1750 m Höhe, oberhalb des Rocca Capra.
Wie weiter berichtet wird verzeichnete man am Abend des 30. Juli an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 180 Nanostrain. An der klinometrischen Station ECP registrierte man eine Veränderung der Neigung von 2,5 Mikroradiant.
Nach dem Ende der strombolianischen Aktivität an der Voragine, registrierte man heute ab ca. 02:00 Uhr einen rapiden Abfall des Tremors. Die Quelle des Tremors verlagerte sich dabei in Richtung Südostrater auf eine Höhe von 2500 - 2900 m [1] [2].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten heute Morgen, nach einem rapiden Abfall des Tremors, wiederholt kräftige Explosionssignale, sowie einige langperiodische Signale.
Der Tremor, der sich am späten Abend des 30. Juli noch auf sehr hohem Niveau bewegte, fiel nach 02:00 Uhr rapide ab und erreichte niedriges Niveau. Im Laufe des Tages stieg er wieder etwas an und schwankt seitdem um die Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [3].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicato Etna. 2026/07/30 21:33 (19:33 UTC)
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30. Juli 2026
Seit heute Morgen kommt es an der Voragine zu starker strombolianischer Aktivität, begleitet von kräftigen Ascheemissionen. Der Tremor schwankt auf hohem Niveau.
In der vergangenen Woche kam es an den Gipfelkratern zunächst zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am intensivsten und häufig pulsartig verstärkt. An der Bocca Nuova kam es weiterhin zu sporadischen Emissionen von grauer bis bräunlicher Asche. Die freigesetzten Mengen waren jedoch meist gering und die Emissionen waren nicht mehr so energiereich, wie in den Vorwochen. Am Südostkrater wurde anhaltend Gas auf Fumarolen emittiert. An der Voragine kam es zu anhaltender Gasemissionen aus dem Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, sowie aus Fumarolenfeldern.
Während den heutigen frühen Morgenstunden war dann plötzlich leichter Glutschein über der Voragine erkennbar. Dieser verstärkte sich ab ca. 04:00 Uhr deutlich und bald zeigte sich, dass es zu anhaltender strombolianischer Aktivität kam. Diese war im Bereich der eruptiven Spalte vom 05. Juli lokalisiert. Während den nächsten Stunden steigerte sich die eruptive Aktivität weiter und ab ca. 06:00 Uhr wurde vermehrt dunkle Asche freigesetzt. Gegen 09:00 Uhr stand schließlich eine dunkelgraue Eruptionssäule über der Voragine, die zunächst mehrere tausend Meter aufstieg, bevor sie vom Wind in nordwestliche Richtung verfrachtet wurde. Gegen Mittag verhinderten Wolken die weitere Beobachtung der Eruptionssäule und am Nachmittag, als es wieder auflockerte war der Ascheanteil deutlich geringer.
Heute Abend gegen 19:00 Uhr mischte sich dann wieder deutlich mehr Asche unter die Eruptionssäule und nach Sonnenuntergang waren lebhafte strombolianische Explosionen erkennbar. Diese erfolgten aus mindestens drei verschiedenen, dicht nebeneinander befindlichen Öffnungen. Sie lagen auf einer Linie, die sich über die Voragine in Richtung Nordostkrater zog; genau wie bei der letzten Aktivität Anfang Juli.
Wie das INGV berichtet begann die strombolianische Aktivität heute um 03:30 Uhr und verstärkte sich, begleitet von einem rapiden Anstieg des Tremors rasch. Die Quelle des Tremors lag dabei auf 3000 m Höhe zwischen Bocca Nuova und Voragine. Um 09:59 Uhr wurde ein kleiner pyroklastischer Strom beobachtet, der sich von der Voragine aus in Richtung Valle del Bove bewegte. Die strombolianische Aktivität ging schließlich in die Freisetzung einer Lavafontäne über. Die Eruptionssäule erreichte eine Höhe von 7000 m. Im Gebiet nordwestlich des Ätna kam es zu Ascheregen, so z.B. in Bronte. Ab 10:30 Uhr ging die strombolianische Aktivität deutlich zurück, allerdings wurde weiterhin Asche freigesetzt. Gleichzeitig fiel die Tremoramplitude deutlich ab. Die Quelle des Tremors verlagerte sich in einen Bereich westlich von Bocca Nuova und Voragine. Bei Beginn der Eruption wurde an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 60 Nanostrain registriert. Die klinometrische Station ECP registrierte unterdessen eine Veränderung der Neigung von einem Mikroradiant [4].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine auffälligen Veränderungen.
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 20. bis 26. Juli eine niedrige bis mittlere Anzahl an Ereignissen. Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur gelegentlich die Bocca Nuova. Die Amplitude der Ereignisse lag auf niedrigem bis mittlerem Niveau [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 20. bis 26. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 20. bis 26. Juli zunächst auf mittlerem Niveau, wobei sich ein steigender Trend zeigte und schließlich hohes Niveau erreicht wurde [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich Explosionssignale. Bedingt durch erhöhten Tremor war das Rauschen relativ hoch, so dass nur noch kräftige Signale erkennbar waren.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche relativ stark und näherte sich am 27.07. der Grenze zu hohem Niveau. Nach einem deutlichen Rückgang begann der Tremor am 29. Juli wieder zu steigen und bewegte sich entlang der Grenze zu hohem Niveau. In der vergangenen Nacht begann er dann ab ca. 03:00 Uhr rapide zu steigen. Er erreichte heute Vormittag einen ersten Höhepunkt auf sehr hohem Niveau, fiel dann über den Nachmittag wieder bis fast zur Grenze zu mittlerem Niveau ab und stieg gegen Abend erneut rapide an [2].
Am 25.07. wurde am Monte Grosso (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.5 verzeichnet. Am 25.07. kam es am Rifugio Citelli (Ost-/Nordostflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.7. Am 28.07. wurde am Monte Palestra (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.8 verzeichnet [3].
In der vergangenen Woche kam es an den Gipfelkratern zunächst zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am intensivsten und häufig pulsartig verstärkt. An der Bocca Nuova kam es weiterhin zu sporadischen Emissionen von grauer bis bräunlicher Asche. Die freigesetzten Mengen waren jedoch meist gering und die Emissionen waren nicht mehr so energiereich, wie in den Vorwochen. Am Südostkrater wurde anhaltend Gas auf Fumarolen emittiert. An der Voragine kam es zu anhaltender Gasemissionen aus dem Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, sowie aus Fumarolenfeldern.
Während den heutigen frühen Morgenstunden war dann plötzlich leichter Glutschein über der Voragine erkennbar. Dieser verstärkte sich ab ca. 04:00 Uhr deutlich und bald zeigte sich, dass es zu anhaltender strombolianischer Aktivität kam. Diese war im Bereich der eruptiven Spalte vom 05. Juli lokalisiert. Während den nächsten Stunden steigerte sich die eruptive Aktivität weiter und ab ca. 06:00 Uhr wurde vermehrt dunkle Asche freigesetzt. Gegen 09:00 Uhr stand schließlich eine dunkelgraue Eruptionssäule über der Voragine, die zunächst mehrere tausend Meter aufstieg, bevor sie vom Wind in nordwestliche Richtung verfrachtet wurde. Gegen Mittag verhinderten Wolken die weitere Beobachtung der Eruptionssäule und am Nachmittag, als es wieder auflockerte war der Ascheanteil deutlich geringer.
Heute Abend gegen 19:00 Uhr mischte sich dann wieder deutlich mehr Asche unter die Eruptionssäule und nach Sonnenuntergang waren lebhafte strombolianische Explosionen erkennbar. Diese erfolgten aus mindestens drei verschiedenen, dicht nebeneinander befindlichen Öffnungen. Sie lagen auf einer Linie, die sich über die Voragine in Richtung Nordostkrater zog; genau wie bei der letzten Aktivität Anfang Juli.
Wie das INGV berichtet begann die strombolianische Aktivität heute um 03:30 Uhr und verstärkte sich, begleitet von einem rapiden Anstieg des Tremors rasch. Die Quelle des Tremors lag dabei auf 3000 m Höhe zwischen Bocca Nuova und Voragine. Um 09:59 Uhr wurde ein kleiner pyroklastischer Strom beobachtet, der sich von der Voragine aus in Richtung Valle del Bove bewegte. Die strombolianische Aktivität ging schließlich in die Freisetzung einer Lavafontäne über. Die Eruptionssäule erreichte eine Höhe von 7000 m. Im Gebiet nordwestlich des Ätna kam es zu Ascheregen, so z.B. in Bronte. Ab 10:30 Uhr ging die strombolianische Aktivität deutlich zurück, allerdings wurde weiterhin Asche freigesetzt. Gleichzeitig fiel die Tremoramplitude deutlich ab. Die Quelle des Tremors verlagerte sich in einen Bereich westlich von Bocca Nuova und Voragine. Bei Beginn der Eruption wurde an der dilatometrischen Station DRUV eine Dekompression des Vulkangebäudes von 60 Nanostrain registriert. Die klinometrische Station ECP registrierte unterdessen eine Veränderung der Neigung von einem Mikroradiant [4].
Dieses Webcam-Foto zeigt die Eruptionssäule über der Voragine am heutigen Morgen aus südöstlicher Richtung. Die Asche steigt auf bis zu 7000 m Höhe auf, bevor sie vom Wind
in nordwestliche Richtung getragen wird:

Foto vom 30.07.2026, 10:12 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola
Auf diesem Foto, das mir freundlicherweise von Herrn J. Peitz zur Verfügung gestellt wurde, kann man die eindrucksvolle Eruptionssäule von Ost-/Nordost (Rifugio Citelli) aus erkennen:

30.07.2026 © J. Peitz

Foto vom 30.07.2026, 10:12 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola
Auf diesem Foto, das mir freundlicherweise von Herrn J. Peitz zur Verfügung gestellt wurde, kann man die eindrucksvolle Eruptionssäule von Ost-/Nordost (Rifugio Citelli) aus erkennen:

30.07.2026 © J. Peitz
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine auffälligen Veränderungen.
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 20. und 26. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 20. bis 26. Juli eine niedrige bis mittlere Anzahl an Ereignissen. Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur gelegentlich die Bocca Nuova. Die Amplitude der Ereignisse lag auf niedrigem bis mittlerem Niveau [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 20. bis 26. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 20. bis 26. Juli zunächst auf mittlerem Niveau, wobei sich ein steigender Trend zeigte und schließlich hohes Niveau erreicht wurde [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich Explosionssignale. Bedingt durch erhöhten Tremor war das Rauschen relativ hoch, so dass nur noch kräftige Signale erkennbar waren.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche relativ stark und näherte sich am 27.07. der Grenze zu hohem Niveau. Nach einem deutlichen Rückgang begann der Tremor am 29. Juli wieder zu steigen und bewegte sich entlang der Grenze zu hohem Niveau. In der vergangenen Nacht begann er dann ab ca. 03:00 Uhr rapide zu steigen. Er erreichte heute Vormittag einen ersten Höhepunkt auf sehr hohem Niveau, fiel dann über den Nachmittag wieder bis fast zur Grenze zu mittlerem Niveau ab und stieg gegen Abend erneut rapide an [2].
Am 25.07. wurde am Monte Grosso (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.5 verzeichnet. Am 25.07. kam es am Rifugio Citelli (Ost-/Nordostflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.7. Am 28.07. wurde am Monte Palestra (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.8 verzeichnet [3].
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24. Juli 2026
Auch in der letzten Woche kam es an der Bocca Nuova wiederholt zu Ascheemissionen. Der Tremor ist angestiegen und hat die Grenze zu hohem Niveau erreicht.
In der vergangenen Woche verstärkten sich die Aschefreisetzungen an der Bocca Nuova. Die überwiegend grau bis bräunlichen Aschewolken wurden in unterschiedlicher Intensität und Frequenz aus dem nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova emittiert. An der Voragine wurde im Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, anhaltend Gas emittiert. Am Südostkraterkomplex zeigte sich nur geringe Gasemissionen aus Fumarolen. Am Nordostkrater wurde mäßig Gas emittiert.
Wie das INGV berichtet wurden bei Besuchen der Gipfelkrater am 16. und 18. Juli im Nordostkrater sporadisch Explosionen wahrgenommen. An der Bocca Nuova zeigten sich Aschefreisetzungen am nordwestlichen Schlot. Die Asche war von bräunlicher Farbe. Am 19. Juli wurde um 18:07 Uhr eine energiereiche Ascheemission beobachtet. Dabei wurde graues Material ca. 300 m empor geschleudert [1].
Die Daten der GPS-Stationen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli eine leichte Verstärkung der Veränderung des Abstands zwischen den Stationen Monte Corruccio (ECOR) und Crisimo (ECRI). Dieser Bereich erstreckt sich entlang der Pernicana-Verwerfung (Nordostflanke).
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 13. bis 19. Juli eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Quelle war meist der Nordostkrater, wobei auch einzelne Ereignisse in der Voragine und Bocca Nuova registriert wurden. Die Amplitude der Ereignisse war meist niedrig. Am 16. Juli wurde allerdings ein Ereignis mit hoher Amplitude registriert [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 13. bis 19. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 13. bis 19. Juli auf hohem mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche sporadisch langperiodische Signale. Bedingt durch steigenden Tremor nahm das Rauschen jedoch zu, so dass kleine Signale zunehmend untergingen.
Der Tremor bewegte sich in der letzten Woche auf mittlerem Niveau und unterlag dabei einem steigenden Trend. Heute erreichte er die Grenze zu hohem Niveau [2].
Am 19.07. wurde nordöstlich von Santa Maria di Licodia (Südflanke) ein Beben der Stärke 2.2 registriert. Am 21.07. kam es nördlich von Zafferana (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 24.07. wurde nordöstlich des Monte Minardo (Westflanke) ein Beben der Stärke 2.0 gemessen [3}.
In der vergangenen Woche verstärkten sich die Aschefreisetzungen an der Bocca Nuova. Die überwiegend grau bis bräunlichen Aschewolken wurden in unterschiedlicher Intensität und Frequenz aus dem nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova emittiert. An der Voragine wurde im Bereich der eruptiven Spalte, die sich am 05. Juli geöffnet hatte, anhaltend Gas emittiert. Am Südostkraterkomplex zeigte sich nur geringe Gasemissionen aus Fumarolen. Am Nordostkrater wurde mäßig Gas emittiert.
Wie das INGV berichtet wurden bei Besuchen der Gipfelkrater am 16. und 18. Juli im Nordostkrater sporadisch Explosionen wahrgenommen. An der Bocca Nuova zeigten sich Aschefreisetzungen am nordwestlichen Schlot. Die Asche war von bräunlicher Farbe. Am 19. Juli wurde um 18:07 Uhr eine energiereiche Ascheemission beobachtet. Dabei wurde graues Material ca. 300 m empor geschleudert [1].
Auf diesem Webcam-Foto ist eine der stärkeren Ascheemissionen der Bocca Nuova zu sehen, die sich in der letzten Woche ereigneten. Die graue Asche steigt pilzförmig mehrere hundert Meter
empor bevor sie vom Wind in östliche Richtung getragen wird:

Foto vom 21.07.2026, 08:18 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola

Foto vom 21.07.2026, 08:18 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola
Die Daten der GPS-Stationen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli eine leichte Verstärkung der Veränderung des Abstands zwischen den Stationen Monte Corruccio (ECOR) und Crisimo (ECRI). Dieser Bereich erstreckt sich entlang der Pernicana-Verwerfung (Nordostflanke).
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 13. bis 19. Juli eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Quelle war meist der Nordostkrater, wobei auch einzelne Ereignisse in der Voragine und Bocca Nuova registriert wurden. Die Amplitude der Ereignisse war meist niedrig. Am 16. Juli wurde allerdings ein Ereignis mit hoher Amplitude registriert [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 13. bis 19. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 13. bis 19. Juli auf hohem mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche sporadisch langperiodische Signale. Bedingt durch steigenden Tremor nahm das Rauschen jedoch zu, so dass kleine Signale zunehmend untergingen.
Der Tremor bewegte sich in der letzten Woche auf mittlerem Niveau und unterlag dabei einem steigenden Trend. Heute erreichte er die Grenze zu hohem Niveau [2].
Am 19.07. wurde nordöstlich von Santa Maria di Licodia (Südflanke) ein Beben der Stärke 2.2 registriert. Am 21.07. kam es nördlich von Zafferana (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 24.07. wurde nordöstlich des Monte Minardo (Westflanke) ein Beben der Stärke 2.0 gemessen [3}.
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- INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2026.
17. Juli 2026
Während der letzten Woche war die Bocca Nuova schwach explosiv tätig und setzte dabei etwas Asche frei. Der Tremor hielt sich auf mittlerem Niveau.
In der vergangenen Woche zeigten lichtstarke Webcams anfangs noch schwachen, sporadisch auftretenden Glutschein über der Voragine. Später waren lediglich anhaltende, aber schwache Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurde anhaltend mäßig Gas emittiert. Zeitweise wurde vom nordwestlichen Schlot auch etwas bräunliche Asche freigesetzt. Am Südostkraterkomplex setzten Fumarolen im nördlichen Abschnitt des Neuen Südostkraters etwas Gas frei. Am Nordostkrater waren die Gasemissionen meist kräftig.
Wie das INGV berichtet wurde bei einem Besuch der Gipfelkrater am 11. Juli im nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova explosive Aktivität beobachtet. Diese blieb jedoch auf das Innere des Kraters beschränkt. Zeitweise wurde dabei auch Asche emittiert [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli eine Deformation von 0,5 Mikroradiant, die sich am 07. Juli ereignete. An der dilatometrische Station DRUV wurde am 07. Juli eine Kompression von 30 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 06. bis 12. Juli eine stark schwankte Anzahl an Ereignissen, was hauptsächlich durch starken Wind verursacht wurde. Quelle der Ereignisse war meist der Nordostkrater. Bis 07. Juli war auch die Voragine bedingt durch die eruptive Aktivität beteiligt. Am 11. Juli generierte auch die Bocca Nuova verstärkt Infraschallereignisse [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau, unterlagen dabei einem steigenden Trend und erreichten zum Ende des Zeitraums hohes Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 09. Juli bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.65 höher als bei der letzten Messung im Juni. Der Messwert lag weiterhin auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich kräftige langperiodische Signale, sowie mehrfach kurze Phasen von stärkerem Rauschen, sowie schwache Explosionssignale.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche auf mittlerem Niveau [2].
Am 12. und 13. Juli kam es zu mehreren schwachen Beben bei Bronte (Nordwestflanke). Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.6. Am 16.07. wurde westlich von Ragalna (Südflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.8 registriert [3].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die Eruption der Voragine, die am 26. Juni mit der Förderung eines Lavastroms so richtig begann und sich am 05. Juli durch Öffnung einer eruptiven Spalte noch einmal deutlich verstärkte, fand am 07. Juli ein abruptes Ende. Der Tremor fiel rapide ab, was eher ungewöhnlich ist und normalerweise nur bei einem Paroxysmus geschieht. Möglicherweise war die Aktivität vom 05. bis 07. Juli eine Art langgestreckte paroxysmale Phase, die freilich längst nicht so heftig, wie die üblichen Paroxysmen ausfiel. Es wurde zwar ordentlich Asche emittiert, jedoch war das meiste Material alt und dem Umstand geschuldet, dass sich die Spalte durch den Intrakraterkegel von 2024 zog, der aus viel lockerem Material aufgebaut ist.
Da nicht besonders viel frisches Material freigesetzt wurde und der Tremor wieder so rasch abfiel, vermute ich, dass noch reichlich Magma unter dem Berg zur Verfügung steht und weitere eruptive Phasen folgen werden. Auch die Kohlendioxidemissionen sind immer noch sehr hoch. Sie sind soger noch höher als vor der Eruption, was ungewöhnlich ist. Dies zeigt, dass viel Magma in der Tiefe eintrifft und dort entgast. Auch die Rate der Heliumisotope deutet auf frisch aufsteigendes Magma hin. Früher oder später wird dies eruptieren. Dass die Magmasäule noch hoch steht, sieht man auch an der Bocca Nuova, die milde explosive Aktivität zeigt.
Somit rechne ich persönlich damit, dass es früher oder später zu neuer eruptiver Aktivität kommen wird. Es ist gut möglich, dass dies wieder an der Voragine passieren wird.
In der vergangenen Woche zeigten lichtstarke Webcams anfangs noch schwachen, sporadisch auftretenden Glutschein über der Voragine. Später waren lediglich anhaltende, aber schwache Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurde anhaltend mäßig Gas emittiert. Zeitweise wurde vom nordwestlichen Schlot auch etwas bräunliche Asche freigesetzt. Am Südostkraterkomplex setzten Fumarolen im nördlichen Abschnitt des Neuen Südostkraters etwas Gas frei. Am Nordostkrater waren die Gasemissionen meist kräftig.
Wie das INGV berichtet wurde bei einem Besuch der Gipfelkrater am 11. Juli im nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova explosive Aktivität beobachtet. Diese blieb jedoch auf das Innere des Kraters beschränkt. Zeitweise wurde dabei auch Asche emittiert [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 06. und 12. Juli eine Deformation von 0,5 Mikroradiant, die sich am 07. Juli ereignete. An der dilatometrische Station DRUV wurde am 07. Juli eine Kompression von 30 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte in der Woche vom 06. bis 12. Juli eine stark schwankte Anzahl an Ereignissen, was hauptsächlich durch starken Wind verursacht wurde. Quelle der Ereignisse war meist der Nordostkrater. Bis 07. Juli war auch die Voragine bedingt durch die eruptive Aktivität beteiligt. Am 11. Juli generierte auch die Bocca Nuova verstärkt Infraschallereignisse [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten vom 06. bis 12. Juli auf mittlerem Niveau, unterlagen dabei einem steigenden Trend und erreichten zum Ende des Zeitraums hohes Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 09. Juli bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.65 höher als bei der letzten Messung im Juni. Der Messwert lag weiterhin auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich kräftige langperiodische Signale, sowie mehrfach kurze Phasen von stärkerem Rauschen, sowie schwache Explosionssignale.
Der Tremor schwankte in der letzten Woche auf mittlerem Niveau [2].
Am 12. und 13. Juli kam es zu mehreren schwachen Beben bei Bronte (Nordwestflanke). Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.6. Am 16.07. wurde westlich von Ragalna (Südflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.8 registriert [3].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die Eruption der Voragine, die am 26. Juni mit der Förderung eines Lavastroms so richtig begann und sich am 05. Juli durch Öffnung einer eruptiven Spalte noch einmal deutlich verstärkte, fand am 07. Juli ein abruptes Ende. Der Tremor fiel rapide ab, was eher ungewöhnlich ist und normalerweise nur bei einem Paroxysmus geschieht. Möglicherweise war die Aktivität vom 05. bis 07. Juli eine Art langgestreckte paroxysmale Phase, die freilich längst nicht so heftig, wie die üblichen Paroxysmen ausfiel. Es wurde zwar ordentlich Asche emittiert, jedoch war das meiste Material alt und dem Umstand geschuldet, dass sich die Spalte durch den Intrakraterkegel von 2024 zog, der aus viel lockerem Material aufgebaut ist.
Da nicht besonders viel frisches Material freigesetzt wurde und der Tremor wieder so rasch abfiel, vermute ich, dass noch reichlich Magma unter dem Berg zur Verfügung steht und weitere eruptive Phasen folgen werden. Auch die Kohlendioxidemissionen sind immer noch sehr hoch. Sie sind soger noch höher als vor der Eruption, was ungewöhnlich ist. Dies zeigt, dass viel Magma in der Tiefe eintrifft und dort entgast. Auch die Rate der Heliumisotope deutet auf frisch aufsteigendes Magma hin. Früher oder später wird dies eruptieren. Dass die Magmasäule noch hoch steht, sieht man auch an der Bocca Nuova, die milde explosive Aktivität zeigt.
Somit rechne ich persönlich damit, dass es früher oder später zu neuer eruptiver Aktivität kommen wird. Es ist gut möglich, dass dies wieder an der Voragine passieren wird.
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10. Juli 2026
Am 07. Juli endete die eruptive Aktivität an der Voragine, begleitet von einem kräftigen Rückgang des Tremors. Während den letzten Tagen ist der Tremor allerdings wieder
gestiegen.
Während der Nacht vom 06. auf den 07. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an mehreren Schloten zwischen Voragine und Nordostkrater an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mehrere hundert Meter hoch geschleudert. Insbesondere der auf dem Kegel der Voragine sitzende Schlot produzierte dabei auch größere Mengen Asche. Diese wurde vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung verfrachtet.
Am Morgen zeigte sich nach Sonnenaufgang an den Schloten ein Wechsel zwischen Emissionen von dunkler Asche und von Gas. Die strombolianischen Explosionen traten nicht mehr kontinuierlich auf und die Menge an Asche war deutlich reduziert. Im Laufe des Nachmittags wurde dann nur noch Gas und Dampf, vermischt mit etwas Asche freigesetzt. Gleichzeitig ging der Tremor rapide zurück.
Bis zum Abend des 07. Juli behinderten Wolken die weitere Beobachtung der Gipfelregion. Nach Sonnenuntergang war dort kein Glutschein mehr zu sehen. Seit dem Morgen des 08. Juli waren an der Voragine nur noch Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurden aus dem nordwestlichen Schlot sporadisch geringe Mengen bräunlicher Asche emittiert. Am Nordostkrater zeigte sich anhaltende Gasemission.
Wie das INGV berichtet hatte der Lavastrom, der zwischen dem 26. Juni und 04. Juli an der oberen Ostflanke des Ätna gefördert wurde eine maximale Länge von 1,2 Km. Seine am weitesten fortgeschrittene Front hatte 2605 m hohes Gelände erreicht. Sein Volumen wurde auf 260.000 m3 geschätzt.
Wie weiter berichtet wird, hatte sich am Morgen des 05. Juli eine eruptive Spalte zwischen der Voragine und dem Nordostkrater geöffnet. Sie strich in Nord-Nordöstliche Richtung und besaß mehrere eruptive Schlote. Die höheren, zur Seite der Voragine befindlichen Schlote setzten dabei kräftig und anhaltend Asche frei. Die tiefer liegenden Schlote zeigten unterdessen strombolianische Aktivität und nährten einen Lavastrom. Dieser hatte eine Länge von 180 m und ergoss sich in den Nordostkrater [1].
Am 07. Juli teilte das INGV mit, dass die eruptive Aktivität an der Voragine zu Ende gegangen war. Der Tremor war deutlich zurück gegangen und seine Quelle lag östlich der Voragine auf einer Höhe zwischen 2500 und 2800 m. Die Infraschallaktivität war niedrig und konzentrierte sich auf den Nordostkrater. Die Daten der Bodendeformations- bzw. Dilatometriestationen zeigten einen Rückgang der Inflation des Vulkangebäudes [2].
Am 05. Juli zeigte die klinometrische Station ECP zwischen 07:45 Uhr und 10:30 Uhr, während der Anfangsphase der neuen Aktivität der Voragine, eine Veränderung der Hangneigung von 0,2 Mikrostrain. Ansonsten kam es zu keiner signifikanten Veränderung [1].
Am 05. Juli ab 07:45 Uhr begann an der dilatometrischen Station DRUV eine allmähliche Dekompression, die während den nachfolgenden Stunden wieder nachließ. Es wurde insgesamt eine Veränderung von 20 Nanostrain gemessen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse schwankte in der letzten Woche zwischen niedrigen und hohem Niveau. Zunächst war die Quelle der Nordostkrater. Ab dem 02. Juli kam die Voragine als weitere Quelle hinzu. Die Amplitude der Ereignisse war zunächst niedrig. Ab dem 02. Juli waren die Ereignisse in der Voragine energiereicher. Am 05. Juli wurden vereinzelt auch hohe Amplituden gemessen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen vom 29.06. bis 02.07. zu und erreichten zunächst mittlers Niveau. Ab dem 05. Juli kam es zu einer weiteren Steigerung und die Werte bewegten sich im hohen Abschnitt mittleren Niveaus.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen zwischen dem 29.06. und 05.07. zu und erreichten knapp hohes Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der letzten Woche zunächst noch von starkem Rauschen durch erhöhten Tremor dominiert. Ab dem 08. Juli zeigten sich häufig langperiodische Signale oder kurze Phasen verstärkten Rauschens [3].
Der Tremor bewegte sich vom 06. auf den 07. Juli auf hohem Niveau und stieg zunächst wieder etwas an, fiel dann jedoch ab den Mittagsstunden des 07. Juli rapide ab und erreichte schnell niedriges Niveau. Am Abend begann er wieder bis auf mittleres Niveau zu steigen. An den nachfolgenden Tagen setzte sich der allmähliche Anstieg fort und am 10. Juli lag der Tremor nur noch knapp unterhalb der Grenze zu hohem Niveau [3].
Während der Nacht vom 06. auf den 07. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an mehreren Schloten zwischen Voragine und Nordostkrater an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mehrere hundert Meter hoch geschleudert. Insbesondere der auf dem Kegel der Voragine sitzende Schlot produzierte dabei auch größere Mengen Asche. Diese wurde vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung verfrachtet.
Am Morgen zeigte sich nach Sonnenaufgang an den Schloten ein Wechsel zwischen Emissionen von dunkler Asche und von Gas. Die strombolianischen Explosionen traten nicht mehr kontinuierlich auf und die Menge an Asche war deutlich reduziert. Im Laufe des Nachmittags wurde dann nur noch Gas und Dampf, vermischt mit etwas Asche freigesetzt. Gleichzeitig ging der Tremor rapide zurück.
Bis zum Abend des 07. Juli behinderten Wolken die weitere Beobachtung der Gipfelregion. Nach Sonnenuntergang war dort kein Glutschein mehr zu sehen. Seit dem Morgen des 08. Juli waren an der Voragine nur noch Gasemissionen erkennbar. An der Bocca Nuova wurden aus dem nordwestlichen Schlot sporadisch geringe Mengen bräunlicher Asche emittiert. Am Nordostkrater zeigte sich anhaltende Gasemission.
Wie das INGV berichtet hatte der Lavastrom, der zwischen dem 26. Juni und 04. Juli an der oberen Ostflanke des Ätna gefördert wurde eine maximale Länge von 1,2 Km. Seine am weitesten fortgeschrittene Front hatte 2605 m hohes Gelände erreicht. Sein Volumen wurde auf 260.000 m3 geschätzt.
Wie weiter berichtet wird, hatte sich am Morgen des 05. Juli eine eruptive Spalte zwischen der Voragine und dem Nordostkrater geöffnet. Sie strich in Nord-Nordöstliche Richtung und besaß mehrere eruptive Schlote. Die höheren, zur Seite der Voragine befindlichen Schlote setzten dabei kräftig und anhaltend Asche frei. Die tiefer liegenden Schlote zeigten unterdessen strombolianische Aktivität und nährten einen Lavastrom. Dieser hatte eine Länge von 180 m und ergoss sich in den Nordostkrater [1].
Am 07. Juli teilte das INGV mit, dass die eruptive Aktivität an der Voragine zu Ende gegangen war. Der Tremor war deutlich zurück gegangen und seine Quelle lag östlich der Voragine auf einer Höhe zwischen 2500 und 2800 m. Die Infraschallaktivität war niedrig und konzentrierte sich auf den Nordostkrater. Die Daten der Bodendeformations- bzw. Dilatometriestationen zeigten einen Rückgang der Inflation des Vulkangebäudes [2].
Am 05. Juli zeigte die klinometrische Station ECP zwischen 07:45 Uhr und 10:30 Uhr, während der Anfangsphase der neuen Aktivität der Voragine, eine Veränderung der Hangneigung von 0,2 Mikrostrain. Ansonsten kam es zu keiner signifikanten Veränderung [1].
Am 05. Juli ab 07:45 Uhr begann an der dilatometrischen Station DRUV eine allmähliche Dekompression, die während den nachfolgenden Stunden wieder nachließ. Es wurde insgesamt eine Veränderung von 20 Nanostrain gemessen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse schwankte in der letzten Woche zwischen niedrigen und hohem Niveau. Zunächst war die Quelle der Nordostkrater. Ab dem 02. Juli kam die Voragine als weitere Quelle hinzu. Die Amplitude der Ereignisse war zunächst niedrig. Ab dem 02. Juli waren die Ereignisse in der Voragine energiereicher. Am 05. Juli wurden vereinzelt auch hohe Amplituden gemessen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen vom 29.06. bis 02.07. zu und erreichten zunächst mittlers Niveau. Ab dem 05. Juli kam es zu einer weiteren Steigerung und die Werte bewegten sich im hohen Abschnitt mittleren Niveaus.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen zwischen dem 29.06. und 05.07. zu und erreichten knapp hohes Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der letzten Woche zunächst noch von starkem Rauschen durch erhöhten Tremor dominiert. Ab dem 08. Juli zeigten sich häufig langperiodische Signale oder kurze Phasen verstärkten Rauschens [3].
Der Tremor bewegte sich vom 06. auf den 07. Juli auf hohem Niveau und stieg zunächst wieder etwas an, fiel dann jedoch ab den Mittagsstunden des 07. Juli rapide ab und erreichte schnell niedriges Niveau. Am Abend begann er wieder bis auf mittleres Niveau zu steigen. An den nachfolgenden Tagen setzte sich der allmähliche Anstieg fort und am 10. Juli lag der Tremor nur noch knapp unterhalb der Grenze zu hohem Niveau [3].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Etna. BOLLETTINO SETTIMANALE. SETTIMANA DI RIFERIMENTO 29/06/2026 - 05/07/2026
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicato Etna. 2026/07/07 23:27 (21:27 UTC)
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
06. Juli 2026
Die strombolianische Aktivität aus mehreren Schloten zwischen Voragine und Nordostkrater dauerte heute an. Die Ascheemissionen haben etwas nachgelassen und der
Tremor ist gefallen.
Während der Nacht auf den 06. Juli konnte man über die Webcams gut erkennen, dass zwischen Voragine und Nordostkrater mehrere Schlote strombolianisch aktiv waren. Sie schleuderten das glühende pyroklastische Material mehrere hundert Meter in die Höhe. Vieles davon ging im Nordostkrater nieder. Dabei wurde auch weiterhin viel Asche produziert. Sie zog in südliche bis südöstliche Richtung und sorgte für Ascheregen an den Flanken des Ätna. Bis heute Morgen hatte sich z.B. im Gebiet des Rifugio Sapienza eine diskontinuierliche Ascheschicht von ca. 0,5 - 1 cm Höhe ausgebildet.
Heute Morgen dauerte die strombolianische Aktivität unverändert an. An der Südwestflanke auf ca. 1800 m Höhe konnte ich im Sekundentakt Explosionsgeräusche wahrnehmen. Dabei wurde weiterhin kräftig und anhaltend dunkle Asche aus der Voragine emittiert. Dies beeinträchtigte auch den Flugverkehr immer noch stark und der Internationale Flughafen von Catania blieb bis heute Mittag geschlossen. Begleitet von einer leichten, aber allmählichen Abschwächung des Tremors, gingen die Aschefreisetzungen ab dem Nachmittag zurück und waren eher pulsartig.
Der Tremor ging im Laufe des heutigen Tages langsam, aber anhaltend zurück. Am Abend stabilisierte er sich wieder, liegt aber immer noch auf hohem Niveau [1].
Während der Nacht auf den 06. Juli konnte man über die Webcams gut erkennen, dass zwischen Voragine und Nordostkrater mehrere Schlote strombolianisch aktiv waren. Sie schleuderten das glühende pyroklastische Material mehrere hundert Meter in die Höhe. Vieles davon ging im Nordostkrater nieder. Dabei wurde auch weiterhin viel Asche produziert. Sie zog in südliche bis südöstliche Richtung und sorgte für Ascheregen an den Flanken des Ätna. Bis heute Morgen hatte sich z.B. im Gebiet des Rifugio Sapienza eine diskontinuierliche Ascheschicht von ca. 0,5 - 1 cm Höhe ausgebildet.
Heute Morgen dauerte die strombolianische Aktivität unverändert an. An der Südwestflanke auf ca. 1800 m Höhe konnte ich im Sekundentakt Explosionsgeräusche wahrnehmen. Dabei wurde weiterhin kräftig und anhaltend dunkle Asche aus der Voragine emittiert. Dies beeinträchtigte auch den Flugverkehr immer noch stark und der Internationale Flughafen von Catania blieb bis heute Mittag geschlossen. Begleitet von einer leichten, aber allmählichen Abschwächung des Tremors, gingen die Aschefreisetzungen ab dem Nachmittag zurück und waren eher pulsartig.
Auf diesem Webcam-Foto von heute Morgen kann man mehrere Stellen erkennen aus denen glühendes Material ausgeworfen wird. Sie erstrecken sich von der Voragine
(links) zum Nordostkrater (rechts):

Foto vom 06.07.2026, 05:15 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus südwestlicher Richtung (Gebiet Galvarina Hütte). Die Asche steigt mehrere 1000 m empor bevor sie in südöstliche Richtung verfrachtet wird:

06.07.2026, 12:58 Uhr
Die Aschewolke zieht in südöstliche bis südliche Richtung und damit direkt auf Catania und den Flughafen zu:

06.07.2026, 08:29 Uhr

Foto vom 06.07.2026, 05:15 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus südwestlicher Richtung (Gebiet Galvarina Hütte). Die Asche steigt mehrere 1000 m empor bevor sie in südöstliche Richtung verfrachtet wird:

06.07.2026, 12:58 Uhr
Die Aschewolke zieht in südöstliche bis südliche Richtung und damit direkt auf Catania und den Flughafen zu:

06.07.2026, 08:29 Uhr
Der Tremor ging im Laufe des heutigen Tages langsam, aber anhaltend zurück. Am Abend stabilisierte er sich wieder, liegt aber immer noch auf hohem Niveau [1].
05. Juli 2026
Heute kam es bei der Eruption an der Voragine zu einer großen Veränderung. Aus dem nördlichen Abschnitt der Voragine wird kräftig und anhaltend
Asche emittiert. Der Tremor ist weiter gestiegen und liegt auf hohem Niveau.
In der vergangenen Nacht dauerte die lebhafte strombolianische Aktivität an der Ostflanke der Voragine weiter an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mindestens 100 m empor geschleudert und regnete auf die Flanke des Zentralkraterkegels nieder.
Nach Sonnenaufgang zeigten sich bis ca. 08:15 Uhr moderate Emissionen von bräunlicher Asche an dem östlichen Schlot der Voragine. Nach einem schnellen Abfall des Tremors auf mittleres Niveau, setzten gegen 08:30 Uhr Emissionen von Gas und bräunlicher Asche aus dem nördlichen Bereich der Voragine (zum Nordostkrater hin) ein. Diese Emissionen steigerten sich schnell und gingen bald in die Freisetzung dunkler Aschewolken über. Es entwickelte sich eine dunkle Eruptionssäule aus Gas und Asche, die vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung getrieben wurde. Leichter Ascheregen ging auf die obere bis mittlere Süd- bis Südostflanke des Ätna nieder. Gleichzeitig mit den einsetzenden Ascheemissionen stieg der Tremor wieder rapide auf hohes Niveau. Die Aschefreisetzungen wurden von einem lauten Geräusch, ähnlich eines startenden Düsenflugzeugs begleitet. Während der östliche Schlot der Voragine nur zeitweise Asche freisetzte, wurde anhaltend und reichlich Asche aus dem Gebiet zwischen Voragine und Nordostkrater emittiert. Bilder der Cagliato-Wärmebildkamera zeigten, dass dort auch anhaltend heißes Material ausgeworfen wurde. Im Gegensatz dazu waren am östlichen Schlot der Voragine keine intensiven thermischen Anomalien mehr erkennbar.
Die Ascheemissionen dauerten auch heute Abend immer noch an und führten zu massiven Behinderungen am internationalen Flughafen von Catania. Der Lavastrom vom Schlot auf 3030 m war heute inaktiv und am Abkühlen.
Nach Angaben des INGV ging die Förderung von Lava an dem Schlot auf 3030 m Höhe am 04. Juli zu Ende. Zuvor hatte sich am 02. Juli noch ein weiterer effusiver Schlot oberhalb des bisher aktiven geöffnet und einen kleinen, ca. 100 m langen Lavastrom freigesetzt.
Wie weiter berichtet wird lag die Quelle des Tremors heute unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe. Signifikante Änderungen bei den Daten der Bodendeformationen wurden nicht beobachtet, jedoch wurde am heutigen Morgen an der klinometrischen Station ECPN eine Veränderung bei den Hangneigungsdaten von 0,3 Mikroradiant gemessen. An der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) wurde eine Zunahme der Ausdehnung von 8 Nanostrain gemessen [1].
In der vergangenen Nacht dauerte die lebhafte strombolianische Aktivität an der Ostflanke der Voragine weiter an. Glühendes pyroklastisches Material wurde dabei mindestens 100 m empor geschleudert und regnete auf die Flanke des Zentralkraterkegels nieder.
Nach Sonnenaufgang zeigten sich bis ca. 08:15 Uhr moderate Emissionen von bräunlicher Asche an dem östlichen Schlot der Voragine. Nach einem schnellen Abfall des Tremors auf mittleres Niveau, setzten gegen 08:30 Uhr Emissionen von Gas und bräunlicher Asche aus dem nördlichen Bereich der Voragine (zum Nordostkrater hin) ein. Diese Emissionen steigerten sich schnell und gingen bald in die Freisetzung dunkler Aschewolken über. Es entwickelte sich eine dunkle Eruptionssäule aus Gas und Asche, die vom Wind in südöstliche bis südliche Richtung getrieben wurde. Leichter Ascheregen ging auf die obere bis mittlere Süd- bis Südostflanke des Ätna nieder. Gleichzeitig mit den einsetzenden Ascheemissionen stieg der Tremor wieder rapide auf hohes Niveau. Die Aschefreisetzungen wurden von einem lauten Geräusch, ähnlich eines startenden Düsenflugzeugs begleitet. Während der östliche Schlot der Voragine nur zeitweise Asche freisetzte, wurde anhaltend und reichlich Asche aus dem Gebiet zwischen Voragine und Nordostkrater emittiert. Bilder der Cagliato-Wärmebildkamera zeigten, dass dort auch anhaltend heißes Material ausgeworfen wurde. Im Gegensatz dazu waren am östlichen Schlot der Voragine keine intensiven thermischen Anomalien mehr erkennbar.
Die Ascheemissionen dauerten auch heute Abend immer noch an und führten zu massiven Behinderungen am internationalen Flughafen von Catania. Der Lavastrom vom Schlot auf 3030 m war heute inaktiv und am Abkühlen.
Nach Angaben des INGV ging die Förderung von Lava an dem Schlot auf 3030 m Höhe am 04. Juli zu Ende. Zuvor hatte sich am 02. Juli noch ein weiterer effusiver Schlot oberhalb des bisher aktiven geöffnet und einen kleinen, ca. 100 m langen Lavastrom freigesetzt.
Wie weiter berichtet wird lag die Quelle des Tremors heute unter der Voragine auf ca. 3000 m Höhe. Signifikante Änderungen bei den Daten der Bodendeformationen wurden nicht beobachtet, jedoch wurde am heutigen Morgen an der klinometrischen Station ECPN eine Veränderung bei den Hangneigungsdaten von 0,3 Mikroradiant gemessen. An der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) wurde eine Zunahme der Ausdehnung von 8 Nanostrain gemessen [1].
Dieses Webcam-Foto von heute Morgen zeigt die verschiedenen Stellen, an denen Asche emittiert wird. Die linke, untere Aschewolke stammt vom Schlot an der Ostflanke
der Voragine. Die andere Aschewolke darüber wird aus einem Gebiet zwischen Voragine und Nordostkrater emittiert:

Foto vom 05.07.2026, 08:54 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus der Voragine vom La Montagnola (Südflanke) aus:

05.07.2026, 10:40 Uhr
Zoom auf die Basis der Aschesäule von Süden aus:

05.07.2026, 10:41 Uhr
Gas und Asche werden vom Wind als lange Fahne nach Südosten getrieben:

05.07.2026, 11:13 Uhr
Der Tremor stieg nach einem rapiden Abfall am heutigen Morgen auf mittleres Niveau wieder rapide an. Inzwischen hat er sich auf hohem Niveau stabilisiert und ist so
hoch, wie noch nie während dieser Eruptionsphase [2].
Foto vom 05.07.2026, 08:54 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto zeigt die Aschesäule aus der Voragine vom La Montagnola (Südflanke) aus:

05.07.2026, 10:40 Uhr
Zoom auf die Basis der Aschesäule von Süden aus:

05.07.2026, 10:41 Uhr
Gas und Asche werden vom Wind als lange Fahne nach Südosten getrieben:

05.07.2026, 11:13 Uhr
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- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
04. Juli 2026
Heute hat sich die strombolianische Aktivität an der Voragine weiter verstärkt. Dagegen hat sich der Lavastrom im Valle del Leone deutlich
abgeschwächt. Der Tremor ist weiter gestiegen.
Während der Nacht auf den 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot der Voragine an. Auch war der Lavastrom weiterhin aktiv. Allerdings behinderten Wolken häufig die Beobachtung.
Am Morgen und am Vormittag des 04. Juli konnte ich zeitweise schwarze, fingerförmige Aschewolken (Tephrafinger) erkennen, die von dem explosiven Schlot freigesetzt wurden. Gleichzeitig kam es zum Auswurf größerer Bomben. Dabei waren mindestens zwei verschiedene Öffnungen innerhalb des Schlots aktiv. Der Wind trieb die Wolken in südliche Richtung, wo sie an der oberen Südflanke für leichten Ascheregen sorgten. Dazwischen gab es Phasen mit regelmäßigen strombolianischen Explosionen, die weitgehend frei von Asche waren. Vereinzelt gab es auch sehr laute Detonationen, die an der Südflanke bis hinunter auf mindestens 2000 m hörbar waren.
Am Abend des 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an. Dabei wurde das glühende Material über 100 m empor geschleudert. Ein ständiger Regen aus glühendem pyroklastischem Material ging auf die Ostflanke der Voragine nieder. Unterdessen war der Lavastrom im oberen Valle del Leone deutlich abgeschwächt und zeigte nur noch an wenigen Stellen Glutschein.
Der Tremor unterlag in den vergangenen 24 Stunden weiterhin einem steigenden Trend und bewegt sich unter Schwankungen auf hohem Niveau [1].
Während der Nacht auf den 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot der Voragine an. Auch war der Lavastrom weiterhin aktiv. Allerdings behinderten Wolken häufig die Beobachtung.
Am Morgen und am Vormittag des 04. Juli konnte ich zeitweise schwarze, fingerförmige Aschewolken (Tephrafinger) erkennen, die von dem explosiven Schlot freigesetzt wurden. Gleichzeitig kam es zum Auswurf größerer Bomben. Dabei waren mindestens zwei verschiedene Öffnungen innerhalb des Schlots aktiv. Der Wind trieb die Wolken in südliche Richtung, wo sie an der oberen Südflanke für leichten Ascheregen sorgten. Dazwischen gab es Phasen mit regelmäßigen strombolianischen Explosionen, die weitgehend frei von Asche waren. Vereinzelt gab es auch sehr laute Detonationen, die an der Südflanke bis hinunter auf mindestens 2000 m hörbar waren.
Am Abend des 04. Juli dauerte die strombolianische Aktivität an. Dabei wurde das glühende Material über 100 m empor geschleudert. Ein ständiger Regen aus glühendem pyroklastischem Material ging auf die Ostflanke der Voragine nieder. Unterdessen war der Lavastrom im oberen Valle del Leone deutlich abgeschwächt und zeigte nur noch an wenigen Stellen Glutschein.
Dieses Foto, das ich am Abend des 03. Juli vom Piano Vetore (Südflanke) aus machen konnte, zeigt eine der strombolianischen Explosionen am Schlot der Voragine.
Dieser liegt von diesem Blickwinkel aus hinter dem Kegel und ist nicht einsehbar:

03.07.2026, 21:12 Uhr
Auf diesem Foto, das ich am Vormittag des 04. Juli von der Westflanke des Monte Barbagallo (Südflanke) aus machen konnte, kann man die schwarzen Aschewolken erkennen, die unter Getöse aus dem Schlot empor schießen. Dabei werden auch größere Bomben emittiert:

04.07.2026, 11:51 Uhr

03.07.2026, 21:12 Uhr
Auf diesem Foto, das ich am Vormittag des 04. Juli von der Westflanke des Monte Barbagallo (Südflanke) aus machen konnte, kann man die schwarzen Aschewolken erkennen, die unter Getöse aus dem Schlot empor schießen. Dabei werden auch größere Bomben emittiert:

04.07.2026, 11:51 Uhr
Der Tremor unterlag in den vergangenen 24 Stunden weiterhin einem steigenden Trend und bewegt sich unter Schwankungen auf hohem Niveau [1].
03. Juli 2026
Auch in den letzten Tagen wurde weiterhin Lava an der oberen Ostflanke des Ätna gefördert. An der Voragine hat sich die strombolianische Aktivität
deutlich verstärkt. Der Tremor hat hohes Niveau erreicht.
Während den vergangenen vier Tagen war der kurze Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna weiterhin aktiv. Der Schlot an der Ostflanke der Voragine setzte am 30. Juni vorübergehend verstärkt Asche frei. Häufig konnte ich das eruptive Geschehen jedoch am Tage über die Webcams nicht beobachten, da der Berg ständig in Wolken gehüllt war und es zu Gewittern kam. In den Nächten zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine nur gelegentlich, meist schwacher Glutschein. Während der Nacht auf den 02. Juli waren dann jedoch regelmäßig auftretende, milde strombolianische Explosionen zu erkennen.
Insgesamt schien sich auch die effusive Aktivität in den letzten Tagen des Juni etwas gesteigert zu haben. Während der letzten Nacht zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine lebhafte strombolianische Aktivität. Glühendes Material wurde dabei einige zig Meter in die Höhe geschleudert und regnete auf die Umgebung des Schlots herab. Gegen 23:45 Uhr war dann plötzlich ein neuer glühender Fleck zwischen dem effusiven Schlot und dem östlichen Schlot der Voragine erkennbar. Dieser vergrößerte sich in den nachfolgenden Stunden etwas. Offensichtlich hat sich hier ein weiterer effusiver Schlot geöffnet. Unterdessen dauerte die Förderung von Lava am effusiven Schlot auf 3030 m Höhe an. Am heutigen Morgen gegen 09:00 Uhr setzte dann am östlichen Schlot der Voragine leichte bis mäßige Emission von bräunlicher Asche ein. Wolken und neue Gewitter machten leider eine weitere Beobachtung bis zum Abend unmöglich.
An den übrigen Gipfelkratern zeigten sich in der letzten Woche nur die üblichen Gasemissionen, die nach wie vor am Nordostkrater am stärksten waren.
Wie das INGV am 02. Juli berichtete hat der Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna inzwischen 2620 m hohes Gelände erreicht. Er besteht aus mehreren Teilströmen, die sich überlagern und Lavafelder ausbilden. Die Tremorquelle blieb praktisch unverändert und auch die weiteren geophysikalischen Parameter zeigten keine signifikanten Veränderungen [2].
Laut INGV wurde am 21. Juni, bei einer Inspektion des Geländes an der östlichen Flanke der Voragine ein neues Frakturensystem entdeckt. Es stellte eine Verlängerung der Frakturen dar, die bereits im Dezember 2025 entstanden waren, und dehnte sich sowohl nach Südwesten, als auch nach Nordosten hin aus. Vorausgegangen waren dieser Entwicklung Kollapsereignisse an dem östlichen Schlot der Voragine, die am 10. Juni begannen und mit leichten Ascheemissionen verbunden waren.
Am 26. Juni dehnten sich diese Spalten weiter aus und verliefen auch Hang abwärts durch den oberen Abschnitt des Valle del Leone bis hinunter auf 3000 m Höhe, wo sie im Bereich der Kegel, die sich bei einer Eruption im Juli/August 2014 entwickelt hatten, endeten. Dort wurde dann ein effusiver Schlot entdeckt. Dieser setzte bis zum 27. Juni einen ca. 630 m langen Lavastrom frei und förderte bis dahin ca. 45.000 m3 Material. Am 30.06. wurde ein mittleres gefördertes Volumen von 60.000 m3 Lava errechnet. Die mittlere Förderrate betrug ca. 1,4 m3 (Fehler +/- 0,7 m3).
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Juni einen leichten Trend zur Inflation des Vulkangebäudes [1].
Die Signale der klinometrischen Stationen zeigten im Juni keine signifikanten Abweichungen der Hangneigung. Allerdings wurde an der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) am 24. und 26.06. eine Veränderung von 10 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Juni häufig durch schlechtes Wetter behindert. Während den guten Wetterphasen schwankte die Anzahl der Ereignisse zwischen niedrigem und hohem Niveau. Die Amplitude war meist niedrig. Die Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur vereinzelt die Voragine [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen in der zweiten Woche des Juni deutlich zu, fielen dann aber wieder auf mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen im Juni zunächst zu und gingen ab dem 15. Juni wieder zurück. Ab dem 21. Juni nahmen sie wieder zu und bewegten sich zuletzt auf mittlerem Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 15. Juni bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.61 ähnlich wie bei der Messung im Vormonat. Der Wert lag auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der vergangenen Woche durch das Rauschen des erhöhten Tremors überlagert [3].
Der Tremor nahm im Verlauf der vergangenen Woche weiter langsam zu und erreichte ab dem 30. Juni hohes Niveau. Seitdem bewegt er sich im unteren Abschnitt hohen Niveaus und unterliegt insgesamt einem weiterhin leicht steigenden Trend [3].
Die Quelle des Tremors lag im Juni unterhalb von Voragine und Nordostkrater auf einer Höhe zwischen 2000 und 3000 m [1].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die aktuelle Aktivität ähnelt der Eruption vom Dezember 2025, wobei diesmal der Nordostkrater nicht so stark involviert ist, aber dennoch tiefsitzende strombolianische Aktivität zeigt. Damals öffnete sich der explosive Schlot an der Ostflanke der Voragine und im Valle del Leone und auch im Valle del Bove waren effusive Schlote aktiv, die ca. 14 Tage lang ruhig Lava förderten. Dann ging die Eruption im Laufe des Januars wieder langsam zu Ende.
Ich vermute, dass sich diesmal ein ähnlicher Verlauf zeigen könnte. Aktuell ist die Eruption noch in Entwicklung und der Tremor am Steigen. Es ist gut möglich, dass sich die strombolianische Aktivität an der Voragine noch verstärkt und sich weitere effusive Schlote weiter Hang abwärts, innerhalb des Valle del Leone oder des Valle del Bove öffnen. Da das Spaltensystem auch in südwestliche Richtung verläuft, wäre auch eine Öffnung von Schloten im Gebiet zwischen Voragine/Bocca Nuova und Südostkrater oder weiter Hang abwärts möglich (ähnlich wie im August 2025).
Jederzeit kann sich die zurzeit noch relativ milde Aktivität aber auch in einen Paroxysmus der Voragine steigern, wie im Juli 2024. Da die Ostflanke der Voragine durch Kollaps und Frakturen bereits etwas instabil ist, könnte es auch passieren, dass es hier zu einer größeren Hangrutschung kommt. Dann muss mit pyroklastischen Strömen gerechnet werden, die auch das Valle del Bove erreichen können! Der Aufenthalt direkt am Lavastrom ist somit nicht ungefährlich. Spannende Zeiten für die Touristen (und Ätna-Nerds) vor Ort!
Während den vergangenen vier Tagen war der kurze Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna weiterhin aktiv. Der Schlot an der Ostflanke der Voragine setzte am 30. Juni vorübergehend verstärkt Asche frei. Häufig konnte ich das eruptive Geschehen jedoch am Tage über die Webcams nicht beobachten, da der Berg ständig in Wolken gehüllt war und es zu Gewittern kam. In den Nächten zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine nur gelegentlich, meist schwacher Glutschein. Während der Nacht auf den 02. Juli waren dann jedoch regelmäßig auftretende, milde strombolianische Explosionen zu erkennen.
Insgesamt schien sich auch die effusive Aktivität in den letzten Tagen des Juni etwas gesteigert zu haben. Während der letzten Nacht zeigte sich an dem Schlot an der Ostflanke der Voragine lebhafte strombolianische Aktivität. Glühendes Material wurde dabei einige zig Meter in die Höhe geschleudert und regnete auf die Umgebung des Schlots herab. Gegen 23:45 Uhr war dann plötzlich ein neuer glühender Fleck zwischen dem effusiven Schlot und dem östlichen Schlot der Voragine erkennbar. Dieser vergrößerte sich in den nachfolgenden Stunden etwas. Offensichtlich hat sich hier ein weiterer effusiver Schlot geöffnet. Unterdessen dauerte die Förderung von Lava am effusiven Schlot auf 3030 m Höhe an. Am heutigen Morgen gegen 09:00 Uhr setzte dann am östlichen Schlot der Voragine leichte bis mäßige Emission von bräunlicher Asche ein. Wolken und neue Gewitter machten leider eine weitere Beobachtung bis zum Abend unmöglich.
An den übrigen Gipfelkratern zeigten sich in der letzten Woche nur die üblichen Gasemissionen, die nach wie vor am Nordostkrater am stärksten waren.
Dieses Webcam-Foto zeigt links eine strombolianische Explosion aus dem Schlot an der Voragine, ganz rechts den Lavastrom aus dem effusiven Schlot auf 3030 m Höhe
und dazwischen einen neuen glühenden Fleck. Er entstand wenige Minuten zuvor und dürfte durch die Öffnung eines weiteren Schlots verursacht sein:

Foto vom 02.07.2026, 23:45 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto konnte ich heute an der Südflanke unterhalb des Monte Vetore auf der SP92, aus einem Bus heraus machen. Es zeigt links den Zentralkraterkegel (weiß vom Graupel der letzten Gewitter) und rechts davon den Südostkrater. Rechts oberhalb des Zentralkraterkegels kann man eine kleine graue Aschewolke erkennen, die sich unter die Gas- und Wetterwolken gemischt hat. Sie wird vom östlichen Schlot der Voragine freigesetzt:

03.07.2026, 09:37 Uhr

Foto vom 02.07.2026, 23:45 Uhr: Milo-Webcam des INGV
Dieses Foto konnte ich heute an der Südflanke unterhalb des Monte Vetore auf der SP92, aus einem Bus heraus machen. Es zeigt links den Zentralkraterkegel (weiß vom Graupel der letzten Gewitter) und rechts davon den Südostkrater. Rechts oberhalb des Zentralkraterkegels kann man eine kleine graue Aschewolke erkennen, die sich unter die Gas- und Wetterwolken gemischt hat. Sie wird vom östlichen Schlot der Voragine freigesetzt:

03.07.2026, 09:37 Uhr
Wie das INGV am 02. Juli berichtete hat der Lavastrom an der oberen Ostflanke des Ätna inzwischen 2620 m hohes Gelände erreicht. Er besteht aus mehreren Teilströmen, die sich überlagern und Lavafelder ausbilden. Die Tremorquelle blieb praktisch unverändert und auch die weiteren geophysikalischen Parameter zeigten keine signifikanten Veränderungen [2].
Laut INGV wurde am 21. Juni, bei einer Inspektion des Geländes an der östlichen Flanke der Voragine ein neues Frakturensystem entdeckt. Es stellte eine Verlängerung der Frakturen dar, die bereits im Dezember 2025 entstanden waren, und dehnte sich sowohl nach Südwesten, als auch nach Nordosten hin aus. Vorausgegangen waren dieser Entwicklung Kollapsereignisse an dem östlichen Schlot der Voragine, die am 10. Juni begannen und mit leichten Ascheemissionen verbunden waren.
Am 26. Juni dehnten sich diese Spalten weiter aus und verliefen auch Hang abwärts durch den oberen Abschnitt des Valle del Leone bis hinunter auf 3000 m Höhe, wo sie im Bereich der Kegel, die sich bei einer Eruption im Juli/August 2014 entwickelt hatten, endeten. Dort wurde dann ein effusiver Schlot entdeckt. Dieser setzte bis zum 27. Juni einen ca. 630 m langen Lavastrom frei und förderte bis dahin ca. 45.000 m3 Material. Am 30.06. wurde ein mittleres gefördertes Volumen von 60.000 m3 Lava errechnet. Die mittlere Förderrate betrug ca. 1,4 m3 (Fehler +/- 0,7 m3).
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Juni einen leichten Trend zur Inflation des Vulkangebäudes [1].
Die Signale der klinometrischen Stationen zeigten im Juni keine signifikanten Abweichungen der Hangneigung. Allerdings wurde an der dilatometrischen Station am Monte Ruvolo (DRUV) am 24. und 26.06. eine Veränderung von 10 Nanostrain gemessen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Juni häufig durch schlechtes Wetter behindert. Während den guten Wetterphasen schwankte die Anzahl der Ereignisse zwischen niedrigem und hohem Niveau. Die Amplitude war meist niedrig. Die Quelle war überwiegend der Nordostkrater und nur vereinzelt die Voragine [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern nahmen in der zweiten Woche des Juni deutlich zu, fielen dann aber wieder auf mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) nahmen im Juni zunächst zu und gingen ab dem 15. Juni wieder zurück. Ab dem 21. Juni nahmen sie wieder zu und bewegten sich zuletzt auf mittlerem Niveau.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 15. Juni bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.61 ähnlich wie bei der Messung im Vormonat. Der Wert lag auf hohem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE waren in der vergangenen Woche durch das Rauschen des erhöhten Tremors überlagert [3].
Der Tremor nahm im Verlauf der vergangenen Woche weiter langsam zu und erreichte ab dem 30. Juni hohes Niveau. Seitdem bewegt er sich im unteren Abschnitt hohen Niveaus und unterliegt insgesamt einem weiterhin leicht steigenden Trend [3].
Die Quelle des Tremors lag im Juni unterhalb von Voragine und Nordostkrater auf einer Höhe zwischen 2000 und 3000 m [1].
Eigene Einschätzung der Lage:
Die aktuelle Aktivität ähnelt der Eruption vom Dezember 2025, wobei diesmal der Nordostkrater nicht so stark involviert ist, aber dennoch tiefsitzende strombolianische Aktivität zeigt. Damals öffnete sich der explosive Schlot an der Ostflanke der Voragine und im Valle del Leone und auch im Valle del Bove waren effusive Schlote aktiv, die ca. 14 Tage lang ruhig Lava förderten. Dann ging die Eruption im Laufe des Januars wieder langsam zu Ende.
Ich vermute, dass sich diesmal ein ähnlicher Verlauf zeigen könnte. Aktuell ist die Eruption noch in Entwicklung und der Tremor am Steigen. Es ist gut möglich, dass sich die strombolianische Aktivität an der Voragine noch verstärkt und sich weitere effusive Schlote weiter Hang abwärts, innerhalb des Valle del Leone oder des Valle del Bove öffnen. Da das Spaltensystem auch in südwestliche Richtung verläuft, wäre auch eine Öffnung von Schloten im Gebiet zwischen Voragine/Bocca Nuova und Südostkrater oder weiter Hang abwärts möglich (ähnlich wie im August 2025).
Jederzeit kann sich die zurzeit noch relativ milde Aktivität aber auch in einen Paroxysmus der Voragine steigern, wie im Juli 2024. Da die Ostflanke der Voragine durch Kollaps und Frakturen bereits etwas instabil ist, könnte es auch passieren, dass es hier zu einer größeren Hangrutschung kommt. Dann muss mit pyroklastischen Strömen gerechnet werden, die auch das Valle del Bove erreichen können! Der Aufenthalt direkt am Lavastrom ist somit nicht ungefährlich. Spannende Zeiten für die Touristen (und Ätna-Nerds) vor Ort!
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Etna. BOLLETTINO SETTIMANALE. SETTIMANA DI RIFERIMENTO 22/06/2026 - 28/06/2026
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicato Etna. 2026/07/02 12:54 (10:54 UTC)
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN

