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nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
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Achtung, dabei handelt es sich jedoch nicht wirklich um eine Spende, sondern um eine Schenkung. Der Betrag ist somit steuerlich nicht abzugsfähig.
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27. März 2026
Heute ereignete sich am Ätna erneut eine Phase erhöhten Tremors, bei der es offenbar zu keiner eruptiven Aktivität kam. Die seismische Aktivität war in der letzten Woche sehr
niedrig.
In der letzten Woche zeigte sich an den Gipfelkratern des Ätna ruhige Gasemission. Am meisten Gas wurde dabei weiterhin am Nordostkrater freigesetzt. An der Voragine waren die Gasemissionen meist diffus und erfolgten aus Fumarolenfeldern. Zeitweise war auch Emission von weißem Dampf an dem Schlot an der oberen Ostflanke der Voragine, der sich im Dezember 2025 entwickelt hatte, erkennbar. An der Bocca Nuova wurde anhaltend Gas aus dem nordwestlichen Schlot emittiert. Am Südostkraterkomplex wurde anhaltend Gas aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert.
Heute Mittag begann dann der Tremor rapide zu steigen und erreichte bald hohes Niveau, allerdings war der Berg bereits in dicke Wolken gehüllt, die jegliche Beobachtung verhinderten.
Wie das INGV berichtet, begann der Anstieg des Tremors am 27.03. um 12:50 Uhr. Am Nachmittag schwankte er zwischen dem hohen mittleren Bereich und hohem Bereich. Über die Kameras des INGV konnte jedoch keine eruptive Aktivität beobachtet werden. Wegen technischer Probleme konnte die Quelle des Tremors nicht lokalisiert werden. Starker Wind verhinderte außerdem Messungen mittels Infraschalls. Lediglich eine kleine Veränderung bei den Bodendeformationsdaten konnte beobachtet werden [1].
Die Aufzeichnung der Online-Seismogramme war in der letzten Woche mehrfach gestört. Die Signale waren nur durch schwaches Rauschen gekennzeichnet.
Die Tremordaten waren von den meisten Stationen in der vergangenen Woche nicht oder nur bruchstückhaft verfügbar. Die wenigen Daten zeigten jedoch meist niedrigen Tremor. Heute kam es ab 12:50 Uhr zu einem rapiden Anstieg des Tremors bis auf hohes Niveau. Anschließend ging er bis an die Grenze zu mittlerem Niveau zurück, stieg dann erneut an und fiel anschließend wieder ab. Gegen 19:00 Uhr bewegte er sich auf niedrigem Niveau [2].
In der letzten Woche zeigte sich an den Gipfelkratern des Ätna ruhige Gasemission. Am meisten Gas wurde dabei weiterhin am Nordostkrater freigesetzt. An der Voragine waren die Gasemissionen meist diffus und erfolgten aus Fumarolenfeldern. Zeitweise war auch Emission von weißem Dampf an dem Schlot an der oberen Ostflanke der Voragine, der sich im Dezember 2025 entwickelt hatte, erkennbar. An der Bocca Nuova wurde anhaltend Gas aus dem nordwestlichen Schlot emittiert. Am Südostkraterkomplex wurde anhaltend Gas aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert.
Heute Mittag begann dann der Tremor rapide zu steigen und erreichte bald hohes Niveau, allerdings war der Berg bereits in dicke Wolken gehüllt, die jegliche Beobachtung verhinderten.
Wie das INGV berichtet, begann der Anstieg des Tremors am 27.03. um 12:50 Uhr. Am Nachmittag schwankte er zwischen dem hohen mittleren Bereich und hohem Bereich. Über die Kameras des INGV konnte jedoch keine eruptive Aktivität beobachtet werden. Wegen technischer Probleme konnte die Quelle des Tremors nicht lokalisiert werden. Starker Wind verhinderte außerdem Messungen mittels Infraschalls. Lediglich eine kleine Veränderung bei den Bodendeformationsdaten konnte beobachtet werden [1].
Die Aufzeichnung der Online-Seismogramme war in der letzten Woche mehrfach gestört. Die Signale waren nur durch schwaches Rauschen gekennzeichnet.
Die Tremordaten waren von den meisten Stationen in der vergangenen Woche nicht oder nur bruchstückhaft verfügbar. Die wenigen Daten zeigten jedoch meist niedrigen Tremor. Heute kam es ab 12:50 Uhr zu einem rapiden Anstieg des Tremors bis auf hohes Niveau. Anschließend ging er bis an die Grenze zu mittlerem Niveau zurück, stieg dann erneut an und fiel anschließend wieder ab. Gegen 19:00 Uhr bewegte er sich auf niedrigem Niveau [2].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. 2026/03/17 15:03 (14:03 UTC).
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
20. März 2026
In der vergangenen Woche kam es am Ätna erneut zu zwei Phasen von vorübergehend hohem Tremor, jedoch ohne sichtbare eruptive Aktivität. Es zeigten sich lediglich die üblichen
Gasemissionen.
Schlechtes Wetter mit vielen Wolken und Neuschnee verhinderten in der letzten Woche meist die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden zeigten sich weiterhin die üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am stärksten und meist pulsartig. An der Voragine wurde überwiegend diffus Gas aus Fumarolen emittiert. Die Bocca Nuova setzte überwiegend Gas aus dem nordwestlichen Schlot frei. Am Südostkraterkomplex wurde anhaltend Gas aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert.
Am 15. März kam es, wie bereits am 11. März zu einem rapiden, jedoch vorübergehenden Anstieg des Tremors. Trotz der hohen Tremoramplitude, bei der es üblicherweise zu heftiger eruptiver Aktivität kommt, war an den Gipfelkratern keine Ascheemission erkennbar, wobei diese auch überwiegend in Wolken gehüllt waren. Ein ganz ähnliches Phänomen zeigte sich am 19. März. Trotz rapide steigenden Tremors, der hohes Niveau erreichte, war an den Gipfelkratern lediglich die normale ruhige Gasemission zu erkennen. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die Gipfelkrater auch zeitweise in Wolken gehüllt.
Wie das INGV berichtete, wurde am Morgen des 19. März, trotz des hohen Tremorsignals über die Überwachungskameras des INGV keine Hinweise auf vulkanische Aktivität beobachtet. Auch die Infraschallaktivität war nicht auffällig und weiterhin auf die Voragine beschränkt. Allerdings konnte um 04:55 Uhr eine kleine Veränderung der Neigung bei der Station ECPN beobachtet werden, die auf Dekompression schließen ließ, wie sei beim Austritt von Lava zu erwarten ist. Die Quelle des Tremors konnte nicht lokalisiert werden [1].
Am 15. März veröffentlichte das INGV ebenfalls eine Mitteilung zu dem starken, jedoch temporären Anstieg des Tremors an diesem Tag. Dabei wurde eine Verlagerung der Tremorquelle in Richtung Oberfläche, bis auf ca. 3000 m Höhe gemessen. Wegen der dichten Wolkendecke konnten keine visuellen Beobachtungen gemacht werden. Auch an diesem Tag zeigte sich eine kleine Veränderung bei den Bodendeformationsdaten, die auf Freisetzung von Lava hindeuteten [2].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche zunächst entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Am 15.03. kam es dann zu einem rapiden Anstieg des Tremors, der sich für wenige Stunden auf hohem Niveau hielt und dann ebenso rasch wieder auf niedriges Niveau abfiel. Bis zum 18. März stieg der Tremor dann allmählich etwas an und bewegte sich wieder knapp über der Grenze zwischen mittlerem und niedrigem Niveau. Am frühen Morgen des 19. März stieg er dann plötzlich rapide an und hielt sich auf hohem Niveau bis zum Nachmittag. Dann ging er schnell auf niedriges Niveau zurück [3].
Am 16.03. wurde im Bereich des Zentralkraters ein Beben der Stärke 1.8 registriert. Am 18.03. ereigneten sich westlich des Monte Spagnolo (Nordwestflanke) zwei Beben, die Magnituden von 2.0 bzw. 1.7 erreichten [4].
Schlechtes Wetter mit vielen Wolken und Neuschnee verhinderten in der letzten Woche meist die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden zeigten sich weiterhin die üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am stärksten und meist pulsartig. An der Voragine wurde überwiegend diffus Gas aus Fumarolen emittiert. Die Bocca Nuova setzte überwiegend Gas aus dem nordwestlichen Schlot frei. Am Südostkraterkomplex wurde anhaltend Gas aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert.
Am 15. März kam es, wie bereits am 11. März zu einem rapiden, jedoch vorübergehenden Anstieg des Tremors. Trotz der hohen Tremoramplitude, bei der es üblicherweise zu heftiger eruptiver Aktivität kommt, war an den Gipfelkratern keine Ascheemission erkennbar, wobei diese auch überwiegend in Wolken gehüllt waren. Ein ganz ähnliches Phänomen zeigte sich am 19. März. Trotz rapide steigenden Tremors, der hohes Niveau erreichte, war an den Gipfelkratern lediglich die normale ruhige Gasemission zu erkennen. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die Gipfelkrater auch zeitweise in Wolken gehüllt.
Wie das INGV berichtete, wurde am Morgen des 19. März, trotz des hohen Tremorsignals über die Überwachungskameras des INGV keine Hinweise auf vulkanische Aktivität beobachtet. Auch die Infraschallaktivität war nicht auffällig und weiterhin auf die Voragine beschränkt. Allerdings konnte um 04:55 Uhr eine kleine Veränderung der Neigung bei der Station ECPN beobachtet werden, die auf Dekompression schließen ließ, wie sei beim Austritt von Lava zu erwarten ist. Die Quelle des Tremors konnte nicht lokalisiert werden [1].
Am 15. März veröffentlichte das INGV ebenfalls eine Mitteilung zu dem starken, jedoch temporären Anstieg des Tremors an diesem Tag. Dabei wurde eine Verlagerung der Tremorquelle in Richtung Oberfläche, bis auf ca. 3000 m Höhe gemessen. Wegen der dichten Wolkendecke konnten keine visuellen Beobachtungen gemacht werden. Auch an diesem Tag zeigte sich eine kleine Veränderung bei den Bodendeformationsdaten, die auf Freisetzung von Lava hindeuteten [2].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche zunächst entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Am 15.03. kam es dann zu einem rapiden Anstieg des Tremors, der sich für wenige Stunden auf hohem Niveau hielt und dann ebenso rasch wieder auf niedriges Niveau abfiel. Bis zum 18. März stieg der Tremor dann allmählich etwas an und bewegte sich wieder knapp über der Grenze zwischen mittlerem und niedrigem Niveau. Am frühen Morgen des 19. März stieg er dann plötzlich rapide an und hielt sich auf hohem Niveau bis zum Nachmittag. Dann ging er schnell auf niedriges Niveau zurück [3].
Am 16.03. wurde im Bereich des Zentralkraters ein Beben der Stärke 1.8 registriert. Am 18.03. ereigneten sich westlich des Monte Spagnolo (Nordwestflanke) zwei Beben, die Magnituden von 2.0 bzw. 1.7 erreichten [4].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. 2026/03/19 05:47 (04:47 UTC).
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. 2026/03/15 15:32 (14:32 UTC).
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
- INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2026.
13. März 2026
In der letzten Woche waren am Ätna nur die üblichen Gasemissionen erkennbar, obwohl der Tremor vorübergehend hohes Niveau erreichte. Die seismische Aktivität war weiterhin
erhöht.
In der vergangenen Woche wurde die Beobachtung der Gipfelkrater des Ätna häufig durch Wolken behindert. Während den wolkenfreien Stunden zeigte sich die intensivste Gasemission am Nordostkrater. Hier waren die Emissionen meist pulsartig verstärkt. An der Voragine wurde anhaltend Gas aus Fumarolen emittiert. Auch aus dem Schlot, der sich während der eruptiven Aktivität im Dezember am östlichen Kraterrand der Voragine gebildet hatte wurde zunehmend Gas emittiert. An der Bocca Nuova kam es zu pulsartiger Gasemission aus dem nordwestlichen Schlot. Vereinzelt waren die Emissionen dort mit geringen Mengen Asche durchsetzt. Am Südostkraterkomplex wurde das meiste Gas am nordöstlichen Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert. Trotz zeitweise deutlich erhöhten Tremors war keinerlei eruptive Aktivität erkennbar.
Auf Grund des hohen Tremors wurde vom INGV eine Mitteilung herausgegeben. Darin wird bestätigt, dass es an den Gipfelkratern während der Phase mit hohem Tremor lediglich die üblichen Gasemissionen beobachtet werden konnten. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt der Berg auch zeitweise in Wolken gehüllt. Die Abwesenheit von explosiver Aktivität konnte jedoch auch durch die Infraschallaktivität belegt werden, die unverändert blieb und zwischen mittlerem und erhöhtem Niveau pendelte. Sie ging nach wie vor vom Nordostkrater aus. Die Quelle des Tremors wurde unterhalb der Voragine auf ca. 2800 m Höhe lokalisiert. Allerdings kam es an der dilatometrischen Station DRUV zu einer Umkehrung des bisherigen Trends. Gleiches wurde an der klinometrischen Station Cratere del Piano registriert. Dies deutet auf Änderungen an der Neigung bzw. Ausdehnung des Vulkangebäudes hin, was üblicherweise mit Magmaaufstieg einhergeht [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche zunächst knapp unterhalb der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Am Morgen des 11. März begann der Tremor rapide zu steigen und erreichte bald hohes Niveau. Dort hielt er sich unter Schwankungen bis zum Nachmittag, bevor er wieder auf niedriges Niveau zurückfiel [2].
Die intensive Erdbebenserie, die am 04.03. im Raum Ragalna (Süd-/Südwestflanke) begonnen hatte, setzte sich dort am 05. März weiter fort und dauerte unter deutlicher Abschwächung bis zum 09.03. an. Die stärkste Erschütterung erreichte dabei eine Magnitude von 2.6. Zwischen dem 09. und 11.03. kam es bei Piedimonte Etneo (Nordostflanke) zu mehreren Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.9 hatte. Am 12.03. wurde südwestlich von Biancavilla (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.9 registriert [3].
In der vergangenen Woche wurde die Beobachtung der Gipfelkrater des Ätna häufig durch Wolken behindert. Während den wolkenfreien Stunden zeigte sich die intensivste Gasemission am Nordostkrater. Hier waren die Emissionen meist pulsartig verstärkt. An der Voragine wurde anhaltend Gas aus Fumarolen emittiert. Auch aus dem Schlot, der sich während der eruptiven Aktivität im Dezember am östlichen Kraterrand der Voragine gebildet hatte wurde zunehmend Gas emittiert. An der Bocca Nuova kam es zu pulsartiger Gasemission aus dem nordwestlichen Schlot. Vereinzelt waren die Emissionen dort mit geringen Mengen Asche durchsetzt. Am Südostkraterkomplex wurde das meiste Gas am nordöstlichen Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert. Trotz zeitweise deutlich erhöhten Tremors war keinerlei eruptive Aktivität erkennbar.
Auf Grund des hohen Tremors wurde vom INGV eine Mitteilung herausgegeben. Darin wird bestätigt, dass es an den Gipfelkratern während der Phase mit hohem Tremor lediglich die üblichen Gasemissionen beobachtet werden konnten. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt der Berg auch zeitweise in Wolken gehüllt. Die Abwesenheit von explosiver Aktivität konnte jedoch auch durch die Infraschallaktivität belegt werden, die unverändert blieb und zwischen mittlerem und erhöhtem Niveau pendelte. Sie ging nach wie vor vom Nordostkrater aus. Die Quelle des Tremors wurde unterhalb der Voragine auf ca. 2800 m Höhe lokalisiert. Allerdings kam es an der dilatometrischen Station DRUV zu einer Umkehrung des bisherigen Trends. Gleiches wurde an der klinometrischen Station Cratere del Piano registriert. Dies deutet auf Änderungen an der Neigung bzw. Ausdehnung des Vulkangebäudes hin, was üblicherweise mit Magmaaufstieg einhergeht [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche zunächst knapp unterhalb der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Am Morgen des 11. März begann der Tremor rapide zu steigen und erreichte bald hohes Niveau. Dort hielt er sich unter Schwankungen bis zum Nachmittag, bevor er wieder auf niedriges Niveau zurückfiel [2].
Die intensive Erdbebenserie, die am 04.03. im Raum Ragalna (Süd-/Südwestflanke) begonnen hatte, setzte sich dort am 05. März weiter fort und dauerte unter deutlicher Abschwächung bis zum 09.03. an. Die stärkste Erschütterung erreichte dabei eine Magnitude von 2.6. Zwischen dem 09. und 11.03. kam es bei Piedimonte Etneo (Nordostflanke) zu mehreren Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.9 hatte. Am 12.03. wurde südwestlich von Biancavilla (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.9 registriert [3].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicati attività vulcanica. 2026/03/11 12:10 (11:10 UTC).
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
- INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2026.
04. März 2026
Heute kam es an der Südwestflanke des Ätna zu einem Schadbeben der Stärke 4.5, dem zahlreiche leichte Nachbeben folgten. Am Mittag wurde von der Bocca Nuova eine dunkle Aschesäule
emittiert. Der Tremor schwankt auf mittlerem Niveau.
In den vergangenen Tagen kam es an den Gipfelkratern des Ätna zunächst zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater weiterhin am intensivsten und pulsartig verstärkt. Heute Morgen war an der Bocca Nuova pulsartige Gasemission erkennbar. Um 13:15 Uhr war dann plötzlich eine dunkelgraue, über 1000 m hohe Aschesäule über der Bocca Nuova zu sehen. Der Wind trug die Wolke schnell nach Osten. Für weitere ca. 5 Minuten waren die Gaswolken der Bocca Nuova dann noch mit etwas grauer Asche durchsetzt. Bis zum Einsetzen der Dunkelheit konnte ich keine weiteren Ascheemissionen mehr erkennen. Die Aschewolke schien vom nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova emittiert worden zu sein und zeigte keinerlei thermische Anomalien. Ihr ging ein ungewöhnlich kräftiges Erdbeben der Stärke 4.5 an der Südwestflanke des Ätna am heutigen frühen Morgen voraus. Dies war laut Medienberichten deutlich wahrnehmbar und sorgte in Ragalna für Risse und kleinere Schäden an Gebäuden.
Wie das INGV berichtet begann die Aschefreisetzung an der Bocca Nuova um 13:12 Uhr und war von einem seismischen Signal begleitet, wie es von explosiver Aktivität verursacht wird. Auch ein Infraschallereignis wurde dabei registriert. Die Quelle des Tremors, der vor dem Ereignis moderat angestiegen war, wurde zwischen Voragine und Nordostkrater auf ca. 3000 m Höhe lokalisiert. Die Infraschallereignisse konzentrierten sich auf den Nordostkrater und ihre Amplitude war niedrig bis mittel. Die Ascheemission war nicht von einer signifikanten Veränderung der GPS- bzw. klinometrischen Daten begleitet [1].
Der Tremor bewegte sich in der letzten Woche zunächst weiterhin entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Am 28. Februar kam es zu einem Anstieg auf mittleres Niveau, dann fiel der Tremor wieder ab. Am 01. März kam es mehrmals zu kurzen Phasen verstärkten Tremors, die mittleres Niveau erreichten. Am 02.03. stieg der Tremor dann erneut von niedrigem auf mittleres Niveau, wo er sich für einige Stunden hielt. Nach einem erneuten Rückgang, stieg er heute Morgen erneut auf mittleres Niveau, ging dann aber wieder zurück [2].
Am 27.02. kam es südwestlich von Bronte (Nordwestflanke) zu mehreren Beben, die Magnituden von bis zu 1.8 erreichten. Am 04.03. kam es nordöstlich von Randazzo (Nordflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 04.03. ereignete sich nordwestlich von Ragalna (Süd-/Südwestflanke) ein Beben der Stärke 4.5. Kurz danach folgte ein Beben der Magnitude 2.7. Beide Beben wurden in einer Tiefe von 3 - 4 Km lokalisiert und verursachten einige Gebäudeschäden in Ragalna. Anschließend folgten im Raum nördlich Santa Maria di Licodia bis westlich Ragalna viele Nachbeben, die Magnituden von bis zu 2.3 erreichten. Ihre Hypozentren befanden sich meist in 1 - 10 Km Tiefe [3].
Eigene Einschätzung der Lage:
Erdbeben die deutlich gespürt werden bzw. sogar Schäden an Gebäuden hinterlassen sind am Ätna eher selten. Entweder haben sie eine rein tektonische Ursache, werden also von Spannungen in der Erdkruste entlang von Gräben bzw. Verwerfungszonen ausgelöst oder stehen im Zusammenhang mit dem Aufstieg von Magma.
Aufsteigendes Magma führt zu Druckveränderungen innerhalb des Vulkangebäudes und kann auch lokale Verwerfungen aktivieren. Oft gehen spürbare Beben daher mit Magmaaufstieg vor einer Eruption oder dem Entleeren von Magmakammern nach Eruptionen einher. Das Beben heute hat sich an der Süd-/Südwestflanke des Ätna in ca. 4 Km Tiefe ereignet. Dort kam es vor Eruptionen an den Gipfelkratern schon häufiger zu allerdings schwachen Beben. In dieser Gegend verläuft nämlich eine Verwerfung in östliche Richtung bis an die Küste. Sie ist Teil eines größeren Systems, das sich von Ragalna aus nach Norden, über die Gipfelkrater hinweg zieht und dann der Nordostflanke folgend (Pernicana Verwerfung) nach Osten erstreckt.
Es besteht somit die Möglichkeit, dass sich ein größerer Schub Magma auf seinen Weg gemacht hat. Immerhin kam es auch zu einer explosiven Ascheemission an der Bocca Nuova. Solche Ereignisse werden häufig auch von aufsteigendem Magma verursacht. Allerdings könnte die Explosion auch eine Reaktion auf das Erdbeben gewesen sein.
Die Wahrscheinlichkeit für neue eruptive Aktivität sehe ich im Moment auf jeden Fall für erhöht an. Denn auch der Tremor unterlag in den letzten Tagen deutlichen Schwankungen. Die Boden-Kohlendioxidmesswerte waren in den letzten Wochen auch deutlich erhöht. Sie sind meist ein Frühindikator für Magmaaufstieg, denn das Kohlendioxid gast bereits in größerer Tiefe aus. Was nun allerdings genau passieren wird lässt sich nicht sagen. Es ist gut möglich, dass Nordostkrater und Voragine wieder aktiv werden. Auch eine Flankeneruption kann man natürlich nicht ganz ausschließen. Das Ganze kann sich aber auch erst mal wieder für einige Wochen beruhigen.
Nun scheint es aber auf jeden Fall bald wieder spannend am Berg zu werden!
In den vergangenen Tagen kam es an den Gipfelkratern des Ätna zunächst zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater weiterhin am intensivsten und pulsartig verstärkt. Heute Morgen war an der Bocca Nuova pulsartige Gasemission erkennbar. Um 13:15 Uhr war dann plötzlich eine dunkelgraue, über 1000 m hohe Aschesäule über der Bocca Nuova zu sehen. Der Wind trug die Wolke schnell nach Osten. Für weitere ca. 5 Minuten waren die Gaswolken der Bocca Nuova dann noch mit etwas grauer Asche durchsetzt. Bis zum Einsetzen der Dunkelheit konnte ich keine weiteren Ascheemissionen mehr erkennen. Die Aschewolke schien vom nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova emittiert worden zu sein und zeigte keinerlei thermische Anomalien. Ihr ging ein ungewöhnlich kräftiges Erdbeben der Stärke 4.5 an der Südwestflanke des Ätna am heutigen frühen Morgen voraus. Dies war laut Medienberichten deutlich wahrnehmbar und sorgte in Ragalna für Risse und kleinere Schäden an Gebäuden.
Dieses Webcam-Foto zeigt die Aschefreisetzung an der Bocca Nuova von Südosten aus. Die dunkle Säule steigt über 1000 m empor, bevor sie in östliche Richtung getragen wird:

Foto vom 04.03.2026, 13:15 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola

Foto vom 04.03.2026, 13:15 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola
Wie das INGV berichtet begann die Aschefreisetzung an der Bocca Nuova um 13:12 Uhr und war von einem seismischen Signal begleitet, wie es von explosiver Aktivität verursacht wird. Auch ein Infraschallereignis wurde dabei registriert. Die Quelle des Tremors, der vor dem Ereignis moderat angestiegen war, wurde zwischen Voragine und Nordostkrater auf ca. 3000 m Höhe lokalisiert. Die Infraschallereignisse konzentrierten sich auf den Nordostkrater und ihre Amplitude war niedrig bis mittel. Die Ascheemission war nicht von einer signifikanten Veränderung der GPS- bzw. klinometrischen Daten begleitet [1].
Der Tremor bewegte sich in der letzten Woche zunächst weiterhin entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Am 28. Februar kam es zu einem Anstieg auf mittleres Niveau, dann fiel der Tremor wieder ab. Am 01. März kam es mehrmals zu kurzen Phasen verstärkten Tremors, die mittleres Niveau erreichten. Am 02.03. stieg der Tremor dann erneut von niedrigem auf mittleres Niveau, wo er sich für einige Stunden hielt. Nach einem erneuten Rückgang, stieg er heute Morgen erneut auf mittleres Niveau, ging dann aber wieder zurück [2].
Am 27.02. kam es südwestlich von Bronte (Nordwestflanke) zu mehreren Beben, die Magnituden von bis zu 1.8 erreichten. Am 04.03. kam es nordöstlich von Randazzo (Nordflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 04.03. ereignete sich nordwestlich von Ragalna (Süd-/Südwestflanke) ein Beben der Stärke 4.5. Kurz danach folgte ein Beben der Magnitude 2.7. Beide Beben wurden in einer Tiefe von 3 - 4 Km lokalisiert und verursachten einige Gebäudeschäden in Ragalna. Anschließend folgten im Raum nördlich Santa Maria di Licodia bis westlich Ragalna viele Nachbeben, die Magnituden von bis zu 2.3 erreichten. Ihre Hypozentren befanden sich meist in 1 - 10 Km Tiefe [3].
Eigene Einschätzung der Lage:
Erdbeben die deutlich gespürt werden bzw. sogar Schäden an Gebäuden hinterlassen sind am Ätna eher selten. Entweder haben sie eine rein tektonische Ursache, werden also von Spannungen in der Erdkruste entlang von Gräben bzw. Verwerfungszonen ausgelöst oder stehen im Zusammenhang mit dem Aufstieg von Magma.
Aufsteigendes Magma führt zu Druckveränderungen innerhalb des Vulkangebäudes und kann auch lokale Verwerfungen aktivieren. Oft gehen spürbare Beben daher mit Magmaaufstieg vor einer Eruption oder dem Entleeren von Magmakammern nach Eruptionen einher. Das Beben heute hat sich an der Süd-/Südwestflanke des Ätna in ca. 4 Km Tiefe ereignet. Dort kam es vor Eruptionen an den Gipfelkratern schon häufiger zu allerdings schwachen Beben. In dieser Gegend verläuft nämlich eine Verwerfung in östliche Richtung bis an die Küste. Sie ist Teil eines größeren Systems, das sich von Ragalna aus nach Norden, über die Gipfelkrater hinweg zieht und dann der Nordostflanke folgend (Pernicana Verwerfung) nach Osten erstreckt.
Es besteht somit die Möglichkeit, dass sich ein größerer Schub Magma auf seinen Weg gemacht hat. Immerhin kam es auch zu einer explosiven Ascheemission an der Bocca Nuova. Solche Ereignisse werden häufig auch von aufsteigendem Magma verursacht. Allerdings könnte die Explosion auch eine Reaktion auf das Erdbeben gewesen sein.
Die Wahrscheinlichkeit für neue eruptive Aktivität sehe ich im Moment auf jeden Fall für erhöht an. Denn auch der Tremor unterlag in den letzten Tagen deutlichen Schwankungen. Die Boden-Kohlendioxidmesswerte waren in den letzten Wochen auch deutlich erhöht. Sie sind meist ein Frühindikator für Magmaaufstieg, denn das Kohlendioxid gast bereits in größerer Tiefe aus. Was nun allerdings genau passieren wird lässt sich nicht sagen. Es ist gut möglich, dass Nordostkrater und Voragine wieder aktiv werden. Auch eine Flankeneruption kann man natürlich nicht ganz ausschließen. Das Ganze kann sich aber auch erst mal wieder für einige Wochen beruhigen.
Nun scheint es aber auf jeden Fall bald wieder spannend am Berg zu werden!
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicati attività vulcanica. 26/03/04 14:05 (13:05 UTC)
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- INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2026.
27. Februar 2026
Auch in der letzten Woche blieb der Ätna ruhig und es kam zu den üblichen Gasemissionen. Der Tremor blieb unverändert und die seismische Aktivität war gering.
In der vergangenen Woche wurde am Nordostkrater weiterhin das meiste Gase emittiert. Meist waren die Emissionen pulsartig verstärkt. An der Voragine kam es zu leichten, aber anhaltenden Gasemissionen aus Fumarolenfeldern. An der Bocca Nuova wurde das meiste Gas aus dem nordwestlichen Schlot emittiert. Am Südostkraterkomplex setzte der Neue Südostkrater im nordöstlichen Gipfelbereich das meiste Gas frei.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. zeitweise durch starken Wind gestört. Ansonsten zeigte sich eine ähnlich niedrige Aktivität wie in der Vorwoche. Auch die Amplitude der Ereignisse war gering. Quelle war meist der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 16.02. bis 22.02. ähnlich wie in der Vorwoche und hielten sich auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) hielten sich vom 16.02. bis 22.02. auf mittlerem Niveau und unterlagen nur geringen Schwankungen [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche weiterhin entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors lag im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. im Umfeld des Nordostkraters in einer Tiefe zwischen 1500 und 2700 m [1].
Am 24.02. kam es östlich von Catania zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 24.02. wurde am Monte Minardo (Westflanke) ein Beben der Stärke 1.7 registriert. Am 25.02. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu zwei schwachen Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.8 erreichte [3].
In der vergangenen Woche wurde am Nordostkrater weiterhin das meiste Gase emittiert. Meist waren die Emissionen pulsartig verstärkt. An der Voragine kam es zu leichten, aber anhaltenden Gasemissionen aus Fumarolenfeldern. An der Bocca Nuova wurde das meiste Gas aus dem nordwestlichen Schlot emittiert. Am Südostkraterkomplex setzte der Neue Südostkrater im nordöstlichen Gipfelbereich das meiste Gas frei.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. zeitweise durch starken Wind gestört. Ansonsten zeigte sich eine ähnlich niedrige Aktivität wie in der Vorwoche. Auch die Amplitude der Ereignisse war gering. Quelle war meist der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern waren im Zeitraum vom 16.02. bis 22.02. ähnlich wie in der Vorwoche und hielten sich auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) hielten sich vom 16.02. bis 22.02. auf mittlerem Niveau und unterlagen nur geringen Schwankungen [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche weiterhin entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors lag im Zeitraum zwischen dem 16.02. und 22.02. im Umfeld des Nordostkraters in einer Tiefe zwischen 1500 und 2700 m [1].
Am 24.02. kam es östlich von Catania zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 24.02. wurde am Monte Minardo (Westflanke) ein Beben der Stärke 1.7 registriert. Am 25.02. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu zwei schwachen Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.8 erreichte [3].
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20. Februar 2026
In der vergangenen Woche setzte der Ätna seine ruhige Gasemission fort. Der Tremor blieb unverändert und die seismische Aktivität war niedrig.
In der letzten Woche behinderten weiterhin Wolken und Neuschnee die Beobachtung der Gipfelregion mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden zeigte sich am Nordostkrater anhaltende, teilweise pulsartig verstärkte Gasemission. An der Voragine wurde anhaltend und kräftig weißer Dampf bzw. Gas emittiert. Am Südostkrater war leichte Gasemission aus dem nordöstlichen Gipfelbereich des Neuen Südostkraters erkennbar.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 09.02. und 15.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 09.02. und 15.02. keine signifikanten Veränderungen bei den Neigungsdaten [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war zwischen dem 09.02. und 15.02. häufig durch starken Wind gestört. Während den ruhigen Phasen zeigte sich eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Auch ihre Amplitude war niedrig. Quelle war der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern zeigten im Zeitraum vom 09.02. bis 15.02. kaum Veränderung und hielten sich auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bewegten sich im gleichen Zeitraum auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche einzelne langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich auch in der vergangenen Woche entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors befand sich zwischen dem 09.02. und 15.02. unterhalb des Nordostkraters auf 1000 - 2700 m Höhe [1].
Am 12.02. und 14.02 wurden nördlich von Maletto (Nordwestflanke) zwei Beben gemessen, die Magnituden von 1.6 bzw. 1.8 erreichten [3].
In der letzten Woche behinderten weiterhin Wolken und Neuschnee die Beobachtung der Gipfelregion mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden zeigte sich am Nordostkrater anhaltende, teilweise pulsartig verstärkte Gasemission. An der Voragine wurde anhaltend und kräftig weißer Dampf bzw. Gas emittiert. Am Südostkrater war leichte Gasemission aus dem nordöstlichen Gipfelbereich des Neuen Südostkraters erkennbar.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 09.02. und 15.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 09.02. und 15.02. keine signifikanten Veränderungen bei den Neigungsdaten [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war zwischen dem 09.02. und 15.02. häufig durch starken Wind gestört. Während den ruhigen Phasen zeigte sich eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Auch ihre Amplitude war niedrig. Quelle war der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern zeigten im Zeitraum vom 09.02. bis 15.02. kaum Veränderung und hielten sich auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bewegten sich im gleichen Zeitraum auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche einzelne langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich auch in der vergangenen Woche entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors befand sich zwischen dem 09.02. und 15.02. unterhalb des Nordostkraters auf 1000 - 2700 m Höhe [1].
Am 12.02. und 14.02 wurden nördlich von Maletto (Nordwestflanke) zwei Beben gemessen, die Magnituden von 1.6 bzw. 1.8 erreichten [3].
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13. Februar 2026
Die ruhige Gasemission hielt auch in der vergangenen Woche am Ätna an. Der Tremor hielt sich auf niedrigem bis mittlerem Niveau und die seismische Aktivität blieb leicht erhöht.
In der letzten Woche kam es an den Gipfelkratern des Ätna weiterhin zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am intensivsten. An der Voragine wurde anhaltend Gas emittiert. An der Bocca Nuova kam es zu pulsartiger Gasemission aus dem nordwestlichen Abschnitt. Am Südostkraterkomplex wurde das meiste Gas im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert. Eine Wetterverschlechterung mit Neuschnee verhinderte dann ab dem 11. Februar die weitere Beobachtung des Gipfelbereichs mit Webcams.
Hier zwei aktuelle Fotos, die mir freundlicherweise von einer Bekannten zur Verfügung gestellt wurden:
Der Blick geht von Südosten aus auf den Ätna, dessen Gipfel in Wolken gehüllt ist. Schön ist jedoch das schneebedeckte Valle del Bove zu erkennen. Sehr gut zeichnet sich der Lavastrom der jüngsten eruptiven Aktivität des Berges von Anfang Januar als dunkle Streifen ab. Ihren Ursprung hatte die Lava oberhalb des Monte Simone. Der Strom zieht sich von dort aus in südöstliche Richtung, wobei einige kleinere Teilströme nach Osten verzweigen. Der Hauptstrom dreht dann allmählich auch in östliche Richtung und zieht sich dann vorbei an dem alten Felsen Rocca Musarra dem steiler werdenden Hang bis auf ca. 1500 m Höhe hinab, wo sich aktuell die Schneegrenze befindet:

06.02.2026 © SBB
Der Gipfelbereich von Südosten aus zeigt im Vordergrund den La Montagnola, links dahinter die Schlackenkegel von 2002-2003 (Monte Barbagallo) und oberhalb davon den Südostkraterkomplex, der vom Neuen Südostkrater dominiert wird. Dort tritt Gas aus. Links davon der Zentralkraterkegel, dessen höchster Punkt im Osten von der Voragine gebildet wird. Auch dort tritt Gas aus während die Bocca Nuova, links davon wenig Gas emittiert:

08.02.2026 © SBB
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 02.02. und 08.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 02.02. und 08.02. keine signifikanten Veränderungen bei den Neigungsdaten [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Zeitraum zwischen dem 02.02. und 08.02. durch starken Wind zeitweise gestört. Ansonsten zeigte sich eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Auch ihre Amplitude war meist schwach. Quelle war der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich zwischen dem 02.02. und 08.02. auf mittlerem Niveau. Die täglichen Spitzenemissionsraten erreichten hohes mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) stiegen im gleichen Zeitraum deutlich an und erreichten mittleres Niveau. Der höchste Wert wurde dabei am 04. Februar verzeichnet.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 28. Januar bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.56 vergleichbar mit der letzten Messung. Der Messwert lag auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche einzelne langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors befand sich zwischen dem 02.02. und 08.02. sowohl unterhalb des Nordostkraters, als auch knapp nördlich von diesem auf 1000 - 2500 m Höhe [1].
Am 07.02. wurde bei Trepunti (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.9 verzeichnet. Am 07.02. kam es südwestlich des Monte San Leo (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.8. Am 07.02. wurden am Monte Zoccolaro (Südostflanke) zwei Beben gemessen, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.9 hatte. Am 08.02. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.5 [3].
In der letzten Woche kam es an den Gipfelkratern des Ätna weiterhin zu den üblichen Gasemissionen. Diese waren am Nordostkrater am intensivsten. An der Voragine wurde anhaltend Gas emittiert. An der Bocca Nuova kam es zu pulsartiger Gasemission aus dem nordwestlichen Abschnitt. Am Südostkraterkomplex wurde das meiste Gas im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert. Eine Wetterverschlechterung mit Neuschnee verhinderte dann ab dem 11. Februar die weitere Beobachtung des Gipfelbereichs mit Webcams.
Hier zwei aktuelle Fotos, die mir freundlicherweise von einer Bekannten zur Verfügung gestellt wurden:
Der Blick geht von Südosten aus auf den Ätna, dessen Gipfel in Wolken gehüllt ist. Schön ist jedoch das schneebedeckte Valle del Bove zu erkennen. Sehr gut zeichnet sich der Lavastrom der jüngsten eruptiven Aktivität des Berges von Anfang Januar als dunkle Streifen ab. Ihren Ursprung hatte die Lava oberhalb des Monte Simone. Der Strom zieht sich von dort aus in südöstliche Richtung, wobei einige kleinere Teilströme nach Osten verzweigen. Der Hauptstrom dreht dann allmählich auch in östliche Richtung und zieht sich dann vorbei an dem alten Felsen Rocca Musarra dem steiler werdenden Hang bis auf ca. 1500 m Höhe hinab, wo sich aktuell die Schneegrenze befindet:

06.02.2026 © SBB
Der Gipfelbereich von Südosten aus zeigt im Vordergrund den La Montagnola, links dahinter die Schlackenkegel von 2002-2003 (Monte Barbagallo) und oberhalb davon den Südostkraterkomplex, der vom Neuen Südostkrater dominiert wird. Dort tritt Gas aus. Links davon der Zentralkraterkegel, dessen höchster Punkt im Osten von der Voragine gebildet wird. Auch dort tritt Gas aus während die Bocca Nuova, links davon wenig Gas emittiert:

08.02.2026 © SBB
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 02.02. und 08.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 02.02. und 08.02. keine signifikanten Veränderungen bei den Neigungsdaten [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Zeitraum zwischen dem 02.02. und 08.02. durch starken Wind zeitweise gestört. Ansonsten zeigte sich eine niedrige Anzahl an Ereignissen. Auch ihre Amplitude war meist schwach. Quelle war der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich zwischen dem 02.02. und 08.02. auf mittlerem Niveau. Die täglichen Spitzenemissionsraten erreichten hohes mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) stiegen im gleichen Zeitraum deutlich an und erreichten mittleres Niveau. Der höchste Wert wurde dabei am 04. Februar verzeichnet.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 28. Januar bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.56 vergleichbar mit der letzten Messung. Der Messwert lag auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche einzelne langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors befand sich zwischen dem 02.02. und 08.02. sowohl unterhalb des Nordostkraters, als auch knapp nördlich von diesem auf 1000 - 2500 m Höhe [1].
Am 07.02. wurde bei Trepunti (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.9 verzeichnet. Am 07.02. kam es südwestlich des Monte San Leo (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.8. Am 07.02. wurden am Monte Zoccolaro (Südostflanke) zwei Beben gemessen, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.9 hatte. Am 08.02. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.5 [3].
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06. Februar 2026
In der letzten Woche setzte der Ätna seine ruhige Gasemission fort. Der Tremor hielt sich auf niedrigem bis mittlerem Niveau und die seismische Aktivität war etwas erhöht.
Auch in der vergangenen Woche waren die Beobachtungsbedingungen am Ätna durch Wolken und Neuschnee häufig stark eingeschränkt. Während den wolkenfreien Momenten zeigte sich am Nordostkrater kräftige Emission von Gas und Dampf. An der Voragine wurde ebenfalls anhaltend und kräftig Gas emittiert. An der Bocca Nuova konzentrierten sich die Gasemissionen auf den nordwestlichen Abschnitt. Am Südostkraterkomplex wurde das meiste Gas aus dem nordöstlichen Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 26.01. und 01.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 26.01. und 01.02. keine signifikanten Abweichungen, allerdings wurde am 29. Januar eine kleine Veränderung (1 Mikroradiant) der Neigung an der Station ECP (Cratere del Piano) verzeichnet [1].
Die Messung der Infraschallereignisse wurde im Zeitraum zwischen dem 26.01. und 01.02. zeitweise durch starken Wind gestört. Insgesamt war die Anzahl der Ereignisse niedrig. Auch die Amplitude war niedrig. Die Quelle war meist der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern schwankten im Zeitraum vom 26.01. bis 01.02. auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bewegten sich zwischen dem 26.01. und 01.02. auf niedrigem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors befand sich zwischen dem 26.01. und 01.02. unterhalb des Nordostkraters auf 1200 - 2800 m Höhe. Sie verlief dabei in einem Streifen, der sich von Nordwest nach Südost zog [1].
Am 31.01. kam es südöstlich von Maletto (Nordwestflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 31.01. wurde östlich von Randazzo (Nordflanke) ein Beben der Stärke 1.7 registriert. Am 03.02. kam es dort zu einem Beben der Stärke 1.5. Am 04.02. wurde bei Sant'Alfio (Ostflanke) ein Beben der Stärke 2.1 verzeichnet. Am 06.02. ereigneten sich bei Milo (Ostflanke) drei Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 2.5 erreichte [3].
Auch in der vergangenen Woche waren die Beobachtungsbedingungen am Ätna durch Wolken und Neuschnee häufig stark eingeschränkt. Während den wolkenfreien Momenten zeigte sich am Nordostkrater kräftige Emission von Gas und Dampf. An der Voragine wurde ebenfalls anhaltend und kräftig Gas emittiert. An der Bocca Nuova konzentrierten sich die Gasemissionen auf den nordwestlichen Abschnitt. Am Südostkraterkomplex wurde das meiste Gas aus dem nordöstlichen Gipfelbereich des Neuen Südostkraters emittiert.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 26.01. und 01.02. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 26.01. und 01.02. keine signifikanten Abweichungen, allerdings wurde am 29. Januar eine kleine Veränderung (1 Mikroradiant) der Neigung an der Station ECP (Cratere del Piano) verzeichnet [1].
Die Messung der Infraschallereignisse wurde im Zeitraum zwischen dem 26.01. und 01.02. zeitweise durch starken Wind gestört. Insgesamt war die Anzahl der Ereignisse niedrig. Auch die Amplitude war niedrig. Die Quelle war meist der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern schwankten im Zeitraum vom 26.01. bis 01.02. auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bewegten sich zwischen dem 26.01. und 01.02. auf niedrigem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Die Quelle des Tremors befand sich zwischen dem 26.01. und 01.02. unterhalb des Nordostkraters auf 1200 - 2800 m Höhe. Sie verlief dabei in einem Streifen, der sich von Nordwest nach Südost zog [1].
Am 31.01. kam es südöstlich von Maletto (Nordwestflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 31.01. wurde östlich von Randazzo (Nordflanke) ein Beben der Stärke 1.7 registriert. Am 03.02. kam es dort zu einem Beben der Stärke 1.5. Am 04.02. wurde bei Sant'Alfio (Ostflanke) ein Beben der Stärke 2.1 verzeichnet. Am 06.02. ereigneten sich bei Milo (Ostflanke) drei Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 2.5 erreichte [3].
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30. Januar 2026
Auch in der letzten Woche blieb der Ätna ruhig und es kam zu den gewohnten Gasemissionen. Der Tremor ist etwas gestiegen und die seismische Aktivität nahm zu.
In der vergangenen Woche behinderten Wolken, sowie der Ausfall von Webcams zunächst die Beobachtung der Gipfelkrater. Während den letzten Tagen besserten sich die Bedingungen jedoch vorübergehend etwas. Es zeigte sich, dass am Nordostkrater weiterhin das meiste Gase emittiert wurde. Auch an der Voragine waren die Gasemissionen noch kräftig. An der Bocca Nuova wurde das meiste Gas aus dem nordwestlichen Schlot emittiert. Am Südostkraterkomplex setzte der Neue Südostkrater im nordöstlichen Gipfelbereich das meiste Gas frei.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 19.01. und 25.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 19.01. und 25.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse unterlag im Zeitraum zwischen dem 19.01. und 25.01. deutlichen Schwankungen und bewegte sich zwischen niedrigem und hohem Niveau. Am 23. Januar wurden dabei die meisten Ereignisse gemessen. Die Amplitude der Ereignisse lag auf niedrigem Niveau. Quelle war meist der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich im Zeitraum vom 19.01. bis 25.01. auf mittlerem Niveau und unterlagen einem fallenden Trend.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) stiegen zunächst an und erreichten am 20.01. mittleres Niveau, anschließend gingen sie wieder auf niedriges Niveau zurück, wo sie sich bis zum 25.01. hielten [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche knapp oberhalb der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Zuletzt unterlag er einem leicht steigenden Trend [2].
Zwischen dem 24. und 26.01. ereignete sich im Gebiet westlich des Monte Minardo (Westflanke) eine Erdbebenserie. Die stärkste Erschütterung erreichte dabei eine Magnitude von 2.5. Die Beben lagen in einer Tiefe von 6 - 15 Km [3].
In der vergangenen Woche behinderten Wolken, sowie der Ausfall von Webcams zunächst die Beobachtung der Gipfelkrater. Während den letzten Tagen besserten sich die Bedingungen jedoch vorübergehend etwas. Es zeigte sich, dass am Nordostkrater weiterhin das meiste Gase emittiert wurde. Auch an der Voragine waren die Gasemissionen noch kräftig. An der Bocca Nuova wurde das meiste Gas aus dem nordwestlichen Schlot emittiert. Am Südostkraterkomplex setzte der Neue Südostkrater im nordöstlichen Gipfelbereich das meiste Gas frei.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 19.01. und 25.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 19.01. und 25.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse unterlag im Zeitraum zwischen dem 19.01. und 25.01. deutlichen Schwankungen und bewegte sich zwischen niedrigem und hohem Niveau. Am 23. Januar wurden dabei die meisten Ereignisse gemessen. Die Amplitude der Ereignisse lag auf niedrigem Niveau. Quelle war meist der Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich im Zeitraum vom 19.01. bis 25.01. auf mittlerem Niveau und unterlagen einem fallenden Trend.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) stiegen zunächst an und erreichten am 20.01. mittleres Niveau, anschließend gingen sie wieder auf niedriges Niveau zurück, wo sie sich bis zum 25.01. hielten [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche gelegentlich langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche knapp oberhalb der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Zuletzt unterlag er einem leicht steigenden Trend [2].
Zwischen dem 24. und 26.01. ereignete sich im Gebiet westlich des Monte Minardo (Westflanke) eine Erdbebenserie. Die stärkste Erschütterung erreichte dabei eine Magnitude von 2.5. Die Beben lagen in einer Tiefe von 6 - 15 Km [3].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Etna - BOLLETTINO SETTIMANALE SETTIMANA DI RIFERIMENTO 19/01/2026 - 25/01/2026
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23. Januar 2026
In der letzten Woche blieb es am Ätna ruhig. Der Tremor hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert.
In der vergangenen Woche kam es in Sizilien zu heftigen Unwettern und der Berg war ständig in Wolken gehüllt. Auf dem Ätna fiel über einen Meter Neuschnee. Sturm und Schnee ließen einige Webcams ausfallen. Beobachtungen über Webcams waren darum bis zum 22. Januar nicht möglich. Erst heute waren die Gipfelkrater wieder über die Milo-Webcam vorübergehend einsehbar. Dabei zeigte sich kräftige Emission von weißem Dampf aus Voragine und Nordostkrater.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 12.01. und 18.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 12.01. und 18.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse pendelte im Zeitraum zwischen dem 12.01. und 18.01. zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Die Amplitude der Ereignisse war meist niedrig und ihre Quelle lag zunächst bei der Bocca Nuova und dann bei dem Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich im Zeitraum vom 12.01. bis 18.01. auf mittlerem Niveau und unterlagen einem fallenden Trend.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) unterlagen im Zeitraum vom 12.01. bis 18.01. keinen großen Schwankungen und bewegten sich auf niedrigem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur vereinzelt langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche entlang bzw. knapp unterhalb der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Am 16.01. wurde bei Tarderia (Südostflanke) ein Beben der Stärke 1.6 verzeichnet. Am 21.01. kam es am Monte Collabasso (Nordflanke) zu zwei Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 2.3 hatte [3].
In der vergangenen Woche kam es in Sizilien zu heftigen Unwettern und der Berg war ständig in Wolken gehüllt. Auf dem Ätna fiel über einen Meter Neuschnee. Sturm und Schnee ließen einige Webcams ausfallen. Beobachtungen über Webcams waren darum bis zum 22. Januar nicht möglich. Erst heute waren die Gipfelkrater wieder über die Milo-Webcam vorübergehend einsehbar. Dabei zeigte sich kräftige Emission von weißem Dampf aus Voragine und Nordostkrater.
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 12.01. und 18.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 12.01. und 18.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Anzahl der Infraschallereignisse pendelte im Zeitraum zwischen dem 12.01. und 18.01. zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Die Amplitude der Ereignisse war meist niedrig und ihre Quelle lag zunächst bei der Bocca Nuova und dann bei dem Nordostkrater [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern bewegten sich im Zeitraum vom 12.01. bis 18.01. auf mittlerem Niveau und unterlagen einem fallenden Trend.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) unterlagen im Zeitraum vom 12.01. bis 18.01. keinen großen Schwankungen und bewegten sich auf niedrigem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche nur vereinzelt langperiodische Signale.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche entlang bzw. knapp unterhalb der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau [2].
Am 16.01. wurde bei Tarderia (Südostflanke) ein Beben der Stärke 1.6 verzeichnet. Am 21.01. kam es am Monte Collabasso (Nordflanke) zu zwei Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 2.3 hatte [3].
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Etna - BOLLETTINO SETTIMANALE SETTIMANA DI RIFERIMENTO 12/01/2026 - 18/01/2026
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
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16. Januar 2026
Die effusive Aktivität im Valle del Bove ist in der letzten Woche zu Ende gegangen. An der Voragine war noch etwas Glutschein erkennbar. Der Tremor hat sich auf mittlerem Niveau stabilisiert.
In der vergangenen Woche behinderten zunächst dichte Wolken und Neuschnee die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Ab dem 12. Januar lockerte es zunehmend auf und nach Sonnenuntergang war ein kleiner glühender Punkt am oberen östlichen Rand des Kegels der Voragine erkennbar. Hier war zuvor der explosive Schlot aktiv und vermutlich wurden dort die austretenden Gaswolken aus der Tiefe des Schlots illuminiert. An den nachfolgenden Tagen waren in diesem Bereich neben Dampfemissionen auch gelegentlich geringe Aschefreisetzungen erkennbar und in den Nächten dauerte der schwache Glutschein an.
Unterdessen emittierte der Nordostkrater pulsartig verstärkt Gas, das manchmal mit etwas brauner Asche durchsetzt war. An der Bocca Nuova kam es zu pulsartiger Gasemission. Der Südostkraterkomplex emittierte das meiste Gas an der oberen nordöstlichen Flanke des Neuen Südostkraters.
An dem effusiven Schlot, der sich am 01. Januar in der Nähe des Monte Simone geöffnet hatte konnte ich über die Webcams keinen Glutschein mehr erkennen und die Lavaströme waren inaktiv und am Abkühlen.
Wie das INGV berichtet wurden bei einem Besuch im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove am 09. Januar nur noch kurze Lavaströme beobachtet, die sich oberhalb der 1900 m Höhenlinie aufhielten. Anschließend behinderte schlechtes Wetter die Beobachtung des effusiven Schlots, jedoch war sporadisch mittels Überwachungskameras noch etwas Glutschein sichtbar. Wie weiter berichtet wird hatte der seit Anfang Januar freigesetzte Lavastrom eine maximale Länge von 3150 m und ein Volumen von insgesamt 4 Mio. m3 [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 05.01. und 11.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 05.01. und 11.01. insbesondere am 07. Januar eine vorübergehende Phase von Kompression. Anschließend folgte wieder langsame Dekompression. Mit der Abschwächung der effusiven Aktivität erfolgte zum 11. Januar hin erneut allmähliche Kompression [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Zeitraum zwischen dem 05.01. und 11.01. zeitweise durch starken Wind beeinträchtigt. Ansonsten zeigte sich eine sehr niedrige Anzahl an Ereignissen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern schwankten im Zeitraum vom 05.01. bis 11.01. auf hohem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) gingen im Zeitraum vom 05.01. bis 11.01. etwas zurück und fielen auf niedriges Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche häufig langperiodische Signale.
Der Tremor schwankte in der vergangenen Woche zunächst mehrmals zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Seit dem 12. Januar bewegt er sich entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau und unterlag dabei einem leicht steigenden Trend [2].
Vom 09.01. bis 13.01. kam es im Gebiet zwischen Bronte und Adrano (Westflanke) zu mehreren Erdbeben. Das Stärkste erreichte dabei eine Magnitude von 3.3 und lag in einer Tiefe von ca. 10 Km. Am 13.01. wurde am Monte Scorsone (Ostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.6 verzeichnet [3].
In der vergangenen Woche behinderten zunächst dichte Wolken und Neuschnee die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Ab dem 12. Januar lockerte es zunehmend auf und nach Sonnenuntergang war ein kleiner glühender Punkt am oberen östlichen Rand des Kegels der Voragine erkennbar. Hier war zuvor der explosive Schlot aktiv und vermutlich wurden dort die austretenden Gaswolken aus der Tiefe des Schlots illuminiert. An den nachfolgenden Tagen waren in diesem Bereich neben Dampfemissionen auch gelegentlich geringe Aschefreisetzungen erkennbar und in den Nächten dauerte der schwache Glutschein an.
Unterdessen emittierte der Nordostkrater pulsartig verstärkt Gas, das manchmal mit etwas brauner Asche durchsetzt war. An der Bocca Nuova kam es zu pulsartiger Gasemission. Der Südostkraterkomplex emittierte das meiste Gas an der oberen nordöstlichen Flanke des Neuen Südostkraters.
An dem effusiven Schlot, der sich am 01. Januar in der Nähe des Monte Simone geöffnet hatte konnte ich über die Webcams keinen Glutschein mehr erkennen und die Lavaströme waren inaktiv und am Abkühlen.
Wie das INGV berichtet wurden bei einem Besuch im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove am 09. Januar nur noch kurze Lavaströme beobachtet, die sich oberhalb der 1900 m Höhenlinie aufhielten. Anschließend behinderte schlechtes Wetter die Beobachtung des effusiven Schlots, jedoch war sporadisch mittels Überwachungskameras noch etwas Glutschein sichtbar. Wie weiter berichtet wird hatte der seit Anfang Januar freigesetzte Lavastrom eine maximale Länge von 3150 m und ein Volumen von insgesamt 4 Mio. m3 [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 05.01. und 11.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 05.01. und 11.01. insbesondere am 07. Januar eine vorübergehende Phase von Kompression. Anschließend folgte wieder langsame Dekompression. Mit der Abschwächung der effusiven Aktivität erfolgte zum 11. Januar hin erneut allmähliche Kompression [1].
Die Messung der Infraschallereignisse war im Zeitraum zwischen dem 05.01. und 11.01. zeitweise durch starken Wind beeinträchtigt. Ansonsten zeigte sich eine sehr niedrige Anzahl an Ereignissen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern schwankten im Zeitraum vom 05.01. bis 11.01. auf hohem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) gingen im Zeitraum vom 05.01. bis 11.01. etwas zurück und fielen auf niedriges Niveau [1].
Die Online-Seismogramme der Station ECNE zeigten in der letzten Woche häufig langperiodische Signale.
Der Tremor schwankte in der vergangenen Woche zunächst mehrmals zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Seit dem 12. Januar bewegt er sich entlang der Grenze zwischen niedrigem und mittlerem Niveau und unterlag dabei einem leicht steigenden Trend [2].
Vom 09.01. bis 13.01. kam es im Gebiet zwischen Bronte und Adrano (Westflanke) zu mehreren Erdbeben. Das Stärkste erreichte dabei eine Magnitude von 3.3 und lag in einer Tiefe von ca. 10 Km. Am 13.01. wurde am Monte Scorsone (Ostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.6 verzeichnet [3].
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09. Januar 2026
Die eruptive Aktivität des Ätna hat sich in den letzten Tagen auf niedrigem Niveau fortgesetzt. Im Valle del Bove kommt es noch zu effusiver Aktivität die mehrere kurze Lavaströme
nährt. Der Tremor unterliegt starken Schwankungen.
Am 05. Januar behinderten Wolken und Dunst häufig die Beobachtung der eruptiven Aktivität des Ätna. Während der Nacht war am Schlot der Voragine zeitweise etwas Glutschein erkennbar. Vermutlich lebte hier die schwache strombolianische Aktivität wieder etwas auf. Der Lavastrom im Valle del Bove zeigte sich in der Nacht weiterhin gut genährt. Am Tage war über die Cagliato-Wärmebildkamera erkennbar, dass der Strom weiterhin nur sehr langsam vorankam und sich immer wieder neue Schübe an frischer Lava über die alte, bereits kühlere Lava bewegten oder auch parallel dazu flossen. Besonders in dem oberen Abschnitt des Lavastroms, wo er sich von südlicher Richtung mehr in östliche Richtung biegt, hat sich der Strom bis zum 05. Januar deutlich verbreitert.
Auch am 06. Januar verhinderten Wolken bis zum Abend die Beobachtung des Ätna. Nach Sonnenuntergang lockerten die Wolken zeitweise etwas auf und im Bereich des Lavastroms im Valle del Bove waren nur einige glühende Punkte zu sehen. Der Strom schien nicht mehr so gut genährt zu sein wie an den Vortagen. Auch die Cagliato-Wärmebildkamera zeigte zu diesem Zeitpunkt eine deutliche Abschwächung der von der Lava generierten thermischen Anomalien. Am 07. Januar war den ganzen Tag über das Wetter sehr schlecht, jedoch gab es am Vormittag noch ein paar Wolkenlücken. Diese ermöglichten die Beobachtung des unteren Abschnitts des Lavastroms mit Hilfe der Cagliato-Wärmebildkamera. Nun zeigte sich, dass der Lavastrom zumindest dort nicht mehr aktiv und bereits am Abkühlen war.
In der Nacht auf den 08. Januar war dann durch die Wolkenlücken über dem Bereich des effusiven Schlots im Valle del Bove wieder etwas Glutschein erkennbar. Wolken und Dunst verhinderten jedoch bis zum Abend die Beobachtung mit der Cagliato-Wärmebildkamera. Am Abend des 08. Januar konnte ich dann jedoch in der Nähe des effusiven Schlots für kurze Zeit eine kleine thermische Anomalie beobachten. Auch zeigten die Webcams dort Glutschein. Am 09. Januar war über die Cagliato-Wärmebildkamera im Bereich des effusiven Schlots weiterhin eine kleine thermische Anomalie zu erkennen.
Wie das INGV heute berichtet sind im Valle del Bove tatsächlich noch mehrere kleine Lavaströme unterwegs, die von den effusiven Schloten in der Nähe des Monte Simone genährt werden. Der am weitesten fortgeschrittene Lavastrom hat ca. 1900 m hohes Gelände erreicht. Die Front eines weiteren Stroms bewegt sich auf die 2000 m Höhenmarke zu. Dagegen ist das Lavafeld, das in der Vorwoche noch aktiv war inzwischen am Abkühlen. Trotz mehrstündigen Aufenthalts von INGV-Personal im Bereich des effusiven Schlots konnten von den Gipfelkratern her keine Detonationsgeräusche wahrgenommen werden. Die Bodendeformationsdaten der Station DRUV zeigten am 07. Januar Kompression (Deflation) und anschließend wieder Dekompression (Inflation) [2].
Das INGV hat im Wochenbericht noch einige Details zu den effusiven Schloten im Valle del Bove veröffentlicht. Die zwei Schlote befinden sich knapp oberhalb des Monte Simone auf ca. 2100 m bzw. 2050 m Höhe. Sie haben die typische Form von Hornitos und generieren auch teilweise kräftigen Schlackenwurf. Am 03. Januar wurde für das bis dahin geförderte Lavafeld ein Volumen von 2,2 Mio. m3 errechnet (Fehler: 40%) [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 29.12. und 04.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 29.12. und 04.01. keine größeren Veränderungen bei den Neigungsdaten des Vulkangebäudes [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte bis zum 03. Januar eine hohe Anzahl an Ereignissen bei niedriger Amplitude. Quelle war meist die Bocca Nuova und seltener die Voragine. Anschließend behinderte kräftiger Wind die Messungen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern stiegen im Zeitraum vom 29.12. bis 04.01. zunächst auf hohes Niveau, mit teilweise sehr hohen Spitzenemissionsratten. Ab Januar fielen sie auf mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten im Zeitraum vom 29.12. bis 04.01. auf mittlerem Niveau [1].
Der Tremor stieg am 05. Januar kurzfristig bis an die Grenze zu hohem Niveau, fiel dann aber wieder rasch ab bis auf niedriges Niveau. An den nachfolgenden Tagen schwankte er noch mehrmals zwischen niedrigem und mittlerem bis knapp hohem Niveau hin und her. Heute hat er sich auf niedrigem Niveau stabilisiert [2].
Am 05.01. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einem Beben der Stärke 2.8. Zwischen dem 05. und 09.01. ereigneten sich im Raum südwestlich von Bronte (Nordwestflanke) mehrere Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 2.4. Am 06.01. ereignete sich südlich von Sant'Alfio (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.6. Am 07.01. kam es im Bereich knapp südlich des Zentralkraters zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.6. Am 07.01. ereignete sich am Monte Arcimis (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.5 [3].
Am 05. Januar behinderten Wolken und Dunst häufig die Beobachtung der eruptiven Aktivität des Ätna. Während der Nacht war am Schlot der Voragine zeitweise etwas Glutschein erkennbar. Vermutlich lebte hier die schwache strombolianische Aktivität wieder etwas auf. Der Lavastrom im Valle del Bove zeigte sich in der Nacht weiterhin gut genährt. Am Tage war über die Cagliato-Wärmebildkamera erkennbar, dass der Strom weiterhin nur sehr langsam vorankam und sich immer wieder neue Schübe an frischer Lava über die alte, bereits kühlere Lava bewegten oder auch parallel dazu flossen. Besonders in dem oberen Abschnitt des Lavastroms, wo er sich von südlicher Richtung mehr in östliche Richtung biegt, hat sich der Strom bis zum 05. Januar deutlich verbreitert.
Auch am 06. Januar verhinderten Wolken bis zum Abend die Beobachtung des Ätna. Nach Sonnenuntergang lockerten die Wolken zeitweise etwas auf und im Bereich des Lavastroms im Valle del Bove waren nur einige glühende Punkte zu sehen. Der Strom schien nicht mehr so gut genährt zu sein wie an den Vortagen. Auch die Cagliato-Wärmebildkamera zeigte zu diesem Zeitpunkt eine deutliche Abschwächung der von der Lava generierten thermischen Anomalien. Am 07. Januar war den ganzen Tag über das Wetter sehr schlecht, jedoch gab es am Vormittag noch ein paar Wolkenlücken. Diese ermöglichten die Beobachtung des unteren Abschnitts des Lavastroms mit Hilfe der Cagliato-Wärmebildkamera. Nun zeigte sich, dass der Lavastrom zumindest dort nicht mehr aktiv und bereits am Abkühlen war.
In der Nacht auf den 08. Januar war dann durch die Wolkenlücken über dem Bereich des effusiven Schlots im Valle del Bove wieder etwas Glutschein erkennbar. Wolken und Dunst verhinderten jedoch bis zum Abend die Beobachtung mit der Cagliato-Wärmebildkamera. Am Abend des 08. Januar konnte ich dann jedoch in der Nähe des effusiven Schlots für kurze Zeit eine kleine thermische Anomalie beobachten. Auch zeigten die Webcams dort Glutschein. Am 09. Januar war über die Cagliato-Wärmebildkamera im Bereich des effusiven Schlots weiterhin eine kleine thermische Anomalie zu erkennen.
Wie das INGV heute berichtet sind im Valle del Bove tatsächlich noch mehrere kleine Lavaströme unterwegs, die von den effusiven Schloten in der Nähe des Monte Simone genährt werden. Der am weitesten fortgeschrittene Lavastrom hat ca. 1900 m hohes Gelände erreicht. Die Front eines weiteren Stroms bewegt sich auf die 2000 m Höhenmarke zu. Dagegen ist das Lavafeld, das in der Vorwoche noch aktiv war inzwischen am Abkühlen. Trotz mehrstündigen Aufenthalts von INGV-Personal im Bereich des effusiven Schlots konnten von den Gipfelkratern her keine Detonationsgeräusche wahrgenommen werden. Die Bodendeformationsdaten der Station DRUV zeigten am 07. Januar Kompression (Deflation) und anschließend wieder Dekompression (Inflation) [2].
Das INGV hat im Wochenbericht noch einige Details zu den effusiven Schloten im Valle del Bove veröffentlicht. Die zwei Schlote befinden sich knapp oberhalb des Monte Simone auf ca. 2100 m bzw. 2050 m Höhe. Sie haben die typische Form von Hornitos und generieren auch teilweise kräftigen Schlackenwurf. Am 03. Januar wurde für das bis dahin geförderte Lavafeld ein Volumen von 2,2 Mio. m3 errechnet (Fehler: 40%) [1].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 29.12. und 04.01. keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten im Zeitraum zwischen dem 29.12. und 04.01. keine größeren Veränderungen bei den Neigungsdaten des Vulkangebäudes [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte bis zum 03. Januar eine hohe Anzahl an Ereignissen bei niedriger Amplitude. Quelle war meist die Bocca Nuova und seltener die Voragine. Anschließend behinderte kräftiger Wind die Messungen [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern stiegen im Zeitraum vom 29.12. bis 04.01. zunächst auf hohes Niveau, mit teilweise sehr hohen Spitzenemissionsratten. Ab Januar fielen sie auf mittleres Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) schwankten im Zeitraum vom 29.12. bis 04.01. auf mittlerem Niveau [1].
Der Tremor stieg am 05. Januar kurzfristig bis an die Grenze zu hohem Niveau, fiel dann aber wieder rasch ab bis auf niedriges Niveau. An den nachfolgenden Tagen schwankte er noch mehrmals zwischen niedrigem und mittlerem bis knapp hohem Niveau hin und her. Heute hat er sich auf niedrigem Niveau stabilisiert [2].
Am 05.01. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einem Beben der Stärke 2.8. Zwischen dem 05. und 09.01. ereigneten sich im Raum südwestlich von Bronte (Nordwestflanke) mehrere Erdbeben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 2.4. Am 06.01. ereignete sich südlich von Sant'Alfio (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.6. Am 07.01. kam es im Bereich knapp südlich des Zentralkraters zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.6. Am 07.01. ereignete sich am Monte Arcimis (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.5 [3].
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04. Januar 2026
Die Flankeneruption im Valle del Bove hält weiter an. Der Lavastrom hat 1400 m hohes Gelände erreicht. Unterdessen ist der Tremor heute deutlich zurück gegangen.
Während der Nacht auf den 03. Januar war der explosive Schlot an der oberen Ostflanke der Voragine weiterhin schwach strombolianisch aktiv. Auch der effusive Schlot im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove förderte weiterhin Lava und nährte einen Lavastrom. Seine Front stagnierte im Gebiet knapp südlich des Rocca Musarra auf ca. 1600 m Höhe. Nach Sonnenaufgang war über der Voragine pulsartige Gasemission erkennbar. Asche wurde von dem explosiven Schlot kaum freigesetzt. Über dem effusiven Schlot im Valle del Bove stieg anhaltend Gas auf. Fotos der Monte Cagliato Wärmebildkamera des INGV zeigten im Laufe des Tages eine weitere Abschwächung der Intensität der thermischen Anomalien an der Front des Lavastroms im Valle del Bove, sowie einen Rückzug der aktiven Front.
Nach Sonnenuntergang zeigte sich über der Voragine weiterhin Glutschein, der durch milde strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot verursacht wurde. Der effusive Schlot im Valle del Bove war durch kräftigen Glutschein markiert. Während der obere, sich in südliche Richtung ausdehnende Abschnitt des Lavastroms noch deutlich glühte, war der nach Osten fließende untere Abschnitt nur durch einige glühende Stellen markiert. In der Nacht auf den 04. Januar nahm der Glutschein im unteren Abschnitt des Lavastroms noch etwas ab. Auch auf der Cagliato-Wärmebildkamera war eine Abschwächung in der Intensität der thermischen Anomalie erkennbar. Dann verstärkte sich die Intensität wieder und zeigte auch den ganzen Tag über kaum Abschwächung. Nach Sonnenuntergang war der Lavastrom nach wie vor gut versorgt. Videos in sozialen Netzwerken, die direkt an dem effusiven Schlot aufgenommen wurden, zeigten nicht nur einen Schlot aus dem Lava gefördert wurde. Es existierten mindestens noch zwei weitere Öffnungen bzw. Hornitos. Dort kam es zu deutlichem Schlackenwurf. Der untere Abschnitt des Lavastroms wird aus Blocklava gebildet. Von der Front lösen sich immer wieder größere glühende Brocken und rollen dem Hang hinab.
Während der explosive Schlot an der Voragine am Morgen des 04. Januars noch milde strombolianische Explosionen generierte, konnte ich am Abend dort keinerlei Aktivität mehr ausmachen.
Wie das INGV am 03. Januar berichtete hatte die Front des Lavastroms zuvor zwar 1360 m hohes Gelände erreicht, jedoch war der aktive Abschnitt inzwischen auf ca. 1700 - 1800 m Höhe zurück gegangen. Dort bewegte sich die Lava innerhalb von Lavakanälen, die kleinere Teilströme speisten. Diese flossen über die Lava der Vortage und die am weitesten fortgeschrittene Front hatte ca. 1600 m hohes Gelände erreicht [1].
Am 04. Januar teilte das INGV mit, dass der Lavastrom nach wie vor aktiv ist und seine Front 1400 m hohes Gelände erreicht hat. Die Lava fließt dabei teilweise über den ersten Strom vom 02. Januar. Der Schlot der Voragine war weiterhin strombolianisch aktiv. Die Quelle des Tremors lag unterhalb der Voragine auf 2800 - 3000 m Höhe. Es wurden keine signifikanten Bodenverformungen gemessen [2].
Der Tremor bewegte sich am 03. Januar entlang der Grenze zwischen mittlerem und hohem Niveau. Im Laufe des 04. Januar fiel er deutlich ab und erreichte am Abend niedriges Niveau [3].
Während der Nacht auf den 03. Januar war der explosive Schlot an der oberen Ostflanke der Voragine weiterhin schwach strombolianisch aktiv. Auch der effusive Schlot im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove förderte weiterhin Lava und nährte einen Lavastrom. Seine Front stagnierte im Gebiet knapp südlich des Rocca Musarra auf ca. 1600 m Höhe. Nach Sonnenaufgang war über der Voragine pulsartige Gasemission erkennbar. Asche wurde von dem explosiven Schlot kaum freigesetzt. Über dem effusiven Schlot im Valle del Bove stieg anhaltend Gas auf. Fotos der Monte Cagliato Wärmebildkamera des INGV zeigten im Laufe des Tages eine weitere Abschwächung der Intensität der thermischen Anomalien an der Front des Lavastroms im Valle del Bove, sowie einen Rückzug der aktiven Front.
Nach Sonnenuntergang zeigte sich über der Voragine weiterhin Glutschein, der durch milde strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot verursacht wurde. Der effusive Schlot im Valle del Bove war durch kräftigen Glutschein markiert. Während der obere, sich in südliche Richtung ausdehnende Abschnitt des Lavastroms noch deutlich glühte, war der nach Osten fließende untere Abschnitt nur durch einige glühende Stellen markiert. In der Nacht auf den 04. Januar nahm der Glutschein im unteren Abschnitt des Lavastroms noch etwas ab. Auch auf der Cagliato-Wärmebildkamera war eine Abschwächung in der Intensität der thermischen Anomalie erkennbar. Dann verstärkte sich die Intensität wieder und zeigte auch den ganzen Tag über kaum Abschwächung. Nach Sonnenuntergang war der Lavastrom nach wie vor gut versorgt. Videos in sozialen Netzwerken, die direkt an dem effusiven Schlot aufgenommen wurden, zeigten nicht nur einen Schlot aus dem Lava gefördert wurde. Es existierten mindestens noch zwei weitere Öffnungen bzw. Hornitos. Dort kam es zu deutlichem Schlackenwurf. Der untere Abschnitt des Lavastroms wird aus Blocklava gebildet. Von der Front lösen sich immer wieder größere glühende Brocken und rollen dem Hang hinab.
Während der explosive Schlot an der Voragine am Morgen des 04. Januars noch milde strombolianische Explosionen generierte, konnte ich am Abend dort keinerlei Aktivität mehr ausmachen.
Wie das INGV am 03. Januar berichtete hatte die Front des Lavastroms zuvor zwar 1360 m hohes Gelände erreicht, jedoch war der aktive Abschnitt inzwischen auf ca. 1700 - 1800 m Höhe zurück gegangen. Dort bewegte sich die Lava innerhalb von Lavakanälen, die kleinere Teilströme speisten. Diese flossen über die Lava der Vortage und die am weitesten fortgeschrittene Front hatte ca. 1600 m hohes Gelände erreicht [1].
Am 04. Januar teilte das INGV mit, dass der Lavastrom nach wie vor aktiv ist und seine Front 1400 m hohes Gelände erreicht hat. Die Lava fließt dabei teilweise über den ersten Strom vom 02. Januar. Der Schlot der Voragine war weiterhin strombolianisch aktiv. Die Quelle des Tremors lag unterhalb der Voragine auf 2800 - 3000 m Höhe. Es wurden keine signifikanten Bodenverformungen gemessen [2].
Der Tremor bewegte sich am 03. Januar entlang der Grenze zwischen mittlerem und hohem Niveau. Im Laufe des 04. Januar fiel er deutlich ab und erreichte am Abend niedriges Niveau [3].
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02. Januar 2026
Die eruptive Aktivität am Ätna dauert weiterhin an. Der explosive Schlot der Voragine zeigt milde strombolianische Aktivität und der effusive Schlot im Valle del Bove nährt einen
Lavastrom, der inzwischen 1420 m hohes Gelände erreicht hat. Der Tremor unterliegt starken Schwankungen.
Während der Nacht auf den 02. Januar dauerte die effusive Aktivität am neuen Schlot im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove unverändert an. Der Lavastrom zeigte sich gut genährt und seine Front bewegte sich knapp südöstlich des Rocca Musarra weiter langsam nach Osten. Mehrere kleine Teilströme, die sich gestern Abend nordöstlich vom Hauptstrom in südöstliche Richtung bewegten, kamen heute kaum voran bzw. stagnierten. An der Voragine war durch die Wolkenlücken gelegentlich Glutschein erkennbar, der vermutlich durch strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot, der sich am 27. Dezember dort geöffnet hatte, verursacht wurde.
Nach Sonnenaufgang war über dem Lavafeld bzw. dem effusiven Schlot im Valle del Bove nur etwas Gasentwicklung erkennbar. Dunst und Wolken behinderten meist die Beobachtung über die Webcams. Gegen 11:00 Uhr war dann auch wieder die Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato online. Sie zeigte sehr schön den aktiven Lavastrom. Bis zum Abend um 21:00 Uhr kam seine Front jedoch kaum noch voran, was entweder auf das deutlich flacher werdende Gelände des Valle del Bove unterhalb von 1500 m Höhe zurückzuführen ist oder von einer Reduktion der Förderrate verursacht sein könnte. Der Bereich über dem effusiven Schlot bzw. die dort aufsteigende Gasfahne war am Abend des 02. Januars nicht mehr so stark illuminiert, wie noch am Vortag.
Der explosive Schlot der Voragine zeigte sich unterdessen weiterhin schwach strombolianisch aktiv.
Wie das INGV berichtet befand sich die Front des Lavastroms heute Morgen östlich des Rocca Musarra auf 1420 m Höhe. Seine Länge betrug 2,8 Km. Die Quelle des Tremors befand sich unterhalb der Voragine auf 2800 - 3000 m Höhe. Die Infraschallaktivität war niedrig und ihre Quelle war die Voragine, wo der explosive Schlot weiterhin milde strombolianische Aktivität zeigte. Die Daten zur Bodendeformation zeigten keine Auffälligkeiten [1].
Der Tremor ging am späten Abend des 01. Januars rapide zurück und fiel bis in das untere Drittel, des mittleren Bereichs. Nach Mitternacht stieg er dann wieder sprunghaft an und erreichte rasch die Grenze zu hohem Niveau. Unter Schwankungen zeigte sich dann im Verlaufe des Tages ein leichter Abwärtstrend, der sich am Abend rasch beschleunigte. Dann begann der Tremor erneut schnell zu steigen [2].
Während der Nacht auf den 02. Januar dauerte die effusive Aktivität am neuen Schlot im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove unverändert an. Der Lavastrom zeigte sich gut genährt und seine Front bewegte sich knapp südöstlich des Rocca Musarra weiter langsam nach Osten. Mehrere kleine Teilströme, die sich gestern Abend nordöstlich vom Hauptstrom in südöstliche Richtung bewegten, kamen heute kaum voran bzw. stagnierten. An der Voragine war durch die Wolkenlücken gelegentlich Glutschein erkennbar, der vermutlich durch strombolianische Aktivität an dem explosiven Schlot, der sich am 27. Dezember dort geöffnet hatte, verursacht wurde.
Nach Sonnenaufgang war über dem Lavafeld bzw. dem effusiven Schlot im Valle del Bove nur etwas Gasentwicklung erkennbar. Dunst und Wolken behinderten meist die Beobachtung über die Webcams. Gegen 11:00 Uhr war dann auch wieder die Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato online. Sie zeigte sehr schön den aktiven Lavastrom. Bis zum Abend um 21:00 Uhr kam seine Front jedoch kaum noch voran, was entweder auf das deutlich flacher werdende Gelände des Valle del Bove unterhalb von 1500 m Höhe zurückzuführen ist oder von einer Reduktion der Förderrate verursacht sein könnte. Der Bereich über dem effusiven Schlot bzw. die dort aufsteigende Gasfahne war am Abend des 02. Januars nicht mehr so stark illuminiert, wie noch am Vortag.
Der explosive Schlot der Voragine zeigte sich unterdessen weiterhin schwach strombolianisch aktiv.
Dieses Foto der Monte Cagliato Wärmebildkamera zeigt den Lavastrom im Valle del Bove am Abend des 02. Januar von Osten aus. Rechts zeigt eine kleinere thermische Anomalie den Bereich des
effusiven Schlots. Links davon erstreckt sich der Lavastrom nach Süden, wobei seine Wärmesignatur über eine längere Strecke verdeckt ist. Der Strom biegt dann nach Osten ab,
folgt einem relativ steilen Geländeabschnitt und fächert dabei etwas aus. Oben kann man links den Südostkrater erkennen und rechts davon die Voragine. Ein kleiner heller Fleck
markiert den explosiven Schlot:

Foto vom 02.01.2026, 21:06 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.

Foto vom 02.01.2026, 21:06 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.
Wie das INGV berichtet befand sich die Front des Lavastroms heute Morgen östlich des Rocca Musarra auf 1420 m Höhe. Seine Länge betrug 2,8 Km. Die Quelle des Tremors befand sich unterhalb der Voragine auf 2800 - 3000 m Höhe. Die Infraschallaktivität war niedrig und ihre Quelle war die Voragine, wo der explosive Schlot weiterhin milde strombolianische Aktivität zeigte. Die Daten zur Bodendeformation zeigten keine Auffälligkeiten [1].
Der Tremor ging am späten Abend des 01. Januars rapide zurück und fiel bis in das untere Drittel, des mittleren Bereichs. Nach Mitternacht stieg er dann wieder sprunghaft an und erreichte rasch die Grenze zu hohem Niveau. Unter Schwankungen zeigte sich dann im Verlaufe des Tages ein leichter Abwärtstrend, der sich am Abend rasch beschleunigte. Dann begann der Tremor erneut schnell zu steigen [2].
- INGV-Sezione di Catania. 2025. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicati attività vulcanica. 2026/01/02 12:32 (11:32 UTC)
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
01. Januar 2026 - 23:30 Uhr
Der Lavastrom im Valle del Bove ist weiterhin gut genährt und seine Front hat 1580 m hohes Gelände erreicht. Weitere Teilströme haben sich entwickelt, die ebenfalls vom Monte
Simone ausgehend nach Osten strömen.
Die Beobachtung verschiedener Live-Webcams zeigte am späten Abend des 01. Januars 2026, dass der neue effusive Schlot im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove, anhaltend und kräftig Lava fördert. Neben dem Hauptstrom, der sich vom Gebiet knapp westlich des Monte Simone zunächst nach Süden und dann nach Osten bewegt, werden weitere Teilströme genährt. Mindestens zwei dieser Ströme biegen bereits deutlich früher nach Osten ab. Ihre Fronten befinden sich jedoch noch viel weiter Hang aufwärts und dürften sich noch oberhalb von 1900 m Höhe befinden.
Inzwischen wurde vom INGV ein weiterer Bericht zur eruptiven Tätigkeit im Valle del Bove veröffentlicht. Darin wurde bestätigt, dass sich der effusive Schlot in der Nähe des Monte Simone, auf ca. 2100 m Höhe geöffnet hat. Die am weitesten fortgeschrittene Front des Lavastroms befand sich südlich des Rocca Musarra auf ca. 1580 m Höhe. Die seismischen Daten, sowie die Daten der GPS-Stationen zeigten keine Auffälligkeiten. Allerdings war an der dilatometrischen Station Monte Ruvolo (DRUV) ein leichter Trend zur Dekompression (Aufwölbung des Vulkangebäudes) erkennbar [1].
Der Tremor bewegt sich nach wie vor auf mittlerem Niveau und unterliegt immer noch einem leichten Abwärtstrend [2].
Die Beobachtung verschiedener Live-Webcams zeigte am späten Abend des 01. Januars 2026, dass der neue effusive Schlot im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove, anhaltend und kräftig Lava fördert. Neben dem Hauptstrom, der sich vom Gebiet knapp westlich des Monte Simone zunächst nach Süden und dann nach Osten bewegt, werden weitere Teilströme genährt. Mindestens zwei dieser Ströme biegen bereits deutlich früher nach Osten ab. Ihre Fronten befinden sich jedoch noch viel weiter Hang aufwärts und dürften sich noch oberhalb von 1900 m Höhe befinden.
Inzwischen wurde vom INGV ein weiterer Bericht zur eruptiven Tätigkeit im Valle del Bove veröffentlicht. Darin wurde bestätigt, dass sich der effusive Schlot in der Nähe des Monte Simone, auf ca. 2100 m Höhe geöffnet hat. Die am weitesten fortgeschrittene Front des Lavastroms befand sich südlich des Rocca Musarra auf ca. 1580 m Höhe. Die seismischen Daten, sowie die Daten der GPS-Stationen zeigten keine Auffälligkeiten. Allerdings war an der dilatometrischen Station Monte Ruvolo (DRUV) ein leichter Trend zur Dekompression (Aufwölbung des Vulkangebäudes) erkennbar [1].
Der Tremor bewegt sich nach wie vor auf mittlerem Niveau und unterliegt immer noch einem leichten Abwärtstrend [2].
- INGV-Sezione di Catania. 2025. Home. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicati attività vulcanica. 2026/01/01 20:31 (19:31 UTC)
- INGV-Sezione di Catania. 2026. Home. TREMORE VULCANICO. ECPN
01. Januar 2026 - 21:40 Uhr
Flankeneruption am Ätna!
In den letzten Tagen nahm die eruptive Tätigkeit am Ätna scheinbar noch etwas ab und der Tremor fiel auf mittleres Niveau. Der Schlot der Voragine blieb jedoch strombolianisch aktiv. Seit
heute ist starker Glutschein im nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove erkennbar, der von einem neuen effusiven Schlot verursacht wird.
Am 30. Dezember dauerte die strombolianische Aktivität an der Voragine an, allerdings waren die Explosionen nicht mehr ganz so kräftig wie an den Vortagen. Am 31. Dezember verhinderten dichte Wolken und Neuschnee nahezu ständig die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Am 01. Januar waren dann die Wolken tiefer, so dass ich immerhin über die Montagnola Webcam des INGV die Voragine beobachten konnte. Hier zeigte sich vor Sonnenaufgang noch Glutschein, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die strombolianische Aktivität dort weiter anhielt. Im Laufe des Tages kam es dort dann zu sporadischer, pulsartiger Emission von grauer Asche. Gleichzeitig emittierte die Bocca Nuova pulsartig Gas.
Am frühen Morgen des 01. Januars konnte ich gegen 05:30 Uhr über die, bei Piedimonte Etneo (nördlich des Ätna) stationierte Webcam, für wenige Minuten Glutschein über dem Valle del Bove erkennen. Dann schloss sich die Wolkendecke wieder. Der Ursprung des Glutscheins schien sich relativ weit östlich der Voragine, grob geschätzt im Bereich des Monte Simone, befunden zu haben. Am Abend war dann nach Sonnenuntergang und bei leicht auflockender Bewölkung ab ca. 18:00 Uhr erneut Glutschein zu sehen. Dieser war recht kräftig und eher im nördlichen Abschnitt des Valle del Bove lokalisiert. Auch der explosive Schlot an der Voragine war zeitweise zu erkennen und zeigte strombolianische Aktivität.
Über diverse Webcams an der Ostflanke des Ätna war dann im weiteren Verlauf des Abends im Nordwesten des Valle del Bove (etwa im Gebiet oberhalb des Monte Simone) starker Glutschein und aufsteigender Dampf zu erkennen. Ein größerer Lavastrom bewegte sich offenbar in südliche Richtung und bog dann nach Osten, talabwärts ab.
Inzwischen hat auch das INGV effusive Aktivität im Valle del Bove in einer Mitteilung bestätigt. Diese Aktivität soll in der Nähe der inneren nordwestlichen Wand des Valle del Bove lokalisiert sein [2].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten in der vergangenen Woche keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten in der vergangenen Woche Variationen während der Freisetzung von Lavafontänen aus dem Nordostkrater. Zunächst kam es an der Station CPN (Cratere del Piano) ab dem 24.12. zu Inflation, dann während der beiden paroxysmalen Phasen des Nordostkraters jeweils zu Deflation [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte bis zum 23. Dezember eine ähnlich niedrige Anzahl an Ereignissen, wie in den Vorwochen. Auch die Amplitude der Ereignisse war niedrig. Quelle waren Nordostkrater und Bocca Nuova/Voragine. Am 24. Dezember nahm die Anzahl der Ereignisse und ihre Amplitude zu und ihre Quelle verlagerte sich vorübergehend zur Bocca Nuova. Anschließend stiegen die Anzahl und Amplitude der Ereignisse weiter an. Quelle waren der Nordostkrater und die Voragine, wo sich ein neuer Schlot öffnete. Bis zum 27.12. war die Amplitude der Ereignisse sehr hoch. Am 28.12. ging die Anzahl der Infraschall-Ereignisse zurück und ihre Amplitude schwächte sich deutlich ab. Die Quelle verlagerte sich zur Bocca Nuova [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern gingen nach einem deutlichen Anstieg auf hohes Niveau Anfang Dezember, in der letzten Woche wieder auf mittleres Niveau zurück.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bewegten sich in der letzten Woche auf mittlerem Niveau. Der deutliche Anstieg, der von Werten auf niedrigem Niveau ausging, begann bereits Anfang Dezember.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 29. Dezember bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.57 niedriger als bei der letzten Messung. Der Messwert lag auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme sind seit dem 08. Dezember nicht verfügbar.
Der Tremor, der in der vergangenen Woche während der paroxysmalen Aktivität des Nordostkraters am 27. Dezember seinen Höhepunkt auf hohem Niveau erreichte, schwankte ab dem 28. Dezember knapp oberhalb der Grenze zu mittlerem Niveau. Ab dem 30.12. ging er noch etwas weiter zurück und ab dem 31.12. erreichte er unter weiterer Abschwächung mittleres Niveau [3].
Am 25.12. kam es am La Montagnola (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Zwischen dem 30. und 31.12. ereignete sich an der oberen Ostflanke, im Bereich des Monte Centenari eine kleine Erdbebenserie. Die Beben erreichten dabei Magnituden von bis zu 2.3 und ereigneten sich in geringer Tiefe (ca. 0,5 - 2 Km). Am 31.12. kam es am Monte Scorsone (Ostflanke) zu mehreren sehr schwachen Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.6 hatte [4].
Eigene Einschätzung der Lage:
Zunächst lies sich auf Grund der vielen Wolken noch nicht der genaue Ursprung des Glutscheins im Valle del Bove lokalisieren, aber inzwischen sieht es so aus, dass sich im oberen nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove (grob geschätzt oberhalb des Monte Simone auf ca. 2300 m) ein effusiver Schlot geöffnet hat, der nun einen Lavastrom fördert. Dieser scheint sich zunächst nach Süden zu bewegen und dann nach Osten abzubiegen. Interessanterweise gab es in diesem Gebiet (obere Ostflanke des Ätna) seit dem 30. Dezember Schwarmbeben in niedriger Tiefe. Sie könnten von Magma verursacht worden sein, dass sich aus dem Bereich unterhalb der Voragine nach Osten verlagert hat und nun in Form eines effusiven Schlots an der Oberfläche austritt. Da das Valle del Bove unbewohnt und relativ groß ist besteht zurzeit noch keine Gefahr für die Ortschaften im Bereich unterhalb des Tals. In Abhängigkeit von Förderrate und Dauer der Eruption könnte es aber irgendwann auch gefährlich werden. Es ist nun die große Frage, ob sich dieser Ausbruch zu einer lang andauernden Flankeneruption, sowie z.B. die von 1991-1993 entwickelt, oder aber bereits nach wenigen Tagen oder Wochen enden wird.
Am 30. Dezember dauerte die strombolianische Aktivität an der Voragine an, allerdings waren die Explosionen nicht mehr ganz so kräftig wie an den Vortagen. Am 31. Dezember verhinderten dichte Wolken und Neuschnee nahezu ständig die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Am 01. Januar waren dann die Wolken tiefer, so dass ich immerhin über die Montagnola Webcam des INGV die Voragine beobachten konnte. Hier zeigte sich vor Sonnenaufgang noch Glutschein, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die strombolianische Aktivität dort weiter anhielt. Im Laufe des Tages kam es dort dann zu sporadischer, pulsartiger Emission von grauer Asche. Gleichzeitig emittierte die Bocca Nuova pulsartig Gas.
Am frühen Morgen des 01. Januars konnte ich gegen 05:30 Uhr über die, bei Piedimonte Etneo (nördlich des Ätna) stationierte Webcam, für wenige Minuten Glutschein über dem Valle del Bove erkennen. Dann schloss sich die Wolkendecke wieder. Der Ursprung des Glutscheins schien sich relativ weit östlich der Voragine, grob geschätzt im Bereich des Monte Simone, befunden zu haben. Am Abend war dann nach Sonnenuntergang und bei leicht auflockender Bewölkung ab ca. 18:00 Uhr erneut Glutschein zu sehen. Dieser war recht kräftig und eher im nördlichen Abschnitt des Valle del Bove lokalisiert. Auch der explosive Schlot an der Voragine war zeitweise zu erkennen und zeigte strombolianische Aktivität.
Über diverse Webcams an der Ostflanke des Ätna war dann im weiteren Verlauf des Abends im Nordwesten des Valle del Bove (etwa im Gebiet oberhalb des Monte Simone) starker Glutschein und aufsteigender Dampf zu erkennen. Ein größerer Lavastrom bewegte sich offenbar in südliche Richtung und bog dann nach Osten, talabwärts ab.
Dieser Screenshot der Santa Venerina Live-Webcam zeigt die eruptive Aktivität im Valle del Bove von Osten aus. Man erkennt gut die
Position des effusiven Schlots im oberen nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove. Links davon strömt die Lava zunächst in südliche Richtung und biegt dann nach rechts (Osten)
hin ab:

Screenshot vom 01.01.2026, 21:34 Uhr, Quelle: Santa Venerina live webcam - Panoramica Etna - Weather Italy

Screenshot vom 01.01.2026, 21:34 Uhr, Quelle: Santa Venerina live webcam - Panoramica Etna - Weather Italy
Inzwischen hat auch das INGV effusive Aktivität im Valle del Bove in einer Mitteilung bestätigt. Diese Aktivität soll in der Nähe der inneren nordwestlichen Wand des Valle del Bove lokalisiert sein [2].
Die Daten der GPS-Stationen zeigten in der vergangenen Woche keine signifikanten Abweichungen [1].
Die Daten der klinometrischen Stationen zeigten in der vergangenen Woche Variationen während der Freisetzung von Lavafontänen aus dem Nordostkrater. Zunächst kam es an der Station CPN (Cratere del Piano) ab dem 24.12. zu Inflation, dann während der beiden paroxysmalen Phasen des Nordostkraters jeweils zu Deflation [1].
Die Messung der Infraschallereignisse zeigte bis zum 23. Dezember eine ähnlich niedrige Anzahl an Ereignissen, wie in den Vorwochen. Auch die Amplitude der Ereignisse war niedrig. Quelle waren Nordostkrater und Bocca Nuova/Voragine. Am 24. Dezember nahm die Anzahl der Ereignisse und ihre Amplitude zu und ihre Quelle verlagerte sich vorübergehend zur Bocca Nuova. Anschließend stiegen die Anzahl und Amplitude der Ereignisse weiter an. Quelle waren der Nordostkrater und die Voragine, wo sich ein neuer Schlot öffnete. Bis zum 27.12. war die Amplitude der Ereignisse sehr hoch. Am 28.12. ging die Anzahl der Infraschall-Ereignisse zurück und ihre Amplitude schwächte sich deutlich ab. Die Quelle verlagerte sich zur Bocca Nuova [1].
Die Schwefeldioxidemissionen an den Gipfelkratern gingen nach einem deutlichen Anstieg auf hohes Niveau Anfang Dezember, in der letzten Woche wieder auf mittleres Niveau zurück.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bewegten sich in der letzten Woche auf mittlerem Niveau. Der deutliche Anstieg, der von Werten auf niedrigem Niveau ausging, begann bereits Anfang Dezember.
Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die zuletzt am 29. Dezember bestimmt wurde, war mit einem Wert von 0.57 niedriger als bei der letzten Messung. Der Messwert lag auf mittlerem Niveau [1].
Die Online-Seismogramme sind seit dem 08. Dezember nicht verfügbar.
Der Tremor, der in der vergangenen Woche während der paroxysmalen Aktivität des Nordostkraters am 27. Dezember seinen Höhepunkt auf hohem Niveau erreichte, schwankte ab dem 28. Dezember knapp oberhalb der Grenze zu mittlerem Niveau. Ab dem 30.12. ging er noch etwas weiter zurück und ab dem 31.12. erreichte er unter weiterer Abschwächung mittleres Niveau [3].
Am 25.12. kam es am La Montagnola (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Zwischen dem 30. und 31.12. ereignete sich an der oberen Ostflanke, im Bereich des Monte Centenari eine kleine Erdbebenserie. Die Beben erreichten dabei Magnituden von bis zu 2.3 und ereigneten sich in geringer Tiefe (ca. 0,5 - 2 Km). Am 31.12. kam es am Monte Scorsone (Ostflanke) zu mehreren sehr schwachen Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.6 hatte [4].
Eigene Einschätzung der Lage:
Zunächst lies sich auf Grund der vielen Wolken noch nicht der genaue Ursprung des Glutscheins im Valle del Bove lokalisieren, aber inzwischen sieht es so aus, dass sich im oberen nordwestlichen Abschnitt des Valle del Bove (grob geschätzt oberhalb des Monte Simone auf ca. 2300 m) ein effusiver Schlot geöffnet hat, der nun einen Lavastrom fördert. Dieser scheint sich zunächst nach Süden zu bewegen und dann nach Osten abzubiegen. Interessanterweise gab es in diesem Gebiet (obere Ostflanke des Ätna) seit dem 30. Dezember Schwarmbeben in niedriger Tiefe. Sie könnten von Magma verursacht worden sein, dass sich aus dem Bereich unterhalb der Voragine nach Osten verlagert hat und nun in Form eines effusiven Schlots an der Oberfläche austritt. Da das Valle del Bove unbewohnt und relativ groß ist besteht zurzeit noch keine Gefahr für die Ortschaften im Bereich unterhalb des Tals. In Abhängigkeit von Förderrate und Dauer der Eruption könnte es aber irgendwann auch gefährlich werden. Es ist nun die große Frage, ob sich dieser Ausbruch zu einer lang andauernden Flankeneruption, sowie z.B. die von 1991-1993 entwickelt, oder aber bereits nach wenigen Tagen oder Wochen enden wird.
- INGV-Sezione di Catania. 2025. Etna - BOLLETTINO SETTIMANALE SETTIMANA DI RIFERIMENTO 22/12/2025 - 28/12/2025
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